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Löwen lassen Ismaik abblitzen

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Die Geschäftsstelle der Löwen. © sampics / Stefan Matzke

München - Der TSV 1860 hat auf die Darlehenskündigung von Hasan Ismaik mit einer Pressemitteilung reagiert. Die Sechzger entgegnen den Drohgebärden des Investors trocken.

Hasan Ismaiks rechtlich fragwürdige Kündigung der Darlehensverträge mit dem TSV 1860 und die Folgen – am Dienstag um 16.21 Uhr kam die Reaktion des TSV 1860. Via Pressemitteilung stellte Geschäftsführer Robert Schäfer klar:

- „Die Darlehensverträge von Hasan Ismaik sind und bleiben gültig.“

- „Das Fälligstellen der Darlehen im Rahmen einer ordentlichen Kündigung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Gründe für eine außerordentliche Kündigung liegen nicht ansatzweise vor.“

- „(…) Selbst im Fall einer Kündigung müssen Zinszahlung und Rückzahlung nur erfolgen, wenn die Gesellschaft Bilanzgewinne ausweist, also operativ Gewinne erwirtschaftet und gleichzeitig kein negatives Eigenkapital hat.“

- „Hasan Ismaik wurde und wird weiterhin regelmäßig und ordnungsgemäß im Rahmen der ihm zustehenden Rechte über den Geschäftsverlauf und die Finanzsituation informiert.“

- „Die KGaA hat die Vorgaben für die wirtschaftliche Konsolidierung erreicht. Ein Anlass zu der Befürchtung, dass sich die Vermögensverhältnisse bei der KGaA wesentlich verschlechtern, besteht nicht. Vielmehr sind die Vermögensverhältnisse stabil, liegen im Plan und haben sich gegenüber dem Zustand vor Einstieg des Investors wesentlich verbessert, was Herrn Ismaik auch bekannt ist.“

Die Löwen lassen den Investor also abblitzen. Schäfer & Co. scheinen sich ihrer Sache sehr sicher zu sein, lassen es auf eine Klage ankommen. Bleibt das Risiko, dass die DFL Rückstellungen in Höhe des Streitwertes verlangt.

Immer wieder Querelen bei 1860: Wer ist wer?

Hier lesen Sie die komplette Pressemitteilung im Wortlaut:

Die Geschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA und der Gesellschafter TSV München von 1860 e.V. bedauern die jüngsten Entwicklungen im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Gesellschafter Hasan Ismaik. Wir haben uns stets gesprächs- und kompromissbereit gegenüber unserem Partner gezeigt.Zu der Kommunikation, die zuletzt lediglich über einen Anwalt in den Medien erfolgte, stellt die Geschäftsführung folgendes klar:

• Die Darlehensverträge von Hasan Ismaik sind und bleiben gültig. Das Fälligstellen der Darlehen im Rahmen einer ordentlichen Kündigung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Gründe für eine außerordentliche Kündigung liegen nicht ansatzweise vor.

• Alle Darlehen von Hasan Ismaik sowie Zinszahlungen stehen unter Rangrücktritt. Selbst im Fall einer Kündigung müssen Zinszahlung und Rückzahlung nur erfolgen, wenn die Gesellschaft Bilanzgewinne ausweist, also operativ Gewinne erwirtschaftet und gleichzeitig kein negatives Eigenkapital hat.

• Hasan Ismaik wurde und wird weiterhin regelmäßig und ordnungsgemäß im Rahmen der ihm zustehenden Rechte über den Geschäftsverlauf und die Finanzsituation informiert.

• Die KGaA hat die Vorgaben für die wirtschaftliche Konsolidierung erreicht. Ein Anlass zu der Befürchtung, dass sich die Vermögensverhältnisse bei der KGaA wesentlich verschlechtern, besteht nicht. Vielmehr sind die Vermögensverhältnisse stabil, liegen im Plan und haben sich gegenüber dem Zustand vor Einstieg des Investors wesentlich verbessert, was Herrn Ismaik auch bekannt ist.

• Dem mehrheitsstimmberechtigten Gesellschafter der KGaA, dem TSV München von 1860 e.V., obliegt nach dem Kooperationsvertrag und im Rahmen der 50+1-Regel der Deutschen Fußball-Liga die Hoheit bei Personalentscheidungen. Diese sind sowohl entsprechend dieser Vorgaben als auch nach den Bestimmungen des Kooperationsvertrages ordnungsgemäß getroffen worden.

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