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Die Bayern verderben Poldi die Party

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Mario Gomez (r.) erzielte das 1:0 für die Bayern. © dpa

Köln - Es sollte die riesige Poldi-Party werden. Ein Fest zu Ehren des heimgekehrten Lukas Podolski, der erstmals seit seiner Rückkehr wieder im Trikot des 1. FC Köln im Müngersdorfer Stadion auflief.

Poldi wieder zurück in Köln! Richtig viel zu feiern hatten die FC-Fans jedoch nicht. Mit 2:0 besiegten die Bayern den 1. FC Köln – und von Lukas Podolski, dem gefeierten Helden der Domstadt, war so gut wie überhaupt nichts zu sehen. Bayern zockt Poldi ab!

Die wertvollsten Bayern-Spieler

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Neben der Party sollte das Spiel zwischen Bayern und dem 1. FC Köln aber vor allem auch eines sein: ein ernsthafter Test. Immerhin sind es nur noch wenige Tage bis zum Beginn der Saison 2009/10, die Chancen sich dem Trainer zu präsentieren werden immer weniger. So wurde Poldis Ablösespiel alles andere als ein lockerer Sommerkick. Beide Mannschaften hatten vor dem Spiel mit argen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Bei den Kölnern fehlte vor allem Torjäger Milivoje Novakovic (16 Tore), die Bayern mussten auf Franck Ribéry verzichten. Auch Luca Toni, Ivica Olic und Thomas Kraft machten die Reise nach Köln erst gar nicht mit.

Dennoch wurde van Gaals Aufstellung mit Spannung erwartet. Galt sie doch als richtungweisend für die Start­elf im ersten Pflichtspiel. Und van Gaal zeigte erneut, dass er keinen Respekt vor großen Namen hat. Er vertraute zwei jungen Ex-Amateuren: Holger Badstuber verteidigte von Beginn an, Thomas Müller übernahm sogar die Spielmacherrolle von Ribéry. Demichelis, Timoschtschuk und Schweini saßen nur auf der Bank. Und die Bayern zeigten von Beginn an, wie ernst sie den Test gegen den 1. FC Köln nahmen.

Das Resultat: Bayern machte ordentlich Druck, der FC kam so gut wie gar nicht zum Zuge. Vor allem Hoffnungsträger Lukas Podolski tauchte in der ersten Hälfte komplett unter. Dabei hatte ihn Uli Hoeneß vor dem Spiel noch so sehr gelobt. „So wie Lukas in den letzten Wochen unter Jupp Heynckes bei uns gespielt hat, haben wir schon überlegt, ob es ein Fehler war ihn abzugeben. Da hat er gezeigt, dass er ein großartiger Spieler ist“, sagte der Bayern-Manager.

Die Rückennummern der Bayern

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Zu sehen war davon aber nichts. Dafür zeigte Poldis Nachfolger bei den Bayern, Mario Gomez, seine enormen Qualitäten: die erste echte Chance – schon war der Ball drin. Und so war’s passiert: Der starke Altintop hatte den Ball von Petit gewonnen und zu Klose gepasst. Der legte im richtigen Moment auf Gomez ab und der neue Bayern-Torjäger brauchte nur noch einzuschieben – 1:0 (18.).

Bayern blieb klar überlegen, Chancen spielten sie sich bis zur Pause aber nicht heraus. Zur Halbzeit dann das bekannte Prozedere: Louis van Gaal tauschte beinahe seine komplette erste Elf aus. Acht gingen, acht kamen. Das Bild auf dem Rasen blieb das gleiche: Bayern dominant, selbstbewusst, überlegen – auch wenn der spielerische Glanz ab und an fehlte. Dann der Auftritt von Bastian Schweinsteiger: eingewechselt (70.), zwei Minuten und zwanzig Sekunden später erzielt er per Kopf das 2:0.

So empfiehlt man sich seinem Trainer für die Startelf. Van Gaal dürfte es registriert haben. Am Ende passierte nicht mehr viel, die Bayern schaukelten den Sieg locker über die Zeit. Schlusswort Lukas Podolski: „Es ist ein überragendes Gefühl nach drei Jahren wieder zurück zu sein, aber Bayern war heute einfach eine Nummer zu groß.“

Jan Janssen

Spiel-Statistik FC Bayern: Butt (46. Rensing) – Lahm (46. Lell), van Buyten (46. Demichellis), Badstuber (46. Breno), Braafheid (46. Ottl) – van Bommel (46. Timoschtschuk), Pranjic (86. Görlitz), Müller, Altintop (46. Sosa) – Klose (46. Baumjohann), Gomez (70. Schweinsteiger). –

Tore: 0:1 Gomez (18.), 0:2 Schweinsteiger (73.).

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