Mannschaft glaubt an sich, Trainer an die Wende

Der Druck auf den Bayernligisten SV Heimstetten ist gewachsen.

Heimstetten - Der Druck auf den Bayernligisten SV Heimstetten ist gewachsen. Weil der TSV Aindling gewonnen hat, ist das rettende Ufer bereits fünf Punkte weit entfernt. Zählbares muss her, und wenn der Gegner ein Großkaliber der Liga ist.

Das ist er an diesem Wochenende. Trainer Claus Schromm muss sich mit seiner Truppe am Samstag (15 Uhr) bei Regionalliga-Absteiger 1. FC Eintracht Bamberg behaupten.

Während der Woche baten Nico Grabl und Sasa Memisevic um die vorzeitige Auflösung des Vertrages mit dem SVH. Beide hatten bislang bei Schromms Planungen nicht die Bedeutung gehabt, die sie sich gewünscht hatten. „Schade“, kommentiert der Trainer den Schritt der beiden, „aber wenn sie nicht mehr wollen, können wir sie nicht zum Training tragen“. Grundsätzlich habe er sie durchaus auf dem Zettel gehabt, allerdings hätten beide Trainingsrückstand aufgewiesen, sagte Schromm: Grabl aus beruflichen Gründen, Memisevic aufgrund eines Kreuzbandrisses.

Der Abgang der beiden Spieler habe am Mittwoch im Training für „gedämpfte Stimmung“ gesorgt, sagt der SVH-Coach. Das habe aber nichts mit der gegenwärtigen Tabellensituation zu tun. „Die Jungs glauben an sich“, meint Schromm. Für das Gastspiel bei den Franken eine unabdingbare Voraussetzung.

Schromm hatte keine Gelegenheit, den Gegner vorher zu beobachten. Trainerkollegen hätten ihm aber das Nötigste gesagt. Bamberg ist stark bei Standards, spielt im 4-3-3-System mit klassischem Spielmacher, und hat in Nicolas Görtler im Sturmzentrum sowie Alexander Deptalla auf der rechten Seite ein brandgefährliches Offensiv-Duo am Start. 19 der insgesamt 27 Bamberger Saisontreffer gehen auf das Konto der beiden.

Dafür steht der Abwehrriegel nicht so stabil. Stark bei Standards, gute Einzelkönner und beizeiten entblößte Schnittstellen? Die Leistungsdiagnostik stellte Schromm auch bereits für die beiden jüngsten Gegner Rain und Erlangen-Bruck, und wies seine Mannschaft an, durchaus selbst das Heil in der Offensive zu suchen. Ohne Erfolg. Doch auch in Bamberg soll sich der SVH nicht verstecken, geht es nach Schromm. Unter Umständen tritt lässt er sogar mit zwei Spitzen antreten. Und weil Stamm-Stürmer Ibrahim Aydemir während der Woche kränkelte, könnte der Angriff ein völlig neues Gesicht bekommen. „Vielleicht probier ich den Cappo vorne aus“, sagt Schromm. Das wäre nicht einmal eine Notlösung, denn Kapitän Dominik Schmitt spielte in der Jugend stets im Sturm und demonstrierte in der Landesliga mit 15 Treffern seine Gefährlichkeit - und das aus dem Mittelfeld heraus. Seinen Partner könnte der wiedergenesene Christopher Oretan geben.

Nicht nur die Mannschaft des SVH glaubt weiter an sich, sondern Schromm an eine Wende: „Ich bin richtig zuversichtlich, dass wir dort punkten.“

Voraussichtliche Aufstellung SVH: Lehner, Wich, Malenoff, Löppert, Toy, Kubica, Moll, C. Schmitt, Ibrahim, D. Schmitt, Oretan.

Quelle: fussball-vorort.de

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