Die Schmach tilgen

- VON EDUARD HIEN Geretsried - Rudi Sternkopf weiß, dass die heimischen Zuschauer im Heinz-Schneider-Eisstadion in der zweiten Bayernliga-Saison hohe Ansprüche an die Mannschaft stellen. Er habe, so der Trainer des TuS Geretsried, die mürrischen Reaktionen auf den Rängen im letzten Heimspiel gegen Schongau "schon genau registriert". Den Fans war der 4:1-Erfolg über die von Trainer Ignaz Berndaner trainierten Mammuts offensichtlich zu dürftig ausgefallen.<BR>

Das will der Rats-Coach so nicht gelten lassen. Der Kampfgeist seiner Mannen sei absolut in Ordnung gewesen. Sternkopf räumt freilich ein, dass es deutlich an der "Chancenverwertung" gehapert habe. Für das morgige Heimspiel (Beginn: 18 Uhr) gegen den Augsburger EV kündigt der Übungsleiter ein Match an, das man nicht nur gewinnen wolle: "Die Mannschaft wird sich auch bemühen, die Zuschauer zufrieden zu stellen."<P>Gegen den Tabellenletzten hat die Geretsrieder Equipe wahrhaftig etwas gut zu machen. In der Vorrunde unterlag sie nämlich nach einer rundum peinlichen Vorstellung den Jungpanthern mit 3:4. Damit hatte die TuS-Truppe zwei Punkte achtlos aus der Hand gegeben, die ihr in der Endabrechnung fehlen, womöglich sogar einen Tabellenplatz kosten könnten.<P>Dass das Augsburger Amateurteam die rote Laterne trägt, ist auch ein Ausdruck seiner Disziplinlosigkeit. Im Vergleich zum TuS Geretsried (399) kassierte der AEV bislang satte 644 Strafminuten. Darin enthalten sind sieben Spieldauer- und zehn Disziplinarstrafen sowie eine Matchstrafe für Verteidiger Stefan Schnabel. "Mit so vielen Strafzeiten kann man in der Tabelle nicht weiter oben stehen", kommentiert Rudi Sternkopf lapidar den Augsburger Schnitt von 29,27 Strafminuten pro Partie. Außerdem haben die Schützlinge des vielfachen ungarischen Nationalspielers Juri Buzas in fremden Stadien bislang nichts zerrissen. Nur ein mageres Pünktlein holten die Schwaben seinerzeit beim 2:2 in Sonthofen. Trotz der auffälligen Auswärtsschwäche der Fuggerstädter wird die Partie aber kein Selbstläufer werden, fürchtet Rudi Sternkopf. "Wir müssen vielleicht keine Top-, aber doch zumindest eine starke Leistung bringen, um den Letzten zu schlagen. Von alleine geht das nicht," warnt der Trainer, der weiterhin auf Sebastian Wanner (Muskelfaserriss im Oberschenkel) verzichten muss.<P>

Quelle: Merkur.de

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