Pipinsried weiterhin ungeschlagen

Bayernliga Süd: TSV 1860 scheitert an sich selbst

Der TSV 1860 München muss sich gegen den FC Ingolstadt geschlagen geben.
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Der TSV 1860 München muss sich gegen den FC Ingolstadt geschlagen geben.

Erst dieses Wochenende rollte der Ball in der Bayernliga Süd wieder. Während sich der FC Pipinsried zum Sieg müht, patzt ein Aufstiegs-Favorit. 

  • DerFC Pipinsried bleibt weiterhin ungeschlagen.
  • Auch der FC Deisenhofen gewinnt sein Spiel und klettert auf Tabellenplatz zwei.
  • Der TSV Wasserburg patzt hingegen im Aufstiegskampf.

München– Einen Spieltag absolvierte die Bayernliga Süd seit Ende November 2019. Im Anschluss an eine dreimonatige Winterpause wurde der Spielbetrieb nach nur einer Runde im März coronabedingt unterbrochen. Erst an diesem Wochenende nun kehrte die zweithöchste bayerische Spielklasse zurück, nachdem die Saison 2019/20 schlicht um ein Jahr verlängert wurde und jetzt erst im Mai 2021 endet.

FC Pipinsried bleibt weiterhin ungeschlagen

Wenngleich die Teams zum Teil grundverschieden aussehen als noch beim letzten Pflichtspiel, hat sich freilich an der Tabellensituation in den vergangenen zehn Monaten nichts geändert. Souveräner Spitzenreiter ist weiterhin der FC Pipinsried, der sich auf seinem Weg in die Regionalliga am Samstag zwar schwer tat, aber dennoch einen 4:3-Heimerfolg über die SpVgg Hankofen-Hailing feiern durfte. Mittlerweile beträgt der Vorsprung des Tabellenführers 22 Punkte. Aber nach der langen Pause musste der Tabellenführer für den Heimsieg hart kämpfen. Erneut konnte sich Trainer Andreas Thomas auf Torjäger Steffen Krautschneider verlassen. Der Ex-Schweinfurter erzielte drei Treffer, ein Tor steuerte Maximilian Zischler bei. Die Ausnahmestellung des FC Pipinsried macht das Rennen um Platz zwei besonders spannend, denn da winkt über eine Relegationsrunde der Aufstieg in die Regionalliga Bayern.

FC Deisenhofen: Bachhuber mit Doppelpack

Ein heißer Kandidat auf diesen begehrten zweiten Rang bleibt derFC Deisenhofen. Das Team von Hannes Sigurdsson holte mit dem 3:2-Auswärtssieg beim TSV 1865 Dachaudrei wichtige Punkte. Die Partie war bis zum Ende hart umkämpft. Deisenhofen ging durch einen Doppelschlag schnell mit 2:0 in Führung. Tobias Rembeck (12.) und Michael Bachhuber (13.) sorgten für einen vermeintlich beruhigenden Vorsprung, Dachau jedoch ließ nicht locker und Marcel Kosuch gelang der Anschlusstreffer (24.). Aber noch vor der Pause schlug FCD-Torjäger Michael Bachhuber zum zweiten Mal zu (42.). Die Dachauer witterten zwar noch einmal Morgenluft, als Thomas Ettenberger auf 2:3 verkürzen konnte (50.), die Aufholjagd der Gastgeber aber endete nach 80 Minuten mit zwei Platzverweisen. Spielertrainer Fabian Lamotte und Stefan Vötter mussten vorzeitig zum Duschen.

TSV Wasserburg kassiert Klatsche 

Der FC Deisenhofen feierte nicht nur den eigenen Auswärtssieg, sondern auch den Ausrutscher des hartnäckigsten Verfolgers. Überraschend musste sich der TSV Wasserburgmit 0:3 bei Jahn Regensburg II geschlagen geben. Für Ex-Löwe Michael Kokocinski, der als neuer Trainer einen personellen Umbruch bei den Wasserburgern bewältigen muss, sicher ein nicht einkalkulierter Rückschlag.

FC Ismaning Spiel verlegt - SV Pullach mit knapper Niederlage

Während dagegen die Partie desFC Ismaning in Nördlingen verlegt wurde, erlitt der abstiegsgefährdete SV Pullach eine bittere 0:1-Pleite beim SV Donaustauf. Den goldenen Treffer musste die Mannschaft von Spielertrainer Alexander Benede erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit hinnehmen, beide Teams waren zu diesem Zeitpunkt nur noch zu neunt. Beim SVP hatte sich Christian Doll eine Rote Karte wegen Nachtretens eingehandelt (55.), in der Nachspielzeit musste Justin Gaigl mit Gelb-Rot vom Platz.

Junglöwen starten mit einer Heimniederlage

Mit einer 0:2-Heimniederlage gegen den FC Ingolstadt II kehrte derweil der TSV 1860 München IIzurück. Obwohl Trainer Frank Schmöller im ersten Durchgang noch „überrascht war, wie gut das nach unserer komplizierten Vorbereitung schon aussah“, scheiterten seine Junglöwen vor allem an ihrer schwachen Chancenverwertung. Nach dem frühen Rückstand (10.) bedeutete das 0:2 per Strafstoß nach einem Foul von Oliver Stefanovic (77.) den endgültigen K.O., „auch die Einwechslungen haben nicht so gezündet wie erhofft“, haderte Schmöller.

(“Matthias Horner, Klaus Kirschner“)

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