BVB-Watzke und Bayern-Brazzo ziehen vom Leder 

Großes Fernduell zwischen Bayern und dem BVB: Das Gift-Finale um die Schale

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Die Meisterschale - geht sie diesmal wieder nach München oder doch nach Dortmund?

Vor dem Herzschlagfinale um die Meisterschale am kommenden Wochenende wird es giftig: Zwischen den Chefetagen der Bayern und der Dortmunder ist jetzt verbales Säbelrasseln angesagt.

München - Zum ersten Mal seit zehn Jahren entscheidet sich die deutsche Meisterschaft am letzten Spieltag. Grund genug für die Dortmunder und Münchner Titelaspiranten, die Schmusebeziehung aus den vergangenen Jahren aufzukündigen und wieder die guten, alten Giftpfeile aus dem Keller zu holen. Kaum war nach dem 0:0 der Bayern in Leipzig und dem 3:2 der Borussia gegen Düsseldorf klar, dass es kommendes Wochenende zu einem Herzschlagfinale um die Meisterschale kommt, schossen sich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic warm. Wie früher gehört der Psychokrieg scheinbar auch dieses Jahr wieder zum Titelduell dazu. Das Gift-Finale um die Schale!

BVB-Chef Watzke: „Der Druck wandert jetzt weiter Richtung Süden“

„Wir haben der Bundesliga ein Finale am letzten Spieltag beschert. Das tut der Liga gut und macht uns stolz“, so Watzke am Samstag. Und weiter: „Wir hatten brutalen Druck. Der Druck wandert jetzt weiter Richtung Süden. Bayern kann alles verlieren, wir können alles gewinnen.“ Sätze, die Salihamidzic nicht auf sich sitzen lassen wollte. Im Sportstudio konterte der Bosnier: „Alles können die nicht gewinnen. Sie können nur die Meisterschaft gewinnen, im Pokal sind sie ja schon raus.“ Zu einem Jubelfoto des BVB aus der Kabine fügte Brazzo an: „Am Ende wird abgerechnet. Mal sehen, wer nächste Woche die Fotos aus der Kabine twittert.“

So weit die Ansage der Münchner, dabei blieb es jedoch nicht. Salihamidzic in Richtung des Dortmunder Geschäftsführers: „Herr Watzke hat sich schon letzte Woche bei mir nicht beliebt gemacht. Ich bin kein Fan der großen Schnauze.“ Rückblick: Über einen möglichen Titelgewinn des FCB hatte Bayerns ziemlich bester Feind kürzlich gesagt: „70 Prozent der Deutschen drücken gefühlt Dortmund die Daumen. Wenn die Meisterfeier auf dem Marienplatz stattfindet, kommen 3000 Leute plus 1500 Touristen, die gucken: Was ist denn da los?“

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FCB-Boss Hoeneß gibt sich entspannt

Worte, die noch an die psychologische Kriegsführung aus den Kloppo-Jahren erinnern. Es waren die Hochzeiten der Rivalität zwischen Schwarzgelb und Rotweiß, große Schuld daran trugen vor allem Watzke auf der einen sowie Rummenigge/Hoeneß auf der anderen Seite. Gerade Letztere scheinen sich in diesem Jahr aber zurückhalten zu wollen. Auf die Frage, ob er in den kommenden Tagen mit markanten Sprüchen aus Dortmund rechne, sagte Hoeneß nur: „Wenn ihr euch ein bisschen zurückhalten würdet, haben wir eine ruhige Woche. Die Unruhe kommt nur von der Presse.“ Und weiter: „Ich werde sechs oder sieben Tage wunderbar schlafen. Weil ich weiß: Wenn sie so spielen wie heute, so kämpfen, so fighten, sich so reinhauen – dann sind wir am Samstag Deutscher Meister.“

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FC Bayern hat alles selbst in der Hand

Die Rechnung ist ganz einfach: Die Bayern können den Titel nur noch verspielen, wenn sie am Samstag gegen Frankfurt verlieren und die Dortmunder gleichzeitig in Gladbach drei Punkte holen. Bei allen anderen Konstellationen feiern die Münchner Schale Nummer 29 – selbst bei Punktgleichheit nach einem FCB-Remis und einem BVB-Sieg, schließlich ist das Torverhältnis der Roten aktuell um 17 Treffer besser als das des BVB. Der Druck liegt aber nur in München. Watzke sprach es aus. Und Salihamidzic gab ihm schließlich recht: „Wenn wir Meister werden, ist die Saison eine 2+. Wenn wir nicht Meister werden, war es eine Scheißsaison.“ Ehrlich.

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