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Neuer 1860-Präsident: Schon mehrere Namen im Spiel

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München/Planegg - Nachdem Hep Monatzeder abgelehnt wurde, beginnt die Suche nach einem 1860-Präsidenten von Neuen. Erich Meidert würde gerne. Aber ob er darf? Es tauchen auch noch andere Namen auf.

Was für eine Niederlage! Mit nur 66 Pro- und 130 Gegenstimmen wurde Hep Monatzeder von den Delegierten des TSV 1860 abgelehnt. Er bleibt vorerst im Amt, bis ein neuer Oberlöwe gefunden ist. Und diese Suche geht nun von Neuem los. Der Aufsichtsrat muss nach der alten Satzung unverzüglich einen neuen Präsidenten bestellen, weil die neue erst in mehreren Wochen in Kraft tritt.

Wohlgemerkt: Sollte der Aufsichtsrat jetzt einen Präsidenten bestellen, der dann durchfällt, müsste er komplett zurücktreten.

Monatzeder äußerte sich nach seiner Schlappe nur knapp: "Ich bleibe Präsident, bis der Aufsichtsrat einen Nachfolger vorgeschlagen hat. Der Aufsichtsrat muss jetzt schnell handeln."

Für Franz Hell, den dienstältesten Delegierten, war das deutliche Ergebnis der Abstimmung gegen Monatzeder keine Überraschung. "Diese Niederlage war nach den Reaktionen der Delegierten auf Monatzeders Rede abzusehen", so Hell. Er hoffe, man finde in den nächsten Tagen einen geeigneten Kandidaten. Erich Meidert könne er sich eher nicht vorstellen.

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Erich Meidert © sampics / Stefan Matzke

Doch Meidert, der auf eigene Kosten zum Investor Hasan Ismaik nach Abu Dhabi geflogen war, hält daran fest: Er würde gerne 1860-Präsident werden. Er hatte nach der Sitzung noch Mitleid für Monatzeder übrig. "Ich hätte gehofft, dass sich Hep das nicht antut. Menschlich tuts mir leid für ihn", so der Unternehmer, der seine Bewerbung hinterherschickte: "Ich glaube, dass ich dem Verein helfen könnte. Ich komme aus dem Fußball, bin Unternehmer, einer, der agiert, nicht reagiert. Es funktioniert nicht mit Leuten, die nichts mit Fußball zu tun haben. Das ist das Problem von 1860. Der Aufsichtsrat kennt mein Konzept. Es liegt an ihm, jetzt zu handeln, jemanden hinzulassen, der was macht." Doch angeblich hat der Aufsichtsrat eher nicht vor, Meidert vorzuschlagen.

Schlappe für Monatzeder! Fotos von der 1860-Delegiertenversammlung

Meidert äußerte sich auch dazu, dass die Presse nach einem Antrag ausgeschlossen wurde. "Das war ein Unding für mich, unfassbar. In jedem Mordprozess ist die Presse zugelassen. Und das in der heutigen Zeit, wo sowieso alles rauskommt über die ganzen technischen Mittel. Ein Wahnsinn!" Tatsächlich waren auch während der Versammlung jede Menge Informationen aus dem Saal durchgesickert - nicht zu vermeiden, wenn man die Zahl der Delegierten bedenkt.

Immer wieder Querelen bei 1860: Wer ist wer?

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Erich Meidert © sampics / Stefan Matzke

Angeblich hätten einige der Delegierten einen anderen Kandidaten im Hinterkopf: Christian Waggershauser, Aufsichtsrat des Löwen-e.V. und Geschäftsführer der Muffathalle. Allerdings war bereits zu vernehmen, dass er als Präsident nicht zur Verfügung steht.

Denkbar wäre auch ein überraschendes Comeback von Dieter Schneider. Vize Heinz Schmidt erklärte: "Schneider könnte eine Option sein, aber das ist nicht meine Aufgabe."

Meidert, Waggershauser, Schneider - es sind schon mehrere Namen im Spiel, aber als echter Favorit kann keiner gelten. Wahrscheinlicher ist wohl ein neuer Mister X. Es bleibt spannend bei den Löwen. Mal wieder ...

lin/lk/akl/ary

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