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Schneider und Ismaik miteinander? "Ich glaube nicht"

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Hamada Iraki, offizielles Sprachrohr von Löwen-Investor Hasan Ismaik. © Sampics

München - Die Löwen sind mit ihrem Führungschaos jetzt sogar ein Thema in der Sportschau. Die Sendung widmete dem Führungschaos bei den Sechzgern einen Beitrag. Die Botschaft der Investorenseite ist dabei deutlich zu vernehmen.

Drei Minuten lang konnte die gesamte sportinteressierte Nation einen Eindruck gewinnen vom Chaos, das dieser Tage beim TSV 1860 München regiert. Die ARD-Sportschau zeigte einen kurzen Beitrag über den Streit zwischen Präsident Dieter Schneider auf der einen, sowie Investor Hasan Ismaik und dessen Statthalter Hamada Iraki auf der anderen Seite.

Dabei fuhr Iraki einmal mehr schwere Geschütze in Richtung Schneider auf. "Man sollte seine Partner in der Öffentlichkeit gut darstellen, schützen und integrieren. Herr Ismaik hat bis heute nicht das Gefühl, dass das bei 1860 der Fall ist. Er hat nicht das Gefühl, dass er Teil dieser Familie TSV 1860 ist", sagte Iraki. Dabei betonte der Vertraute von Hasan Ismaik, dass die Investorenseite keinerlei Problem mit dem e.V. habe, und ließ zwischen den Zeilen noch einmal durchblicken, dass Schneider endlich seinen Stuhl räumen solle. "Herr Ismaik hat kein Problem mit dem e.V., und der e.V. ist ja nicht Herr Schneider", und fügte vielsagend hinzu: "Herrn Ismaik kann man ja nicht ersetzen ..."

Schneider dagegen schon. So zumindest war Irakis Aussage zu verstehen. Das machte er auch noch einmal deutlich, als er hinzufügte: "Ob Schneider und Ismaik wieder miteinander können? Ich glaube nicht!" Sein Fazit: "Nur mit Herrn Ismaik hat 1860 eine Chance auf eine gute Zukunft. Nur mit ihm können sie langfristig etwas aufbauen."

Otto Steiner versucht unterdessen immernoch, eine Vermittlerrolle einzunehmen. „Ich halte es für dringend notwendig, dass sich Herr Ismaik und Herr Schneider baldmöglichst persönlich treffen und über Lösungsmöglichkeiten des Dilemmas sprechen“, sagte der e.V.-Aufsichtsratschef am Sonntag zur tz. Am kommenden Wochenende könnte es soweit sein, ein Besuch des Investors ist angedacht. Doch die Hoffnungen auf einen gemeinsamen Weg halten sich in Grenzen.

tz/lk

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