Bayern besiegt Freiburg: Erster Schritt der großen Aufholjagd

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Martin Demichelis umarmt nach seinem 1:0 Hamit Altintop und zeigt den Fans symbolträchtig sein Trikot

München - Der FC Bayern hat gegen den SC Freiburg im Freitagsspiel einen Sieg errungen. Was zäh begann, gipfelte in einem Traumtor.

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Sie robben sich immer weiter nach oben – auch ohne ihren größten Star: 4:2 gegen den SC Freiburg, Platz sieben: Vor den Augen von Arjen Robben gab’s mal wieder ein bisserl Spektakel in der Arena. In einem Spiel schossen die Bayern halb so viele Tore wie in der kompletten bisherigen Saison: Demichelis, Gomez, Timoschtschuk und Kroos trafen. Glanzvoll war’s nur am Schluss, kurz musste sogar richtig gezittert werden – aber der Auftakt für eine Siegesserie ist gemacht.

Bayern besiegt Freiburg: Bilder & Einzelkritik - Zwei verdienten sich Note 2

Der FC Bayern hat den SC Freiburg mit 4:2 besiegt. Bevor wir zur Einzelkritik kommen, sehen Sie hier die Bilder. © Getty
Freiburg-Coach Robin Dutt © Getty
Bastian Schweinsteiger macht sich warm und präsentiert seine Mütze. © AP
Auch wenn es ein herrlicher Oktobertag war: Am Abend in der Allianz Arena wurde es schon recht frisch. © AP
Uli Hoeneß' Schal hält ebenfalls warm. © sampics
Doch der ist beim Präsidenten eh obligatorisch. © sampics
Los geht's! Martin Demichelis rutschte kurzfristig für den verletzten Holger Badstuber (Schambeinentzündung) ins Team. © Getty
Jörg Butt konnte spielen - trotz seiner Rückenprobleme. © sampics
Das 1:0 erzielte ausgerechnet Martin Demichelis © dpa
Der Argentinier trifft nach einer Pranjic-Ecke per Kopf © AP
Demichelis' Trikot-Jubel soll wohl sagen: © Getty
Seht her, Bayern-Fans, ich bin nach wie vor ein Roter! © Getty
Auch nach dem Spiel betonte er mehrfach, wie sehr er den FC Bayern liebt. © Getty
Herrliche Bilder © AP
Es sollten weitere Jubel-Fotos folgen. © AP
Zum Beispiel von Mario Gomez. © AP
Er erhöhte auf 2:0. © AP
Nach der Pause traf der "Torero". © Getty
Vorbereiter wieder: Danijel Pranic mit einer Ecke. © Getty
Gomez hat einen Lauf. © dpa
Dutts Gestikulieren hilft nicht viel - zwar erzielt Reisinger den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer. © AP
Doch nach einem herrlichen Schuss auf Vorlage von Pranjic jubelt ... © sampics
Anatoli Timoschtschuk! © Getty
Philipp Lahm freut sich mit dem Ukrainer. © AP
Auch der Blondschopf profitiert von der Verletztenmisere. © AP
Und zeigt Top-Leistungen. In diesem Spiel zunächst als Innenverteidiger. Zur Pause wurde er dann ins defensive Mittelfeld beordert, weil Daniel van Buyten für Hamit Altintop eingewechselt wurde. © dpa
Oliver Barth hatte alle Hände voll zu tun mit den Münchnern. © AP
Louis van Gaal konnte erst nach der Pause zufrieden sein. © dpa
Für das Sahnehäubchen sorgte Toni Kroos mit einem herrlichen Distanzschuss zum 4:1. © dpa
Damit war das Spiel endgültig entschieden. © sampics
Die Freiburger kamen zwar noch zu einem Treffer (Eigentor von Edson Braafheid, nicht im Bild), doch am Ende konnten die Bayern zufrieden sein. Bastian Schweinsteiger tauscht das Trikot mit Ömer Toprak. © sampics
Das Team dankt den Fans. Kommen wir nun zur Einzelkritik. © sampics
Jörg Butt: Mit einem kleinen Patzer in der 20. Minute. Ansonsten sicher, mit dem Fuß aber fehlt ihm die Präzision. Note: 4 © Getty
Philipp Lahm: Es ist lange her, dass man von ihm eine echte Weltklasse-Leistung sah. Auch am Freitag fiel ihm wenig Belangvolles ein. Note: 4 © Getty
Anatoli Timoschtschuk: Als Innenverteidiger fühlt er sich nicht richtig wohl. Nach der Pause drehte der Ukrainer im defensiven Mittelfeld richtig auf, schoss sogar das Tor zum 3:1. Note: 2 © Getty
Martin Demichelis: Was für eine Geschichte! Wurde nach dem Ausfall von Holger Badstuber kurzfristig „reingeworfen“, fiel zunächst mit einigen Patzern auf – und machte dann per Kopf das wichtige 1:0. Kehrt der Argentinier nun zurück in van Gaals Team? Wohl eher nicht… Note: 3 © Getty
Danijel Pranjic: Bereitete – trotz zunächst fehlenden Selbstvertrauens – drei Tore vor. Ganz starker Auftritt! Note: 2 © Getty
Andreas Ottl: Ein mächtiger Hammer von der Strafraumkante, ansonsten unauffällig. Note: 4 © Getty
Bastian Schweinsteiger: Nach seinem grandiosen Pokal-Auftritt gegen Bremen nur Durchschnitt. Viele Querpässe, kaum Überraschendes, aber stark im Zweikampf. Note: 3 © Getty
Hamit Altintop: Wenn er doch nur einen starken linken Fuß hätte! Zog einige Male gut nach innen, konnte dann aber nicht gut abschließen. Schwache Flanken. Note: 4 © Getty
ab der 46. Minute: Daniel van Buyten: Gut, dass der Koloss wieder zurückkehrt. Brachte der Verteidigung zunächst Sicherheit, kam aber beim Gegentor zu früh raus. Note: 3 © Getty
Toni Kroos: Hing hinter der Spitzen oft in der Luft, nicht gerade durchsetzungsstark im Zweikampf. In Hälfte zwei dann aber sein Traumtor aus 28 Metern. Note: 3 © Getty
Thomas Müller: Verrannte sich oft in unnötigen Zweikämpfen, wurde allerdings einmal elfmeterreif gefoult. Note: 4 © Gettz
ab der 77. Minute: Edson Braafheid: Ohne Bewertung – trotz des Eigentors… © Getty
Mario Gomez: Anfangs glücklos, dann mit dem wichtigen 2:0. Als Bayern später mehr Platz bekam wurde er stärker. Note: 3 © Getty

