Lahm: "Nicht zu stoppen"

Das macht die Bayern so stark

Wer kann diese Bayern stoppen?
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Wer kann diese Bayern stoppen?

München/Stuttgart - Der FC Bayern glänzt, Fußball-Deutschland staunt.

Das 5:1 im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart zeigt: Die Bayern sind da, wo sie nach eigener Einschätzung hingehören: meilenweit vor der Konkurrenz. Manager Uli Hoeneß verzückt: „Das war wie aus einem Guss, uns ist alles gelungen. Man hat in der Vorbereitung gemerkt, dass wir gut drauf sind. Aber das konnte man nicht erwarten. Die Konkurrenz weiß jetzt, wo der FC Bayern steht.“ Und wenn die Bayern dieses Niveau auch nur annähernd halten, kann sich der Rest der Liga nur noch um Platz zwei streiten.

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Gewünscht hatten sich die Bayern so eine Vorstellung, erwartet sicher nicht. Um so größer die Freude. „Für uns ist es wichtig, jedem zu zeigen, dass wir bereit sind. Bereit dazu, Hoffenheim zu überholen und bereit den Titel zu gewinnen. Die Art und Weise unseres Sieges hat unsere Qualität offenbart, das war beeindruckend“, resümmierte ein glücklicher und gelassener Jürgen Klinsmann. Zu Beginn seiner Amstzeit wollte man ihm nicht glauben, wenn er auf Zeit spielte, seine Erklärungen wiederholte und um Geduld bat. Nun müssen ihm die Kritiker Recht geben. Von Zufall kann nach diesem bajuwarischen Fußball-Fest nicht die Rede sein. Klinsmann: „Wir haben jetzt unseren Rhythmus und zeigen, wer wir sind. Jetzt sind wir voller Selbstvertrauen und wollen in allen Wettbewerben bis zum Schluss dabei sein.“

Und wie erklärt sich diese Glanzleistung, was macht die Bayern so stark?

Die Vorbereitung. „Diesmal waren in der Vorbereitung alle Mann an Bord und das war sehr wichtig. Auch deshalb hat es so gut ausgesehen“, meint Philipp Lahm. Weltmeister Luca Toni dazu; „Wir sind ein unangenehmer Gegner, haben uns gut vorbereitet und sind körperlich optimal drauf. Viel besser kann man nicht spielen.“

Die individuelle Klasse. Nochmal Lahm: „Wir haben uns vorgenommen, das Mittelfeld eng zu halten. Das ist gelungen. Wenn wir unsere Leistung bringen, stoppt uns keiner in der Liga, unsere individuelle Klasse ist einfach zu groß.“

Die Taktik: Darüber staunte auch der Bundestrainer. „Sie spielen nach Ballgewinn wahnsinnig schnell nach vorne“, lobt Löw das Bayern-Spiel. Schnelles Umschalten, mit Vollgas den Gegner an die Wand drücken, das ist Klinsis Philosophie.

Die Coolness. Lahm zum Dritten: „Wir können die Liga dominieren. Es war nicht so leicht, wie’s ausgesehen hat.“ Schwieriges einfach aussehen lassen, das können eben nur die Großen.

Vier Erfolgsgeheimnisse des FC Bayern 2009. Und ein weiteres muss in Zukunft sein, nicht in Übermut zu verfallen. Eine Kunst, die sich auch diese dominanten Bayern zu Herzen nehmen sollten, wie ihr Kapitän mahnt. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht überheblich werden. Wenn man in Stuttgart 5:1 gewinnt, muss man auf dem Boden bleiben“, sagt Mark van Bommel.

Verinnerlicht hat diese Einstellung des Kapitäns auf jeden Fall der Keeper. Michael Rensing, kaum geprüft und nur beim Stand von 5:0 einmal überwunden sagt zur tz: „Das Gegentor ist mir im ersten Moment total auf den Sack gegangen.“ Sie streben also nach Perfektion, die Bayern 2009 – ist das schon das Ziel für die Rückrunde? Uli Hoeneß cool: „Weiterhin gut Fußball spielen.“ Und genau davor hat die Konkurrenz Angst…

mv, ta

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Quelle: tz

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