TSV 1860: In Duisburg für die Fans siegen

Köllner setzt auf „Kraftbündel“ Greilinger - und was passiert mit Niki Lang?

Fabian Greilinger ballt nach einem Torerfolg die Fäuste, Sascha Mölders freut sich mit ihm.
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Jung und dynamisch: Flügelflitzer Fabian Greilinger.

Zebras gegen Löwen, ehemalige Bundes- und Zweitligisten im direkten Duell. Für die Löwen steht beim MSV Duisburg (Samstag, 14 Uhr, MagentaSport) das erste von drei Auswärtsspielen binnen zehn Tagen an. Zuletzt gegen Haching hatte Köllner sein Team personell und taktisch geändert - diesmal hat er bis auf den gesperrten Richard Neudecker viele Optionen.

Der Profifußball war noch kein Thema bei der kleinen „Öffnungsorgie“ der Politik. Die Fans müssen sich also weiter in Geduld üben – oder in Bescheidenheit wie Michael Köllner. Nach einem Jahr Corona-Krise ist der 1860-Coach inzwischen über jeden Anschein von Normalität dankbar, zuletzt etwa über die Zaunfahnen beim Derby gegen Haching (3:1). „Es ist ein Stück Fußball-Kultur, hat die Atmosphäre im Stadion verändert.“ Die Fans des nächsten Gegners hupen, die eigenen böllern und hängen Fahnen auf. „Der Fußball während der Pandemie ist nicht der, den wir auf Dauer erleben wollen“, sagt Köllner: „Daher freut es uns, wenn sich die Fans was überlegen.

Fahnen, Böller, Hupen: Köllner freut sich über jeden Anschein von Normalität

„Um dem Anhang etwas zurückzugeben, wäre daher ein Sieg in Duisburg nicht schlecht. Köllners Problem: Er muss sich nach den taktischen und personellen Änderungen zuletzt für die richtige „Konstellation“ entscheiden. Sprich: Wieder mit Dreierkette oder zurück zum 4-1-4-1? Und: Wie verfahren mit dem starken Debütanten Niki Lang, 18? Fest steht, dass Richard Neudecker ausfällt (Gelbsperre) – und es zeichnet sich ab, dass Fabian Greilinger in die Startelf zurückkehrt. „Er macht es seit Wochen gut“, lobt Köllner den (Trainings-)Eifer des 20-Jährigen: „Wenn er auf den Rasen kommt, versprüht er unheimlich viel Energie. Er ist ein Kraftbündel.“

Wenn er auf den Rasen kommt, versprüht er unheimlich viel Energie. 

1860-Coach Michael Köllner über Außenbahn-Treibauf Fabian Greilinger.

Neulöwe Keanu Staude dagegen muss sich wohl weiter mit der Jokerrolle zufrieden geben. „Alles entscheidend ist die Steuerung“, bremst Köllner: „Wir dürfen ihn nicht überpacen und dann fliegt er uns mit einer Verletzung runter. Wichtig ist, dass er sich von Tag zu Tag besser fühlt und vorankommt.“

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