Bierofka freut sich auf den HSV – und spielt mit Fäden im Fuß

"Wie Champions League"

Wo ein Wille… Daniel Bierofka trimmt sich für den Pokalhit in Hamburg
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Wo ein Wille… Daniel Bierofka trimmt sich für den Pokalhit in Hamburg

Ein Löwe wird am Dienstag beim Pokalhit in Hamburg sicher nicht den Faden verlieren. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes…

Die Rede ist von Daniel Bierofka. Eigentlich sollten beim spieltüchtigen Kapitän am Wochenende die Fäden aus der verletzten Ferse gezogen werden, doch nun bleibt der Fuß unberührt. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Bierofka am Sonntag der tz. „Wir wollen keine Gefahr eingehen, dass die Wunde aufplatzt. Die Fäden können am Mittwoch auch noch gezogen werden.“

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Am besten natürlich begleitet von einem breiten Siegerlächeln. „Wir fahren nicht nach Hamburg, um schön Grüß Gott zu sagen, sondern um eine Runde weiterzukommen“, sagt Trainer Marco Kurz, der auch wieder auf den genesenen Lars Bender zurückgreifen kann. „Wir dürfen uns auf bairisch g’sagt nix scheißen vor dem HSV“, sagt Bierofka. „Wenn wir frech auftreten und unsere Möglichkeiten nutzen, dann haben wir eine Chance aufs Viertelfinale.“

An der nötigen Motivation wird es den Löwen sicher nicht mangeln. „Das ist ein Feiertag für uns“, sagt Bierofka, „das ist wie Champions League.“ Ein vergleichbares Gefühl wie vergangenes Jahr beim Pokalderby gegen den FC Bayern.

„Damals haben wir Bayern 120 Minuten super bespielt“, erinnert sich Bierofka an den Abend des 27. Februar 2008, an das unglückliche 0:1 in letzter Minute durch Ribérys Elfmeter. „Da hat man gesehen, was möglich ist, wenn wir konzentriert, diszipliniert und mutig auftreten. Die Hamburger haben am Dienstag viel mehr zu verlieren als wir.“ Prestige, versteht sich…

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Die Viertelfinal-Prämie von einer Million Euro würde freilich auch der Löwen-Kasse gut tun. Doch wie soll das Husarenstück gelingen? „Es bedarf einer Topleistung, einer unheimlich guten Grundordnung und etwas Glück“, erläutert Marco Kurz das Weiterkomm-Rezept. „Der HSV hat mit Olic (im Pokal spielberechtigt, d. Red.), Petric und Trochowski eine Wahnsinns-Qualität in der Offensive. Aber wir sind in der Lage, einem übermächtigen Gegner in einem Spiel Paroli zu bieten.“

So wie bei der Generalprobe am Freitag auf Schalke. Aus dem 2:2 gegen die Königsblauen (1860-Tore: Lauth und Pourie) habe die Mannschaft „Selbstvertrauen geschöpft“, berichtete Kurz am Sonntag. Trotzdem: „Wir müssen eine weitere Steigerung an den Tag legen, um in Hamburg zu bestehen. Jeder einzelne Spieler muss sich steigern.“ Ob mit oder ohne Faden im Fuß…

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Quelle: tz

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