Ivanschitz: "Wir müssen uns nicht kleinreden"

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Andreas Ivanschitz hat bereits sechs Mal für Mainz getroffen.

München - Mainz 05 ist der beste Aufsteiger der Saison – auch Dank Ösi-Star Andreas Ivanschitz. Das tz-Interview.

 Herr Ivanschitz, wenn Sie Ihren Namen bei youtube eingeben – wissen Sie, was dann kommt?

Ivanschitz (lacht): Ja, viele Tore. Und vor allem das Tor, das ich gegen Hoffenheim in der Hinrunde geschossen habe.

Richtig. Eine Direktabnahme aus vollem Lauf in den Winkel. Marke: Tor des Monats…

Ivanschitz: Stimmt, das war sicher eines meiner schönsten Tore und vor allen Dingen ein sehr schwieriges. Das war volles Risiko. Entweder der Ball geht in den Winkel, oder er fliegt aus dem Stadion raus. Aber das Beste war: Ich war ja in vollem Lauf und bin danach weiter auf die Fankurve zugelaufen. Die Kurve ist förmlich explodiert. Das war schon ein geiles Gefühl, absolut.

Sie haben nach der Station in Athen nun in Mainz einen Neuanfang gemacht – und eingeschlagen wie eine Bombe. Warum?

Ivanschitz: Ich würde nicht sagen Neuanfang. Es war ein neuer Schritt, eine neue Herausforderung in einer besseren Liga. Das war für mich der logische Schritt. Und irgendwie passen Mainz und ich gut zusammen. Das ist ein bescheidener, gut geführter und ambitionierter Verein. Die Spieler sind motiviert, der Trainer, alle ziehen mit. Das passt.

Mainz schießt Bayern in die Krise - Bilder der Niederlage

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Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München steckt nach dem schlechtesten Saisonstart seit 43 Jahren schon nach dem dritten Bundesliga-Spieltag in der Krise. Sehen Sie hier Bilder von der Niederlage gegen Mainz. © dpa
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“Das war sehr enttäuschend. Ich frage mich, was wir in der Vorbereitung falsch gemacht haben“, sagte Bayern-Coach Louis van Gaal. © dpa
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Nach dem Spiel musste sich der Trainer den kritischen Fragen der Journalisten stellen. © dpa
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Enttäuscht schleichen die Bayern aus dem Bruchwegstadion. © dpa
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Dafür ist die Freude auf der anderen Seite um so größer. © dpa
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Auch die Mainzer Fans jubeln ausgelassen mit ihren Spielern. © dpa
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Die Freude kurz nach dem Schlusspfiff war riesig (v.l): Peter van der Heyden, André Schürrle und Niko Bungert können ihren Sieg noch kaum begreifen. © dpa
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Statt Champagnerdusche gabs allerdinsg erst einmal nur eine Abkühlung aus der Trinkflasche. © dpa
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Auch der Mainzer Torwart Heinz Müller jubelt über den Sieg. © dpa
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Wahnsinn! Trainer Thomas Tuchel führt Freudentänze auf. © dpa
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Die ganze Partie fing für Bayern schon schlecht an:  Andreas Ivanschitz schoss die Mainzer in der 25. Minute in Führung. © dpa
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Der Mainzer Florian Heller (l) und Andreas Ivanschitz jubeln zusammen nach Ivanschitz Treffer zum 1:0. © dpa
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In der 37. Minute brachte Aristide Bancé die Mainzer zur 2:0-Führung. © dpa
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Da konnte Michael Rensing nur zugucken, wie Mainz seine Führung weiter ausbaute. © dpa
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Torwart Heinz Müller hielt den Mainzer Kasten konsequent sauber und sicherte so die 2:0-Halbzeitführung. © dpa
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Die Bayern - hier Daniel van Buyten - machten keine gute Figur. In der zweiten Halbzeit holten sie zwar zum 2:1 auf - durch ein Eigentor von Noveski. Doch am Ende konnten sie trotz aller Bemühungen nichts mehr reißen.  © dpa
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Aristide Bance (l) und Bastian Schweinsteiger kämpfen um den ball. © dpa
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Peter van der Heyden (l) im Zweikampf mit Hamit Altintop. © dpa
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Nochmal van der Heyden (l) - diesmal versucht  Philipp Lahm etwas gegen Mainz auszurichten. © dpa

Aber jetzt müssen sie nach München. Wie wollen Sie die stoppen?

Ivanschitz: Ja, der Respekt ist groß, keine Frage. Aber wir haben keine Angst und wir müssen uns nicht verstecken! Es ist klar, dass wir einen optimalen Tag brauchen, um Bayern zu schlagen, aber wir werden es versuchen.

Bayern hat Bremen total dominiert. Keine Angst vor einer Klatsche?

Ivanschitz: Auf keinen Fall! Wir denken positiv, müssen uns nicht künstlich kleinreden, und wir wissen, dass wir auch auswärts stark spielen können. Deswegen haben wir eine Chance. Aber Bayern ist natürlich der klare Favorit.

Wie kann man Robben oder Ribéry stoppen?

Ivanschitz: Wir müssen defensiv sicher stehen und versuchen, so wenig Torchancen wie möglich zuzulassen. Und vor allen Dingen: Jeder muss laufen, jeder muss kämpfen! Aggressivität und Härte werden da extrem wichtig sein.

Es gibt also einen heißen Tanz?

Ivanschitz: Davon gehe ich aus. Wir müssen von Beginn an dagegenhalten. Einsatz, Wille und Leidenschaft müssen da sein.

Würden Sie selbst irgendwann gerne mal für die Bayern spielen?

Ivanschitz: Wissen Sie, ich bin Realist. Ich will meine Leistungen in Mainz bestätigen und vielleicht mache ich noch den einen oder anderen Schritt zu einem großen Verein. Aber ich fange jetzt nicht an zu träumen.

Interview: Jan Janssen

Quelle: tz

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