Haching-Leader im Interview

Stahl: Von den Zuschauerzahlen abgesehen steht Haching besser da als 1860“

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Dominik Stahl zählt zu den Führungsspielern bei der SpVgg Unterhaching. 

Domink Stahl spricht im Interview über die SpVgg Unterhaching, das Samstags-Derby beim FC Bayern II und seinen Ex-Verein TSV 1860. 

Siebter Spieltag, erstes Drittliga-Derby in München! Am Samstag (14 Uhr) empfangen die kleinen Bayern im Grünwalder Stadion die SpVgg. Wir sprachen mit Hachings Routinier Dominik Stahl (31) über Erwartungen, Pläne - und natürlich seinen Ex-Verein 1860. 

Dominik, wie lange hat es gedauert, die erste Saisonniederlage gegen Halle zu verdauen? 

Stahl: Bis Dienstag hat das schon genagt an uns, vor allem, weil sich ein 0:3 daheim so brutal anhört. Rein vom Spiel her war’s seltsam. Wir hatten ja im Vergleich zum 2:0 bei Viktoria Köln viel mehr Spielkontrolle und auch die klareren Torchancen. Aber okay - wenn wir zweimal unentschieden gespielt hätten, dann wären wir zwar jetzt noch ungeschlagen, hätten aber einen Punkt weniger. So muss man das sehen. Jetzt geht’s gegen Bayern II. Die Terminierung ist stimmungstechnisch nicht -ideal, weil sich die Partie mit dem Bundesliga-Spiel der großen Bayern gegen Mainz überschneidet. 

Spüren Sie trotzdem ein bissl Derbyfieber? 

Stahl: Auf jeden Fall! Und ich kann’s verschmerzen, dass Bayern zeitgleich Bundesliga spielt. Vom Kader her wird das eher nicht von Nachteil für uns sein (lächelt). 

Wie muss man Bayern begegnen? 

Stahl: Das ist eine extrem junge und spielstarke Mannschaft. Wenn du die machen lässt, dann können sie dich auch mal auseinandernehmen. Von daher ist klar, um was es gehen wird am Samstag. Wir dürfen sie erst gar keinen Mut schöpfen lassen. Stichwort Mut schöpfen. 

Wie intensiv verfolgen Sie Ihren Ex-Klub 1860 noch? 

Stahl: Nach vier Jahren ist die Distanz schon gewachsen, aber klar schau ich noch hin, was da passiert. Der Franz Hübl (Co-Trainer) ist ein Freund von mir, mit dem hab ich Abi gemacht, der Biero war als Spieler mein Zimmerpartner. Insgesamt war die Zeit bei Sechzig zwar oft turbulent, aber auch schön und wertvoll. 

Turbulent ist es immer noch… 

Stahl: Ja, es ist schade, weil 1860 ein wichtiger Verein für die Stadt ist. Von den Zuschauerzahlen abgesehen steht Haching in allen Punkten besser da als 1860. 

Wie wichtig ist es Ihnen, bei einem Klub mit Perspektive zu spielen? 

Stahl: Sehr wichtig. Wenn man spürt, dass es stimmt im Verein, dann tut man automatisch mehr dafür, dass es auch so bleibt. Die Identifikation fällt leicht hier. Haching ist ein gesundes Konstrukt, sofern man das in diesem verrückten Fußballgeschäft sagen kann. Und der Zusammenhalt ist einmalig. Diese Seuchen-Rückrunde hat uns alle noch mehr zusammengeschweißt. 

Haben Sie Haching-Aktien gekauft? 

Stahl: Noch nicht. Mit Aktien hab ich’s nicht so, ich wart lieber auf die Strafzinsen beim Sparbuch (lacht). Vielleicht kauf ich mir mal symbolisch eine. 

Interessant wird’s, wenn es Richtung Aufstieg geht… 

Stahl: Ja… schau ma mal. Aber da haben wir ja noch ein paar Spieltage hin. 

Wie bewerten Sie den Saisonstart? 

Stahl: Elf Punkte aus sechs Spielen - das ist ordentlich. Wir denken blockweise von Länderspielpause zu Länderspielpause. Damit sind wir immer ganz gut gefahren. 

Wie wichtig ist es Ihnen, vor 1860 zu landen? 

Stahl (lacht): Kommt drauf an. Also wenn Sechzig am Ende Erster wird und wir Zweiter, dann kann ich auch damit leben.

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