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Sieg in Haifa eingeplant - Luxus mit 85-Millionen-Sturm

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Luca Toni, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Mark van Bommel (v.l.) im neuen Champions League Trikot des FC Bayern. © dpa

Tel Aviv - Tore, Tore, Tore: Nach der Machtdemonstration in der Bundesliga will der FC Bayern München mit seiner Offensivkraft auch in der Champions League vom Anpfiff weg für Furore sorgen.

"Es ist wichtig, dass wir gut aus den Startlöchern kommen, das kann uns Sicherheit und Selbstvertrauen geben", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem ersten Aufgalopp am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) beim israelischen Fußball-Meister Maccabi Haifa. "In der Champions League können wir uns messen. Das erste Ziel ist, dass wir die Gruppenphase überstehen", erklärte Franck Ribéry, der mit aller Macht in die Startelf drängt: "Auf der Bank wird es langsam langweilig."

Auch wenn die letztjährigen Champions-League-Topstürmer Miroslav Klose (7 Treffer) und Luca Toni (3) am Montag den dreistündigen Flug ins hochsommerliche Tel Aviv gar nicht erst antraten und stattdessen im regnerischen München an ihrer Fitness arbeiten müssen, hat Trainer Louis van Gaal im Angriff ein echtes Luxusproblem. Ivica Olic und der beim 5:1 in Dortmund zweimal erfolgreiche Youngster Thomas Müller sind mehr als nur Alternativen zum 85 Millionen Euro teuren Star-Trio mit Ribéry, Arjen Robben und Mario Gomez. "Ich habe schon das Gefühl, gleichwertig zu sein", sagte Billig-Kicker Müller kess.

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In Europas Königsklasse dürfte die "individuelle Qualität", die Trainer van Gaal in Dortmund als Erfolgsfaktor benannt hatte, noch wichtiger für Erfolge sein. Und nach Ribérys spektakulärem Sprung in die Arme des Trainers und seinen warmen Worten an Club und Anhänger ("ich fühle mich geliebt vom Verein und von den Fans"), scheint urplötzlich sogar ein Vereinswechsel wieder ganz weit weg zu sein. "Das sind Worte, die die Fans gefreut haben", kommentierte Rummenigge und bemerkte zu einer möglichen Verlängerung mit Ribéry über das Vertragsende am 30. Juni 2011 hinaus: "Wir werden diese Dinge in aller Ruhe intern diskutieren."

Madrid bleibt trotz allem ein großes Ziel - nicht nur für Ribéry. Am 22. Mai 2010 findet ausgerechnet im Stadion von Real Madrid das Champions-League-Endspiel statt. Titel und Finale sind vorerst aber nur Wunschträume. "Es gibt Vereine, die im Moment noch einen Tick besser sind", gestand Ribéry. Bei der 13. Champions-League-Teilnahme wollen die Bayern acht Jahre nach dem Titelgewinn 2001 erst einmal wieder über das Viertelfinale hinauskommen. "Es gibt Mannschaften, die in einer größeren Favoritenrolle sind als wir", mahnte auch Rummenigge. Schon das Weiterkommen in der Gruppe mit Juventus Turin, Girondins Bordeaux und Außenseiter Haifa sei "kein Selbstläufer".

Die Offensive weckt dabei Hoffnungen, aber an der Abwehrstärke wird weiterhin gezweifelt, zumal Martin Demichelis weiter ausfällt. "Momentan fehlt es in der Defensive an Ausstrahlung und Persönlichkeiten. Bis auf Lahm wackelt im Prinzip die gesamte Abwehr", sagte Ex-Kapitän Stefan Effenberg am Montag in München als Experte des Champions-League-Senders "Sky".

Maccabi Haifa hat seine Stärken gerade in der Offensive mit den beiden Angreifern Wladimir Dabalischwili und Muhamad Ghadir sowie dem 17 Jahre alten Rohdiamanten Eyal Golasa. Haifa hat aber den Nachteil, nicht im heimischen Stadion antreten zu können, sondern ins Ramat Gan von Tel Aviv ausweichen zu müssen. Da legten die Bayern vor fünf Jahren mit einem 1:0 gegen Maccabi Tel Aviv schon einmal den Grundstein zum Überstehen der Gruppenphase.

Von Christian Kunz, dpa

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Maccabi Haifa: Davidovitch -­ Meshumar, Teixeira, Keinan, Masilela ­- Boccoli, Kayal -­ Katan, Golasa -­ Ghadir, Dabalischwili

FC Bayern München: Butt ­- Lahm, van Buyten, Badstuber, Pranjic -­ Altintop, Timoschtschuk, Schweinsteiger -­ Robben, Gomez, Ribéry

Schiedsrichter: Skomina (Slowenien)

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