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Bayern ballert Mailand weg!

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Ein Küsschen für die Fans nach seinem Treffer zum 1:0. Thomas Müller war der Matchwinner des FC Bayern - Hamit Altintop freut sich ebenso. © ap

München - Es war Louis van Gaals erster Auftritt in der Allianz Arena. Mit viel Applaus wurde der neue Coach begrüßt – nach dem Klinsi-Debakel ist er der neue „Hoffnungstrainer“ der Bayern.

Zumal die Bayern im Halbfinale des Audi-Cups gegen den AC Mailand einen verdienten 4:1-Sieg (Tore durch Müller (2), Schweinsteiger und Sene) herausspielten.

Bilder vom Spiel und Einzelkritik

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Die Bayern-Fans unter den 61.000 Zuschauern waren hochzufrieden. Zwischendrin schwappte La ola durch die Allianz Arena. „Das sah schon gut aus“, lobte ZDF-Experte Oliver Kahn. „Aber man merkt auch, dass Mailand gerade erst in die Vorbereitung gestartet ist.“ Außerdem warnte er, den zweifachen Torschützen Müller zu schnell hochzujubeln: „Man sollte nicht zuviel Spiel um ihn machen.“

Auch Jörg Butt war zufrieden: „Wir haben viele gute Ansätze gezeigt. Aber wir dürfen das nicht überbewerten, weil Milan eine lange Anreise aus den USA hatte.“ Schon beim 2:1-Sieg von Manchester United über die Boca Juniors hatte van Gaal erstmals den Innenraum der Arena betreten, um Autogramme unter den Fans zu verteilen.

Das Spiel gegen den italienischen Top-Klub – es war dann die Generalprobe für die Bayern. Wer steht in van Gaals Startelf? Und wie funktioniert sein 4-4-2-System mit dem geforderten direkten Passpiel?

Die tz-Analyse:

Torwart: Wie erwartet stand Jörg Butt im Tor, er hat die Nase vorn im Kampf um die Nummer Eins. Aber: Gleich in der ersten Aktion hatte er einen Wackler, als er unter einer auftitschenden Flanke durchtauchte. War Schuld am Milan-Tor durch Pirlo.

Abwehr: Van Gaal entschied sich tatsächlich für Holger Badstuber als linken Innenverteidiger, Demichelis saß nur auf der Bank. Nach anfänglicher Nervosität fing sich Badstuber, zeigte dann keinen Respekt mehr vor Ronaldinho und Co. Höhepunkt: sein Lupfer gegen Pato, den er dabei ganz alt aussehen ließ. Auch das Zusammenspiel mit dem neuen Abwehrboss Daniel van Buyten funktionierte. Gut auch: Beide Außenverteidiger rücken bei Ballbesitz sehr weit auf, schalteten sich häufig in den Angriff ein. Nur Edson Braafheid schien ab und an überfordert.

Mittelfeld: Van Gaal ließ im Mittelfeld mit einer Raute spielen, mit etwas zurückhängenden Außenspielern, die immer wieder in die Mitte einrücken. Van Gaals Rezept, um die Räume eng zu machen. Es funktionierte. Milan hatte arge Probleme. Ronaldinho kam nicht zum Zug. Die Bayern hingegen schalteten schnell um, vor allem Pranjic überzeugte mit seiner Schnelligkeit. Und: Sosa, der die Ribéry-Position übernahm, zeigte, dass er dort eine echte Alternative ist.

Angriff: Van Gaal musste auf den grippeerkrankten Klose verzichten. Und hatte eine Spitzen-Alternative zur Hand. Denn die Lösung mit Gomez und Müller entpuppte sich als Sturm-Duo mit großem Potential. Müller traf zweimal, Gomez fehlte noch das Glück. Nächste Chance gegen ManU.

Jan Janssen, Mario Volpe

Fotos vom 1. Halbfinale Manu gegen Boca Juniors

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