FCB-Stars seltener verletzt

Gesunde Weihnachten: Das macht Carlo besser als Pep

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Carlo Ancelotti konnte durch geschickte Rotation ständig mit seinen fitten Stars rechnen.

München - Der FC Bayern geht mit so wenigen Verletzten wie schon lange nicht mehr in die Winterpause. Das ist vor allem Trainer Carlo Ancelotti zu verdanken.

Negativer Spitzenreiter: Die Bayern waren in der vergangenen Saison die Mannschaft mit den meisten Ausfalltagen durch Muskelblessuren, ganze 688 an der Zahl.

Das Ende eines Jahres ist auch die Zeit der Rückblicke. Zum Beispiel auf die Situation des FCB vor dem Weihnachtsfest 2015. Sportlich ging es fast nicht besser. Spitzenreiter in der Bundesliga, satte acht Punkte vor dem BVB und in den Pokalwettbewerben jeweils für die nächste Runde qualifiziert. Nicht ganz so besinnlich sah es hingegen im Lazarett der Roten aus, wie die Verletztenliste vor dem Trainingslager in Doha belegt. Ribéry, Robben, Götze, Alaba, Bernat, Lahm, Vidal, Benatia, Costa – jeder einzelne von ihnen entweder angeschlagen oder verletzt. Zum Vergleich: Unter Ancelotti geht der FCB mit gerade einmal zwei Lädierten in die Winterpause: Boateng und Coman. Frohes Fest!

Stabiler Wert: Im Schnitt fiel ein FCB-Kicker 27,54 Tage in der Hinrunde aus. Unter Pep waren es noch 30,67 Tage.

Woran das liegt? Allen voran an Ancelotti und seinem Trainerteam! Während Pep Guardiola seine Kicker bereits am Anfang der Saison hohen Belastungen aussetzte und sogar angeschlagene Spieler spielen ließ (Boateng fiel deswegen drei Monate aus), schont der Italiener seine Stars mit Blick auf die Rückrunde. „Das Geheimnis besteht darin, seine Spieler nicht zu verheizen“, sagt Ancelotti, der sich Gerüchten zufolge auch mit der medizinischen Abteilung an der Säbener Straße besser verstehen soll als sein Vorgänger.

Unter Pep fielen die Bayern länger aus

Und die Ergebnisse geben ihm recht. Nicht nur, dass er ab dem 3. Januar in Doha fast mit der gesamten Mannschaft die Rückrundenvorbereitung aufnehmen kann, auch während der Hinserie musste Carlo auf weniger Spieler verzichten als Guardiola. Addiert man die Dauer der einzelnen Verletzungen in der Hinrunde und teilt sie durch die Kadergröße, erhält man eine Durchschinttsausfallzeit von 27,54 Tagen unter Ancelotti. Bei Pep waren es nach der Hinrunde 2015 30,67 Tage. Ebenfalls auffällig: Vergangene Saison war Peps FCB die Mannschaft mit den meisten Ausfalltagen aufgrund von Muskelverletzungen in der Bundesliga. Sage und schreibe 688 Tage fielen Bayernkicker wegen Muskelproblemen aus, der BVB kam hier gerade mal auf 150.

In Erinnerung geblieben ist zudem das CL-Halbfinale 2015, als die Bayern ohne Ribéry, Robben, Alaba und Badstuber auf Barcelona trafen – und darauf ausschied. Will der FCB bei der diesjährigen Vergabe der Königsklasse wieder ein Wörtchen mitreden, müssen sämtliche Spieler in der Rückrunde in Top-Verfassung sein. Ancelotti weiß das. „Entscheidend sind Februar, März und April“, sagte er. „Auf diese Phase müssen wir uns vorbereiten.“ Bis jetzt ist ihm das gut gelungen.

José Carlos Menzel López

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