Die Not war groß bei den Bayern. Klar, Robben und Ribéry fehlten. Dazu Contento, Klose, van Bommel. Kurz vor Anpfiff gesellte sich auch nach Holger Badstuber hinzu. Der Youngster musste wegen einer Schambeinentzündung passen. Für ihn rückte Martin Demichelis – ja, den gibt’s auch noch – in die Startelf. Die Personalsituation bereitete also schon vor Anpfiff Kopfzerbrechen. Das Geschehen auf dem Platz war dann alles andere als schmerzstillend: Keine Ideen, keine Chancen, dafür viele Pfiffe: Bis zur 39. Minute gab es lediglich eine Chance für Mario Gomez (21.) sowie einen Distanzschuss von Andreas Ottl (34.) zu bestaunen. Freiburg hielt gut mit, hatte durch Cissés Kopfball nach 16 Minuten gar die große Chance zur Führung.

Dann machten die Bayern aber aus der Not eine Tugend. In der 39. Spielminute zirkelte Danijel Pranjic – als Ersatz-Schütze für Holger Badstuber – einen Eckball auf Ersatzmann Demichelis. Kopfball, Tor – und Zeit für große Gesten: Micho, zuletzt der Ritter der traurigen Gestalt, klopfte sich auf das Bayern-Logo, demonstrierte Nähe zum Verein und den Fans. Und die Wechselgedanken waren ganz weit weg. „Ich wollte zeigen, dass ich nicht tot bin“, erklärte Demichelis nach dem Spiel gewohnt pathetisch. Und Louis van Gaal lobte seine Kopfball-Qualitäten: „Er ist ein Erster-Pfosten-Läufer!“ Michos Treffer überdeckte die Ideenlosigkeit im ersten Durchgang.

Von Trikot bis Gartenzwerg: Ein Blick in den Bayern-Fanshop

Ein Blick in den Bayern-Fanshop
Ein Blick in den Bayern-Fanshop © Getty
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Ein Blick in den Bayern-Fanshop
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Kontrolle ohne Spektakel: So begann auch die zweite Halbzeit. Van Buyten kam für den angeschlagenen Altintop und rückte neben Demichelis, Timoschtschuk durfte ins Mittelfeld. Weil auch die Freiburger agierten, als hätten sie einen Nicht-Angriffspakt unterschrieben, passierte zunächst wieder: nichts. Bremen-Held Schweinsteiger, auch bei elf Grad mit Handschuhen, verteilte die Bälle, Chancen wurden aus dem Spiel heraus aber nicht kreiert. Schließlich entschloss sich aber Mario Gomez, etwas mehr Eigenwerbung zu betreiben. Erst tankte er sich gegen die Freiburger Abwehr durch und scheiterte noch an Keeper Baumann (57.). Vier Minuten später beschloss die Abwehr der Breisgauer, es dem Schwaben noch einfacher zu machen: Wieder brachte Pranjic eine Ecke herein – und Gomez stand im Fünfmeterraum so frei wie sonst nichtmal im Training: 2:0.

Freiburg reagierte: Stefan Reisinger kam – und machte das, was ihm bei seinem Engagement beim TSV 1860 nicht ein einziges Mal gelang: ein Tor schießen. Der Anschluss, das Zittern begann. Timoschtschuk rettete auf der Linie (70.) und sorgte nur zwei Minuten später für die Entscheidung. Pranjic bereitete seinen dritten Treffer vor, der Ukrainer schloss trocken zum 3:1 ab. Jetzt durften die Bayern kontern: Müller (74.) und Gomez (75.) verfehlten noch, dann machte Toni Kroos den Schweini: Ein Blick, ein Schuss, das 4:1. Und die Bayern ließen es nochmal krachen: Edson Braafheid staube aus drei Metern ab – jedoch ins eigene Tor. 4:2, der Schlusspunkt. Trotzdem: Ein glanzvoller Sieg war es noch nicht – aber dafür ist ja irgendwann wieder Arjen Robben zuständig.

ta, jj, mic

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