Abwehr-Taktik im Champions-League-Achtelfinale

FC Bayern gegen Chelsea: Führt Flick sein Experiment mit der Dreierkette fort? 

FC-Bayern-Trainer Hansi Flick
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FC-Bayern-Trainer Hansi Flick

Experiment von Hansi Flick: Die Bayern spielten gegen Paderborn mit einer ungewohnten Dreierkette - auch im Champions-League-Achtelfinale wieder?

  • Der FC Bayern München trifft im Champions-League-Achtelfinale auf den FC Chelsea.
  • Die Taktik der Bayern gegen Paderborn war kürzlich eine Dreierkette.
  • Trainer Hansi Flick stellt jetzt klar, ob die Dreierkette in der Champions League erneut zum Einsatz kommt.

München - Mehr als ein vielsagendes Lächeln hatte Manuel Neuer nicht für die Frage übrig, ob der FC Bayern* auch gegen den FC Chelsea mit einer Dreierabwehrkette auflaufen könnte. Dann entschwand der Münchner Kapitän in die Nacht – und mit ihm die Erkenntnis, dass die neue Formation zwar zu drei Punkten gereicht hatte, jetzt aber erst mal wieder in der Schublade von Hansi Flicks* Schreibtisch verschwinden dürfte.

Der Bayern-Trainer hatte sein Team* im 3-4-3-System auf den Rasen geschickt. Hinten spielten Joshua Kimmic h, David Alaba und Lucas Hernandez. Davor besetzten Alvaro Odriozola (rechts) und Alphonso Davies (links) die Flügel, rückten bei Paderborner Angriffen in die Defensivreihe zurück. „Das war der personellen Situation geschuldet“, sagte Flick und meinte die gelbgesperrten Jerome Boateng und Benjamin Pavard.

3-4-3-System beim FC Bayern München: „„Eine Top-Mannschaft muss...“

Joshua Kimmich erklärte: „Paderborn verteidigt im 4-4-2 und wir wollten mit einer Dreierkette gegen zwei Stürmer angreifen.“ Zu Spielbeginn klappte das, der Tabellenletzte aber stellte sich schnell auf die bayerische Formation ein. Odriozola und Davies hatten in Hälfte zwei kaum Offensivszenen. Das Abwehr-Trio hatte Probleme, den schnellen Paderbornern bei Steilpässen zu folgen.

„Eine Top-Mannschaft muss verschiedene Systeme draufhaben“, sagte Kimmich. „So bleiben wir variabel und es ist schwieriger für andere Mannschaften, sich auf uns einzustellen.“ Zudem ging’s darum, dass Flick keine Viererkette mit zwei Linksfüßen (Alaba, Her­nandez) in der Innenverteidigung aufstellen wollte. Neuer: „Wir haben in Köln versucht, mit zwei Linksfüßen zu spielen. Das hat nicht gut geklappt, Köln hatte viele Chancen. Wir mussten etwas ändern!“

FC Chelsea - FC Bayern München: Rückkehr zur Viererkette

Und so liefen die Münchner gegen Paderborn erstmals seit dem 30. April 2016 (1:1 gegen Gladbach) wieder mit einer Dreierabwehr auf. Damals unter Pep Guardiola bestand die aus Serdar Tasci, Medhi Benatia und Jerome Boateng. Am Dienstag in London kehrt der FC Bayern allerdings zur Viererkette zurück*, das machte Flick klar. Pavard übernimmt wieder als Rechtsverteidiger, Davies hinten links.

Bleibt die Frage, welcher Innenverteidiger auf die Bank muss. Wahrscheinlich trifft es Hernandez. Der zeigte sich nach dem Paderborn-Spiel durchaus selbstkritisch, meinte: „Es steht außer Frage, dass ich noch nicht bei 100 Prozent bin.“


Jonas Austermann, José Carlos Menzel López


Mehr zum Thema im Video: Alaba: "Chelsea hat eine gut Qualität - wir aber auch"

Behält Hansi Flick seine Dreierkette bei? Wer spielt von Beginn an? Die Pressekonferenz von FCB-Bayern-Trainer Flick und Joshua Kimmich vor dem Chelsea-Match im Live-Ticker. Sportdirektor Hasan Salihamidžić verriet, wie viele Superstars sich der FC Bayern leisten kann.

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