Bayern gegen Dortmund am Samstag

Superstürmer-Duell: Lewandowski ist (noch) besser - in einem Punkt hat Haaland aber die Nase vorn

Die Bild-Kombo zeigt Robert Lewandowski (l.) von Bayern am 19. Januar 2020 in Berlin und Erling Haaland von Dortmund am 08. Februar 2020 in Leverkusen.
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Robert Lewandowski (l.) gegen Erling Haaland - wer setzt sich im direkten Duell durch?

Bayern gegen Dortmund - das Topspiel ist auch das Duell der wohl besten Goalgetter der Liga, Robert Lewandowski gegen Erling Haaland. Noch ist der Weltfußballer dem Youngster klar voraus.

München - Ganz Europa richtet seinen Blick am Samstagabend nach Fröttmaning. Das hat nur bedingt mit den beiden Mannschaften zu tun, schließlich handelt es sich beim Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund ausnahmsweise nicht um das des Ersten gegen den Zweiten. Der BVB liegt abgeschlagen auf Platz fünf, die Rolle des Verfolgers haben die zwei Punkte hinter den Münchnern liegenden Leipziger übernommen.

Und im Osten der Republik hofft man neben einem Sieg von RB Leipzig in Freiburg auf die Schützenhilfe der Borussen beim Aufeinandertreffen der besten Scharfschützen des Kontinents. Wunderkind Erling Haaland trifft auf Weltfußballer Robert Lewandowski. Die zwei Tormaschinen vom Dienst messen sich in der Allianz Arena und ganz Europa schaut zu. Dabei ist eigentlich jetzt schon klar, wer – rein statistisch – der bessere Bomber ist.

Die ewige 40 von Gerd Müller scheint für Lewandowski greifbar

Zahlen lügen nicht. Erst recht nicht die des 32-jährigen Polen in der laufenden Saison. Mit 28 Toren in 22 Bundesligapartien könnte man Lewandowski die vierte Torjägerkanone in Folge eigentlich bereits jetzt überreichen. Und sein erster Verfolger ist erstaunlicherweise nicht der 20-jährige Norweger in Diensten des BVB, sondern Frankfurts André Silva mit 19 Treffern. Erst danach kommt, wohl auch verletzungsbedingt (er verpasst fünf Spiele), Haaland mit ebenso beachtlichen 17 Treffern.

Lewandowski knipst dennoch in einer anderen Welt: In den ersten fünf Spieltagen erzielte er zehn Treffer, zwischen dem elften und dem 19. traf er ohne Pause (Rekord!) – dreimal in Folge sogar per Doppelpack. Dass er gegen seine Ex-Mannschaft am Samstag weiter Boden gut macht auf die ewige 40 von Gerd Müller, ist bei seiner Bilanz gegen den BVB nicht unwahrscheinlich: In 22 Partien gegen die Borussia traf Lewy 19 Mal, nur gegen Augsburg (20), Schalke (21) und Wolfsburg (24) traf er öfter.

Haaland verzweifelt an Lewandowskis Torausbeute

Lewandowski bringt sogar Haaland selbst zum Verzweifeln, wie das Dortmunder Juwel jüngst auf der Streaming Plattform Viaplay zugab. „Wenn ich ein Tor schieße, denke ich immer: eines mehr, um ihn einzuholen! Aber dann schießt er einfach noch einen Hattrick, als wäre es das Normalste auf der Welt“, verzweifelte Haaland. Was der Pole insbesondere in dieser Saison vor dem Tor abliefere, sei verrückt. Dieser Mann ist verrückt. Einfach nur verrückt.“

Auch der Blick auf die Durchschnitttswerte pro 90 Minuten geht sowohl bei Toren (1,4 bei Lewy, 1 bei Erling) als auch bei Nicht-Elfmeter-Toren (1,2/1) und der Chancenverwertung (38%/35%) an Lewy. Der Pole ist genau an der Hälfte aller FCB-Tore beteiligt, der Borussen-Jungspund nur an 45 Prozent. Immerhin: Bei der Schussgenauigkeit liegt Haaland mit 65 Prozent über Lewandowski mit 59 Prozent. Gegen die Bayern hat er in drei Aufeinandertreffen zwei Tore erzielt. Insbesondere die Leipziger dürften hoffen, dass am Samstag der eine oder andere dazukommt. - José Carlos Menzel López

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