Kimmich vor Comeback

Kimmich trainiert wieder: FCB-Star noch in diesem Jahr zurück auf dem Platz? Flick hat einen Plan

Joshua Kimmich laboriert an der schwersten Verletzung seiner bisherigen Karriere. Bayern-Trainer Hansi Flick glaubt nicht an eine Rückkehr in diesem Jahr.

  • Joshua Kimmich verletzte sich im November schwer - und hat die Rückkehr ins Mannschaftstraining vor Augen.
  • Der Mittelfeldmotor des FC Bayern spricht über die schwere Zeit nach seiner ersten ernsthaften Verletzung.
  • Bayern-Trainer Hansi Flick will dem 25-Jährigen „die Zeit geben, die er braucht.“

Update vom 12. Dezember, 22 Uhr: Joshua Kimmich ist ein extrem ehrgeiziger Profi. Nach seiner schweren Verletzung sah man den 25-Jährigen zuletzt schon wieder an der Säbener Straße beim Training mit dem Ball. Die Hoffnung auf eine Rückkehr in der Bundesliga noch in diesem Jahr wuchs. Doch vor dem Gastspiel bei Union Berlin sprach Hansi Flick ein Machtwort und erwartet seinen Schützling wohl erst im Januar zurück. „Es ist angedacht, dass er nächste Woche trainiert. Es ist wichtig, dass man da keinen Schritt zu früh macht, sondern abwartet, wie alles verläuft. Aktuell sind wir sehr froh mit dem Verlauf und wir hoffen natürlich, dass es so weiter geht“, sagte Flick im Interview bei Sky.

Kimmich hatte sich Anfang November am Knie verletzt und arbeitet nach einer Meniskus-Operation derzeit an seinem Comeback. „Er wird auch nichts dagegen haben, wenn er erst im Januar wieder spielt“, sagte Flick auch mit Blick auf die hohe Belastung der Nationalspieler des Champions-League-Siegers in diesem Jahr. „Es ist wichtig, dass wir ihm die Zeit geben, die er braucht, um dann wieder bei hundert Prozent zu sein.“ In diesem Jahr sind die Bayern in der Liga noch gegen den VfL Wolfsburg und bei Bayer Leverkusen gefordert.

Flick lobte die Professionalität des 25-jährigen Mittelfeldspielers. „Er macht eine sensationelle Reha“, sagte der FCB-Coach. „Ich sehe jeden Tag wie akribisch er arbeitet. Das zeigt natürlich, dass er ein wahnsinniger Profi ist und das positiv angeht.“

Erstmeldung vom 11. Dezember:

München - Joshua Kimmich hat sich längst zu einem etablierten Leistungsträger in der Startruppe des FC Bayern München entwickelt. Nichtsdestotrotz lernte der deutsche Nationalspieler jüngst eine Seite des Profilebens kennen, die für ihn zuvor noch Neuland war: Nach seiner schweren Verletzung im Bundesliga-Duell mit Borussia Dortmund laboriert der 25-Jährige derzeit an den langwierigen Folgen.

FC Bayern: Joshua Kimmich ging nicht den „gesünderen“ Weg - Und kehrt schon bald zurück

„Mein Knie hat sich beschissen angefühlt. (...) Ich hatte die Angst, dass ich aufwache und mein Knie immer noch steif ist. Dann war da die Angst vor der Operation selbst“, schildert der Mittelfeld-Motor des FCB über die schwere Zeit der vergangenen Wochen. Dabei hätte Kimmich, der 2015 von RB Leipzig zum Rekordmeister aus München wechselte, auch wesentlich länger ausfallen können.

Wie der Auswahlspieler erläutert sei unklar gewesen, was genau bei der Operation passieren würde. „Besser und gesünder“ wäre es demnach gewesen, die erlittene Wunde beim 3:2-Erfolg gegen den BVB zu nähen. Dann wäre er jedoch „vier bis fünf Monate ausgefallen“, sagt der gebürtige Schwabe in einem Sonderheft des Stern. Laut Kimmich sei Nähen jedoch nicht möglich gewesen - weshalb stattdessen operativ ein Meniskus-Teil entnommen wurde.

Joshua Kimmich beim FC Bayern bald wieder der Alte? „Habe mich unverletzbar gefühlt“

Somit war der Ausfall letztlich wesentlich kürzer - gerade mal sechs Wochen - und der Mittelfeldmann trainiert bereits wieder mit Ball, absolviert dazu Laufeinheiten. Die wesentliche Frage, die Fans und Mannschaft des FC Bayern München umtreibt: Kann Joshua Kimmich nach seiner Rückkehr wieder zu alter Stärke finden? Wer schonmal eine derartige Verletzung hatte weiß, dass die Befürchtung vor einem neuerlichen Rückschlag nicht leicht aus dem Hinterkopf zu bekommen ist.

Über die Zeit vor der Verletzung sagt Kimmich: „Ich habe mich unverletzbar gefühlt“ (...) und durch zusätzliches Training „eine gewisse Rüstung zugelegt“. Der Taktgeber des FC Bayern glaubt daran, dass ihn diese Rüstung „auch in Zukunft schützt“.

Am 11. Spieltag geht es für den FC Bayern München zu Union Berlin. Was nach David gegen Goliath aussieht, könnte sich für den Rekordmeister als schwere Hürde erweisen. Hier geht‘s zum Live-Ticker. (PF)

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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