TSV 1860: Junglöwen als Leistungsträger

Der 19-Jährige Lang wächst über sich hinaus

1860-Talent Niklas Lang zeigt die Richtung an.
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Selbstbewusster Junglöwe: Niklas Lang stabilisiert die 1860-Defensive.

Nicht nur Keeper Tom Kretzschmar, auch Abwehrtalent Niklas Lang ist einer Garanten des guten Löwen-Starts. Köllner: „Wir brauchen ihn auch die nächsten Wochen.“

Wiesbaden - Tom Kretzschmar (22) war nicht der einzige Löwen-Youngster, der beim 0:0 in Wiesbaden herausragte. Der andere ist sogar noch drei Jahre jünger als der Hiller-Vertreter im 1860-Tor – und auch er spielte zum zweiten Mal in Folge ohne Fehl und Tadel. Der abgeklärte Auftritt von Niklas Lang (19) ließ aufhorchen, denn momentan sind es bei 1860 die Junglöwen, die einige schwächelnde „Alte“ mitziehen

.Michael Köllner hatte sichtlich Spaß an der Altersdebatte, die eine Nachfrage zu Langs routiniertem Auftritt auslöste. „Ich weiß nicht, ob ein 29-Jähriger immer besser ist als ein 19-Jähriger“, sagte der 1860-Coach und merkte schmunzelnd an: „Also, ich fühle mich mit 51 nicht besser als mit 41 – und nach solchen Spielen komme ich mir vor, als ob ich schon 120 bin.“

Ich hab schon 29-Jährige gesehen, wo ich gedacht habe: Hoffentlich hörst du bald auf. Deswegen bin ich froh, dass Niki spielt, wie er spielt.

1860-Trainer Michael Köllner.

Mit seinem Playoffbart in der Rückrunde sah Köllner zumindest so aus – passend dazu fiel ihm am Samstag ein, dass auch Lang damals maßgeblich zur langen Erfolgsserie beigetragen hatte. „Niki hat mich schon letztes Jahr absolut überzeugt – unter anderem beim Spiel in Uerdingen (3:1-Auswärtssieg am 3. April/Red.), als er zusammen mit Belkahia die jüngste Innenverteidigung gebildet hat, die je für 1860 gespielt hat.“ Köllner schwärmt: „Das war fantastisch damals. Umso schöner für uns, dass wir jetzt gut auf Niki setzen können. Es freut mich für ihn, dass er für sich selber zu Null gespielt hat – wie schon gegen Würzburg, als er reingekommen ist und für Semi übernommen hat.“

Für Köllner war das Wehen-Spiel der ultimative Beweis, dass es kein Risiko darstellt, Lang die Vertretung des Sprunggelenks-Patienten Belkahia anzuvertrauen. „Wir brauchen ihn auch die nächsten Wochen“, sagte der Coach: „Er hat jetzt die Chance, weiter an seinem Spiel zu arbeiten, damit er immer besser wird.“ Und noch mal zum Thema Alter: „Ich hab schon 29-Jährige gesehen, wo ich gedacht habe: Hoffentlich hörst du bald auf. Deswegen bin ich froh, dass Niki spielt, wie er spielt.“

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