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Die nächste Hürde zur Maß-Wiesn meistern

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RWO soll für die Bayern kein Stolperstein auf dem Weg nach Berlin werden. © dpa

München - Patzen verboten: Nach dem gelungenen Wiesn-Start will Rekord-Pokalsieger FC Bayern München gegen Rot-Weiß Oberhausen die zweite Hürde bei seinem langen Anlauf zu einem Oktoberfest nach Maß meistern.

"Oberhausen wird insofern ein Thema, weil alle glauben, dass wir schon gewonnen haben", warnte Manager Uli Hoeneß jedoch vor dem ungleichen Duell mit dem Zweitligisten am Dienstag in der Münchner Arena. Doch ernsthaft glaubt niemand an eine Sensation wie vor 18 Jahren, als der damalige Zweitligist FC Homburg dem großen FC Bayern die bislang letzte Pokal-Heimpleite zufügen konnte.

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Erst am letzten Wiesn-Tag Anfang Oktober geht es für die Bayern aufs Oktoberfest, zuvor steht gegen RWO die wohl leichteste Aufgabe beim Marathon mit fünf Spielen in 15 Tagen an. "Wir dürfen nicht an die Wiesn denken", sagte Derby-Matchwinner Daniel van Buyten. "Wir haben viele Spiele vor uns und wollen die Konzentration nicht verlieren." Das Programm hat es in sich: "David" Oberhausen folgt am Samstag das Spiel beim Hamburger SV, Juventus Turin in der Champions League und in der Bundesliga der 1. FC Köln kommen an die Isar.

Einen Vorgeschmack auf die Partie gegen Oberhausen erlebten die Münchner beim 2:1 im Derby gegen die "Betonmauer" (Hoeneß) von Bundesliga-Rückkehrer 1. FC Nürnberg. Gegen die defensiven Franken tat sich das Team von Bayern-Trainer Louis van Gaal lange schwer, bis der Sieg zum Wiesn-Start perfekt war. "Man hat das ja alles schon erlebt", sagte Hoeneß: "Man spielt 90 Minuten auf ein Tor, hat 70 Prozent Ballbesitz und steht am Ende mit leeren Händen da."

Geduld dürfte für den 14-maligen Cupsieger auch gegen RWO höchstes Gebot sein. "Wenn man so viele Spiel hat im Drei-Tages-Rhythmus, gibt es mit Sicherheit immer mal solche Spiele, in denen es nicht so rund läuft", sagte Philipp Lahm. "Die muss man gewinnen, abhaken und danach geht es schon wieder weiter." Womöglich wird Rotations-Gegner van Gaal dem einen oder anderen Akteur eine Pause gönnen. "Wir haben eine schwere Saison und ich habe einen breiten Kader."

Auch nach der 0:4-Klatsche bei der SpVgg Greuther Fürth ist die Euphorie bei Oberhausen vor dem Kräftemessen mit dem FC Bayern ungebrochen. "Ich habe nichts dagegen, bei den Bayern zu gewinnen. Wenn man von diesem Triumph nicht träumen würde, bräuchte man dort nicht hinzufahren", sagt Präsident Hajo Sommers keck. Mut macht den Gästen nicht nur die Unterstützung ihrer Fans, die per Sonderzug an die Isar reisen. Auch die - nach erst einem Auftritt bei 1860 München - nicht ganz ernst gemeinte Arena-Bilanz lässt Sommers hoffen. "Wir sind in der Allianz Arena noch ungeschlagen."

Dass die Gäste wie einst im August 1991 die Homburger, die 4:2 nach Verlängerung siegten, in München nichts zu verlieren haben, weiß auch Oberhausens Sportlicher Leiter. "Ein Auswärtsspiel in München ist für uns wesentlich lukrativer als andersherum", sagte Hans-Günter Bruns im "kicker" - und freut sich über den finanziellen Segen: "Unserem Gesamtetat von rund sechs Millionen Euro tut diese Partie sehr, sehr gut."

Von Michael Fox und Christian Kunz , dpa

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