1860: "Entsetzt", "katastrophal", "unterstes Niveau"

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Coach Reiner Maurer war "entsetzt" von der Leistung seiner Mannschaft.

München - Enttäuschung, Wut, Frustration - die Gesichter und Aussagen der Löwen nach der bitteren Heimniederlage gegen Rostock sprachen Bände. Die Reaktionen zum 0:1 gegen den Tabellenletzten:

Reiner Maurer war “ein bisschen entsetzt“, wie der Trainer des TSV 1860 München ohne Zögern gestand. Mit einer desolaten Leistung haben die “Löwen“ am Samstag beim 0:1 (0:0) gegen Hansa Rostock die letzte kleine Chance auf den begehrten dritten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga und den damit möglichen Aufstieg verspielt. Der bisherige Tabellenletzte aus Rostock gewann verdient vor 17 700 Zuschauern in der Allianz Arena. Das Tor erzielte “Joker“ Freddy Borg in der 80. Spielminute mit dem Kopf.

“Es tut mir leid, dass wir unseren Fans so ein schlechtes Spiel geliefert haben“, kommentierte Maurer. Einige Spieler hätten nicht einmal ihr “unterstes Niveau“ erreicht: "Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen und hatten zu viele leistungsschwache Spieler in der Mannschaft. Stefan Buck stand komplett neben den Schuhen. Ich muss mich bei den Zuschauern entschuldigen, die viel Geduld hatten. So eine Leistung wie heute konnte ich mir nicht vorstellen."

Nur Vierer und Fünfer! 1860 patzt gegen Rostock - Bilder und Noten vom Spiel

Bilder vom Spiel 1860 München gegen Hansa Rostock. © dpa
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Bilder vom Spiel 1860 München gegen Hansa Rostock. © dpa
Kiraly: Ließ einen Schuss von Blum in der 48. Minute abprallen, parierte in der 70. Minute großartig gegen Borg. Beim Gegentor unglücklich, als er Borgs Kopfball an den Pfosten bugsierte und den Abpraller ins eigene Tor lenkte. Note: 4 © getty
Rukavina: Schwacher Auftritt des Serben. Fälschte dann auch noch die Flanke zum 0:1 ab. Note: 5 © getty
Aygün: Rückte nach seiner Verletzungspause in Dresden wieder ins Team. Die Souveränität ist ihn etwas abhanden gekommen. Note: 4 © getty
Vallori: Aufmerksam und kompromisslos, dieses mal sogar ohne gelbe Karte. Verlor allerdings das Kopfballduell gegen Borg vor dem 0:1Note: 4- © sampics
Buck: Der zum Saisonende scheidende Linksverteidiger wurde nach einer Reihe von unglücklichen Aktionen gnadenlos ausgepfiffen und agierte fortan noch unsicherer. Die Auswechslung zur Pause kam einer Erlösung gleich. Ob ihn Maurer nochmal bringt? Note: 5 © getty
Schindler: In der ersten Halbzeit als Sechser komplett von der Rolle, stabilisierte sich im zweiten Durchgang als Linksverteidiger. Note: 4- © getty
Bierofka: Viel Kampf, noch mehr Abspielfehler. Und seine Freistöße waren auch schon gefährlicher. Note: 4- © getty
Aigner: Bitterer Nachmittag für den künftigen Frankfurter. Landete nach einem Luftkampf kurz vor dem Halbzeitpfiff unsanft auf der Hüfte, probierte es nach der Pause, musste aber nach fünf Minuten abbrechen. Note: 4- © getty
Nicu: Als Linksaußen mit wenigen Aktionen, nach der Pause auf der Sechs zwangläufig präsenter, ohne allerdings wirklich überzeugen zu können. Note: 4- © getty
Volland: Großer Aufwand, keine Effektivität. Biss sich an der Rostocker Deckung meist die Zähne aus und vergab die wenigen Chancen allesamt. Note: 4. © getty
Lauth: Ungefährlich. Für einen Mann seiner Klasse war dieser Auftritt ein Witz. Note: 5 © getty
Maier: ab der 46. Minute für Buck. Bemüht, aber ohne wirkliche Bimdung zum Spiel. Note:4- © getty
Steinhart: Kam in der 50. Minute für Aigner. Schöne Vorlage auf Volland, ansonsten kaum zu sehen. Dank des Frischingsbonus 4- © getty
Halfar: ab der 78. Minute für Bierofka. Gab sein Comeback nach langer Verletzungspause, konnte allerdings keine Akzente mehr setzen. o.B. © getty

Auch Löwen-Kapitän Benjamin Lauth zeigte sich hochgradig enttäuscht: "Das war mit Abstand unser schlechtestes Spiel der Saison. Wenn du gegen Hansa Rostock null Punkte holst, dann reicht's einfach nicht. Gegen die musst du gewinnen. Wir hatten keine Ideen, durchzukommen."

Daniel Halfar, der sein Comeback nach langer Verletzungspause gab, konnte sich die schwache Leistung nicht erklären: "Wir haben nach vorne katastrophal gespielt. So gewinnst du kein Spiel in der Liga und wahrscheinlich auch gegen unterklassige Mannschaften nicht.

Sportchef Florian Hinterberger war nach dem Schlusspfiff mächtig angefressen und hatte zumindest einen kleinen Erklärungsansatz: "Der Unterschied zur Leistung von Dresden war zu krass. Ich hätte gedacht, wir hätten das überwunden, dass wir solche Heimspiele abliefern. Aber vielleicht darf man diese Mannschaft einfach nicht loben.

tz/lk

Quelle: tz

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