Interview nach 70-Meter-Tor

Torwart-Torjäger Eicher: "Das kostet was"

+

München -  Es war das Tor der bisherigen Saison. Vitus Eicher, Schlussmann der Löwen-Reserve, traf im Spiel gegen den TSV Buchbach aus 70 Metern. Das Tor wird Konsequenzen haben, wie uns der Löwen-Keeper im Interview erzählt.

Schlussmann Vitus Eicher war im Spiel gegen Buchbach der Mann des Tages. Er erzielte aus 70 Metern per Abschlag aus der eigenen Hälfte das 1:0.Klar, dass wir bei ihm nachgefragt haben, wie er das angestellt hat.

Servus Vitus, mit deinem Traumtor aus 70 Metern warst du der Mann des Spiels gegen Buchbach. Wie trifft man aus solch einer Entfernung?

Da war sehr viel Glück dabei. Ich wollte einen langen Ball auf Bobby Wood spielen. Dann lag das Ding im Kasten. Das war echt Zufall.

Stürmer haben Erfahrung im Torjubel. Für dich war das absolutes Neuland. Wie hast du den Treffer von hinten erlebt?

(lacht) Ja, in Sachen Torjubel bin ich noch sehr unerfahren. Ich bin wild durch die Gegend gerannt und hab mich riesig gefreut. Wie das ausgesehen hat, will ich gar nicht wissen. Es war aber eine komplett neue Erfahrung, dass die Mannschaft nach einem Tor mal mich gefeiert hat.

Im Internet hast du bereits angekündigt: „Torjägerkanone, ich komme.“ Überholst du Rosinger, Lex und Ziereis in der Regionalliga Bayern noch?

(lacht) Klar, die müssen sich jetzt warm anziehen. Nach meiner Torpremiere bin ich denen auf den Fersen. Nein, im Ernst: Dafür sind andere in der Mannschaft zuständig.

Torschützen haben oft ein Ritual, um ihren Treffer zu feiern. Nach deiner Tor-Premiere wird es höchste Zeit, sich einen eigenen Torjubel zu überlegen, oder?

Nein, ich werde auch in Zukunft spontan reagieren. Ich glaube, dass das eine Ausnahme-Erfahrung war. Mein Job ist es die Bälle zu halten und so der Mannschaft zu helfen.

Musstest du der Mannschaft nach dem Treffer schon einen ausgeben?

Das Tor wird schon was kosten (lacht). So etwas passiert ja nicht oft. Aber wir haben noch sechs wichtige Spiele. Solange gibt es - wenn überhaupt - Apfelschorle von mir.

Ihr steht mit der Mannschaft auf dem Sprung in die dritte Liga. Packt ihr den Aufstieg?

Wir sind ein junges Team. Es wäre falsch, jetzt zu viel Druck aufzubauen. Wir wollen uns alle weiterentwickeln und Erfolg haben. Alles andere ist Nebensache.

Erfolg ist ein gutes Stichwort. Derzeit sorgt nur die zweite Mannschaft für positive Schlagzeilen im Verein. Wie könnt ihr die Ereignisse und Nebenschauplätze so gut ausblenden?

Sobald ein Schiedsrichter das Spiel anpfeift, vergisst man das. Dann gibt es nur noch die kommenden 90 Minuten. Ich versuche, das Umfeld dann völlig auszublenden. Für mich ist das Wichtigste, drei Punkte zu holen.

Interview: Christoph Seidl

Quelle: fussball-vorort.de

Meistgelesene Artikel

Sexy Sechzig: Nackte Haut rund um die Löwen
1860 München
Sexy Sechzig: Nackte Haut rund um die Löwen
Sexy Sechzig: Nackte Haut rund um die Löwen
Hinterberger: Unerfreulicher Rundruf
1860 München
Hinterberger: Unerfreulicher Rundruf
Hinterberger: Unerfreulicher Rundruf
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
1860 München
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Kann Ismaiks Statthalter Löwen-Präsident Reisinger stürzen? So stehen die Chancen
1860 München
Kann Ismaiks Statthalter Löwen-Präsident Reisinger stürzen? So stehen die Chancen
Kann Ismaiks Statthalter Löwen-Präsident Reisinger stürzen? So stehen die Chancen

Kommentare