Haching stark verbessert

Schromm glücklich: "Viel aus dem Bremen-Spiel gelernt"

Hachinger Jubel, hier beim wichtigen 2:2-Ausgleichstor von Sascha Bigalke (Mitte): Am Ende schlägt der Aufsteiger den Titelfavoriten Karlsruhe 3:2. In der Tabelle rangiert die SpVgg nun an elfter Stelle. FOTOS: ROBERT BROUCZEK

Der SpVgg Unterhaching gelingt gegen den Meisterschaftsfavoriten Karlsruher SC im ersten Heimspiel der Saison ein überraschender 3:2 (2:2)-Last-Minute-Erfolg.

Interviewmarathon, Abklatschen in der Fankurve, Siegesgegrüll aus der Kabine: Hachings Jubel über den Erfolg nach einem Last-Minute-Treffer des erst kurz zuvor eingewechselten Neuzugangs Stefan Schimmer (89.) war dementsprechend groß. „Es war die pure Erlösung“, beschrieb der vom Regionalligisten FC Memmingen gewechselte Matchwinner.

Anders als beim 0:3 in Bremen brachte der 0:1-Rückstand durch einen Foulelfmeter, den der gefoulte Ex-Hachinger Anton Fink verwandelte (13.), die SpVgg diesmal nicht aus dem Konzept. „Davon haben wir uns überhaupt nicht anstecken lassen“, befand der agile Hachinger Offensiv-Wirbelwind Thomas Steinherr. Kurze Zeit später kam es auf der anderen Seite zur gleichen Situation im Strafraum der Badener: KSC-Abwehrmann David Pisot legte SpVgg-Angreifer Stephan Hain, der ebenfalls selbst den Strafstoß schoss und zum 1:1 traf (24.).

Auf einen erneuten Rückschlag in Form des 1:2 von Pisot per sattem Schuss aus kurzer Distanz nach einer Ecke (38.) antworteten die Hachinger postwendend. Bigalke traf nach einem Zuspiel von Orestis Kiomourtzoglou, der für den kurzfristig grippekrank ausgefallenen Dominik Stahl im zentralen Mittelfeld eingesprungen war, zum 2:2-Halbzeitstand (39.). Der zweite Rückstand war egalisiert. „Das zeichnet uns aus, dass der Zusammenhalt da ist“, beschrieb Hain die Minuten kurz vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel gab es eine Reihe von Chancen für beide Teams, das entscheidende Tor allerdings gelang nur einem: Stefan Schimmer, kurz zuvor eingewechselt, jagte einen satten Schuss zum 3:2-Endstand in den Winkel (89.). „Beim nächsten Mal bekommt er mehr als fünf Einsatzminuiten“, sagte SpVgg-Cheftrainer Claus Schromm über den Siegtorschützen und resümierte generell nach der cleveren Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir haben viel gelernt aus dem Bremen-Spiel, wo wir sehr naiv und in der Offensive sehr, sehr fahrlässig waren.“ SpVgg-Präsident Manfred Schwabl fand: „Wir sind angekommen in der 3. Liga. Leider eine Woche zu spät.“

Lob bekam Haching von KSC-Trainer Marc-Patrick Meister. „Unterhaching hat sich den Sieg erarbeitet.“ Über die Leistung der eigenen Elf sagte er: „Ich hatte das Gefühl, dass wir 90 Minuten lang alle Bälle, die wir am Fuß hatten, einfach wegschießen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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