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Beckenbauer sorgt sich um die Bayern-Abwehr

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Franz Beckenbauer sorgt sich um die Bayern-Defensive.

München - Die Bayern-Gala gegen den VfL Wolfsburg hat die Bundesliga aufgeschreckt - doch Franz Beckenbauer macht sich Sorgen um seinen Münchner Club.

“Unser Problem ist die Defensive“, sagte der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Donnerstag in München und nahm den Cheftrainer in die Pflicht: “Ich hoffe, dass Louis van Gaal das bald in den Griff bekommt.“ An einem Sieg der Bayern am Samstag in Dortmund zweifelt er allerdings nicht. “Es tut mir leid für die Borussia, aber wir brauchen die drei Punkte“, sagte Beckenbauer bei der Präsentation der Sat.1- Fußballsendung “ran“.

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Angesichts der Defensivschwächen bedauerte Beckenbauer im Nachhinein, dass der brasilianische Abwehrchef Lucio an Inter Mailand verkauft wurde. “Es war vielleicht ein Fehler, ihn hergegeben zu haben. Lucio war jahrelang ein großer Rückhalt“, meinte der Aufsichtsrats-Chef, der insbesondere Defizite in der Innenverteidigung ausgemacht hat: “Van Buyten hat vorige Saison kaum gespielt, und von Badstuber habe ich vor zwei Monaten nicht gewusst, dass es ihn gibt.“

Für Torhüter Michael Rensing sieht Beckenbauer kaum noch eine Zukunft in München. “Um ihn tut es mir ein bisschen leid, aber so kommt er hier nicht weiter“, meinte der bald 64-Jährige. Ähnlich hatten sich bereits Oliver Kahn, der Rensing zu einem Vereinswechsel riet, und Sepp Maier geäußert, der ein Tauschgeschäft zwischen Rensing und Schalke-Schlussmann Manuel Neuer vorgeschlagen hat.

In der Champions-League geht Beckenbauer davon aus, dass die Bayern das Achtelfinale erreichen. “Aller andere wäre eine Riesenenttäuschung“, sagte der Präsident vor dem ersten Spiel am kommenden Dienstag bei Maccabi Haifa, “aber wir sind in einer der schwersten Gruppen. Selbst Haifa ist nicht von schlechten Eltern.“

Beim Privatsender SAT.1, der alle Spiele der Champions League und der Europaliga übertragen wird, steht Beckenbauer als Experte vor der Kamera. “Es macht mir immer noch Spaß“, versicherte er, “ich war 45 Jahre lang unterwegs. Jetzt kann ich nicht den ganzen Tag daheim sitzen und auf die Kinder aufpassen.“ Im Fernsehen und auch sonst will er sich in Zukunft und auch nach dem Ende seiner Präsidentschaft im November mit Kritik an den Bayern nicht zurückhalten. “Es kann sein, dass ich ab dann ein bisschen deutlicher werde. Die letzte Zeit habe ich viel Rücksicht genommen, auch wenn das nicht so rüberkam. An der Säbener Straße sind sie sehr empfindlich.“

dpa

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