Hoffnungsvoll

Noch ohne Sieg gegen die Teams aus dem oberen Drittel - Zeigen die Löwen endlich Killerinstinkt?

+
Löwen-Trainer Daniel Bierofka hätte gerne mal wieder einen Grund zum Jubeln. 

Am Samstag treffen die Löwen auf den VfL Osnabrück,  ob’s gegen die Niedersachsen zu einem Dreier reicht?

München - Durchschlagskraft, Bissigkeit, Kaltschnäuzigkeit, Killerinstinkt – Standardvokabeln im Fußballgeschäft. Bei 1860 werden sie in dieser Drittliga-Spielzeit zumeist mit einem vorangestellten „fehlende(n)“ oder mangelnde(n)“ verwendet. Beispiel: „Die Chancenverwertung zieht sich durch die ganze Saison. Die fehlende Bissigkeit vor dem Tor müssen wir vielleicht im Training reinprügeln.“ So gesagt von Daniel Bierofka nach dem 0:0 bei Fortuna Köln im vergangenen November. 

TSV 1860: Wende zum Besseren?

Am Samstag treffen die Löwen auf den VfL Osnabrück, die Mannschaft, bei der am dritten Spieltag alles begann. 2:0 in Führung, Konterchancen in Serie verbummelt, Ausgleichstreffer zum 2:2 in der Nachspielzeit mit einem Mann mehr auf dem Platz – das ganze Programm. Gibt’s beim Wiedersehen auf Giesings Höhen jetzt die Wende zum Besseren? Vielleicht bringt der Blick aufs Tableau zusätzliche Motivation. Ein Sieg am Samstag gegen die seit 14 Pflichtspielen ungeschlagenen Osnabrücker wäre der erste gegen eine Mannschaft aus dem aktuell oberen Tabellendrittel.

„Eigentlich tun wir uns gegen Mannschaften, die mitspielen wollen, leichter“, sagt Sportchef Günther Gorenzel. Es müsste sich halt nur mal in den Ergebnissen widerspiegeln… 2:2 in Osnabrück (siehe oben), 2:3 beim Karlsruher SC (verdient), 1:1 gegen den Halleschen FC (bei 70 Minuten Überzahl), 0:1 gegen den KFC Uerdingen (trotz klarem Chancenplus), 1:1 bei unterlegenen Hachingern, 1:2 gegen effektive Wehener, 0:0 in Münster (Bierofka: „Ich hätte mir nach vorne mehr Durchschlagskraft gewünscht“) – ja, da war mehr drin. So müssen die Löwen den Blick vorerst nach unten richten. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf Abstiegsplatz 17. Gegen Osnabrück und danach Uerdingen (9. Februar, 14 Uhr) werden die Trauben nicht eben tief hängen.

TSV 1860: Alle hoffen auf Owusu

 Der große Hoffnungsträger: Bielefeld-Leihgabe Prince Osei Owusu (22), der am Samstag zumindest auf der Bank sitzen dürfte. „Du hast hier an der Grünwalder Straße nicht viel Zeit und wir haben in unserem Offensivspiel nicht viel Zeit, um eine weitere Alternative zu haben“, sagt Gorenzel über den 1,90 Meter großen Deutsch-Ghanaer. Kein Zweifel: Der Schuh im blauen Angriff drückt gewaltig.

Ludwig Krammer


Lesen Sie auch:  Sprechverbot für Owusu - Neu-Löwe soll sich in Ruhe beim TSV 1860 integrieren


Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kommentare