EHC RB will historischen vierten Titel in Serie

Jagd auf den Meister - das sind die größten Konkurrenten

+
Auch Ende dieser Saison soll wieder gefeiert werden

Am Freitagabend startet die DEL in ihre 25. Saison. Der EHC Red Bull München will sie nutzen und Historisches schaffen. Das sind die größten Konkurrenten.

Berlin - Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) feiert Jubiläum, Freitag Abend startet sie in ihre 25. Saison. Optisch in Szene gesetzt wird es auf den Trikots der Mannschaften. Denn dort prangt das DEL-Logo diesmal statt in Rot nun in Silber. Und pünktlich zum Liga-Jubiläum schickt sich der EHC Red Bull München – der Freitag um 19.30 Uhr zum Auftakt in Berlin ran muss – an, Historisches zu schaffen. Denn noch nie gelang es einem DEL-Team, vier Mal in Serie Meister zu werden. „Wir freuen uns alle, dass es nun endlich wieder losgeht“, sagt EHC-Kapitän Michi Wolf. „Wir werden alles geben, um möglichst erfolgreich in die neue Saison zu starten.“ Auch Neuzugang Matt Stajan ist hoch motiviert: „Es ist nicht einfach, eine Meisterschaft zu verteidigen. Aber wir alle wissen, dass wir Historisches schaffen können. Das ist das große Ziel.“

Leicht wird das wirklich nicht. Angesichts des größten Umbruchs der letzten Jahre in der EHC-Meistermannschaft wittern viele Teams in der Liga ihre Chance. Doch wer könnte den Red Bulls den Pott heuer wegschnappen? Die tz macht den Liga-Check und nennt die gefährlichsten Kontrahenten.

Eisbären Berlin – der motivierte Vizemeister: Mit den Hauptstädtern, die den EHC in Spiel sieben der Finalserie bezwangen, ist zu rechnen. Der Stamm des Teams blieb zusammen, der Kader ist tief und hochklassig besetzt. Der neue Coach Clement Jodoin (er kam für den nach Prag gewechselten Uwe Krupp) soll den Traum der Fans von dem ersten Titel seit 2013 erfüllen – erst recht nach dem Finale gegen München. Die Schwachstelle: Berlin setzt auf ein in der DEL noch relativ unerfahrenes Torhüter-Duo (Maximilian Franzrep, Marvin Cüpper).

Adler Mannheim – der EHC-Meistervorgänger: 2015 holten die Quadratestädter den Titel – und der soll wieder her. Mannheim hat einen kompletten Umbruch in der Führungsriege hinter sich. Mit Pavel Gross kommt einer der besten Trainer der Liga, sein Staff wurde vergrößert, man hat einen Luxuskader von 30 Spielern zur Verfügung. Doch genau das ist das Risiko – kann Gross den Konkurrenzkampf managen?

Nürnberg Ice Tigers – der EHC-Stolperstein: In der Hauptrunde zählt man seit Jahren stets zu den Top-Teams und gilt als Titelanwärter, zuletzt aber scheiterte man dreimal in Folge im Halbfinale. Mit Yasin Ehliz (NHL), Steven Reinprecht (Karriereende) und John Mitchell (ging zum EHC) verlor man wichtige Spieler, der Hunger auf den ersten Meistertitel ist allerdings ungebrochen. Und: Von den letzten acht Duellen gegen München gewann Nürnberg sechs. Man hofft auf ein Treffen mit den Red Bulls in den Playoffs, das es noch nie gab.

Kölner Haie – das große Fragezeichen: Die Domstadt träumt vom ersten Titel seit 2002, aber ist das realistisch? Der Kader wirkt auf den ersten Blick schwächer als im Vorjahr – trotz der Verpflichtungen von Ex-EHC-Star Steve Pinizzotto und Jason Akeson (Mora, Schweden). Wenn Köln ein Wörtchen um den Titel mitsprechen will, dann nur über das Kollektiv und nicht über die individuelle Stärke.

Düsseldorfer EG – die mögliche Überraschung: Die DEG hat den mitunter größten Umbruch aller DEL-Teams vollzogen, über die Hälfte aller Spieler wurden ausgetauscht. Vor allem die Verpflichtungen der Ex-Nationalspieler Jerome Flaake (kam vom EHC) und Philip Gogulla (Köln) sorgten für Aufsehen. Der Traditionsverein könnte die große Überraschung der Saison werden.

Florian Weiß, Lena Meyer

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Jagd auf den Meister - das sind die größten Konkurrenten
Jagd auf den Meister - das sind die größten Konkurrenten
Namenssponsor der neuen Multifunktionsarena in München steht fest
Namenssponsor der neuen Multifunktionsarena in München steht fest

Kommentare