Potenzielle Einkaufsliste 

Nach der Hoeneß-Ankündigung: Diese Superstars kommen nächstes Jahr für Bayern in Frage

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Wie kommt Paolo Dybala mit dem neuen starken Mann an seiner Seite zurecht? 

Nach der Ankündigung von Uli Hoeneß, dass der FC Bayern München im nächsten Jahr groß einkaufen könnte, wird heftig über Namen spekuliert. Diese Spieler könnten dann zu den Bayern wechseln.  

München - Während andere Mannschaften wie Juventus Turin mit Toptransfer Cristiano Ronaldo oder der FC Barcelona in diesem Sommer hohe Summen auf dem Transfermarkt investierten, hält sich der FC Bayern München noch bemerkenswert zurück. Leon Goretzka kam ablösefrei, Talent Alphonso Davies wurde für zehn Millionen Euro verpflichtet.

Eine mögliche Erklärung für die defensive Strategie auf dem Transfermarkt lieferte Uli Hoeneß bei seinem jüngsten Rundumschlag in der Sendung „Wontorra - Der Fußball-Talk“ auf Sky. „Wir sammeln im Moment etwas Geld ein für den Fall dass wir nächstes Jahr größer einkaufen müssen. Das entscheiden die Spieler in dieser Saison. Nur Geld auszugeben, um das Sommerloch der Medien auszufüllen, halte ich für falsch“, so der 66-Jährige. „Es wird der Tag kommen, wo auch wir wieder Geld in die Hand nehmen müssen, gar keine Frage. Aber nicht diejenigen, die am meisten Geld ausgeben, gewinnen auch am meisten“, glaubt Hoeneß. Dennoch deuten die Aussagen auf mindestens einen Krachertransfer im nächsten Sommer hin. Dieser sollte aufgrund der Personal- und Altersstruktur vermutlich die Offensive des Rekordmeisters verstärken. Wir haben uns mit möglichen Kandidaten beschäftigt, die der FC Bayern im nächsten Sommer als Königstransfer verpflichten könnte. 

Paolo Dybala (Juventus Turin): 24 Jahre, 110 Millionen Euro Marktwert*

Dybala gehört zweifelsohne zur fußballerischen Crème de la Crème des Kontinents. Der kleine Argentinier in Diensten von Juventus Turin ist der Prototyp des modernen Offensivspielers, der eine Vielzahl an Stärken in seinem Spiel vereint. Er ist schnell, trickreich, spielintelligent und mit einem herausragenden linken Fuß gesegnet. Zudem ist er im Offensivbereich auf fast allen Positionen einsetzbar. So kann er auf der Zehn agieren, den zweiten Stürmer geben oder auf die Flügel ausweichen. 

Fazit: Die Vielseitigkeit von Dybala ist sicher ein großer Pluspunkt. Allerdings fühlt er sich im Zentrum am wohlsten, hier kommt seine überragende Übersicht am besten zu Tragen, die Außen sind eher Ausweichpositionen. Auf der Zehn hingegen sind die Bayern mit James Rodriguez und Thiago bereits erstklassig besetzt, viel hängt wohl davon ab, mit welchem System Kovac zu spielen plant. 

Zudem hat Dybala noch einen Vertrag bis 2022 und dürfte dementsprechend teuer sein. Die Bayern müssten wohlüber die 100-Millionen-Marke springen, um überhaupt eine Chance zu haben. Profitieren könnten die Bayern von der Verpflichtung Cristiano Ronaldos: Je nach System könnte der Superstar Dybala eine Menge Spielzeit klauen und diesen so über einen Wechsel nachdenken lassen

Wahrscheinlichkeit eines Transfers: 30%

Antoine Griezmann (Atletico Madrid): 27 Jahre, 120 Millionen Euro Marktwert*

Bekommt Corentin Tolisso bald weltmeisterliche Unterstützung beim FC Bayern? Immer wieder wird Antoine Griezmann mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht. Der Franzose steuerte bei der Weltmeisterschaft sieben Scorerpunkte zum Titelgewinn bei, bei Atletico Madrid überzeugt er auf Klubebene ohnehin seit Jahren - und hält den Colchoneros bisher die Treue. Erst kurz vor der WM verlängerte er seinen Vertrag in der spanischen Hauptstadt trotz heftiger Avancen des FC Barcelona öffentlichwirksam bis 2023. 200 Millionen Euro beträgt seitdem die Ausstiegsklausel für den Stürmer.

Antoine Griezmann (r.), hier im Duell mit Toni Kroos, hält Atletico vorerst wohl die Treue. 

Fazit: Griezmann wäre zweifelsohne die Königslösung für die Bayern. In Anbetracht seiner bisherigen Vereinstreue und der hohen Ausstiegsklausel ist ein Transfer aber eher unwahrscheinlich. Selbst wenn Griezmann an die Säbener Straße wechseln wollen würde, müssten die Bayern die Ausstiegsklausel bedienen oder sich mit Atletico Madrid auf einen niedrigeren Preis einigen. Wirft man einen Blick auf die bisherigen Transferstrategien der Vereine, erscheinen beide Varianten mehr als unrealistisch. 

Wahrscheinlichkeit eines Transfers: 10%

Gareth Bale (Real Madrid): 29 Jahre, 90 Millionen Euro Marktwert*

Gareth Bale ist der dritte im Bunde der internationalen Topstars, die den FC Bayern im nächsten Jahr verstärken könnten. Der Waliser, einst für 101 Millionen zu den Königlichen gewechselt, wurde in Madrid, auch aufgrund vieler Verletzungen, offenbar nie so ganz glücklich. Sollte nun auch die erste Saison ohne Superstar Cristiano Ronaldo für Bale persönlich enttäuschend verlaufen, wäre er einer Luftveränderung möglicherweise nicht abgeneigt. Dass der 29-Jährige mit seiner Schussgewalt und seinem pfeilschnellen Antritt das Offensivspiel der Bayern verstärkte könnte, scheint man auch an der Säbener Straße zu sehen. Bereits dieses Jahr soll man sich mit Bale beschäftigt haben. 

Welche Rolle wird Gareth Bale in Real Madrids Umbruch-Saison einnehmen? 

Fazit: Viel hängt wohl an der Frage, wie der Umbruch bei Real Madrid gelingt und welche Rolle Bale dabei zukommt. Sollte es ihm nicht gelingen sein Potential konstant abzurufen, ist eine Trennung bei entsprechender finanzieller Entschädigung für Real Madrid durchaus realistisch. Allerdings wären die Münchener dann sicher nicht die einzigen Interessenten und hätten vermutlich einen entscheidenden Nachteil: Für den Waliser Bale ist die Premier League sein „natürliches Habitat“. Laut Mirror ziehe Bale, der bei den Tottenham Hotspurs seinen internationalen Durchbruch schaffte, die Premier League der Bundesliga vor. An zu wenig zahlungskräftigen Vereinen dürfte es in England jedenfalls nicht mangeln.

Wahrscheinlichkeit eines Transfers: 25%

Julian Draxler (Paris St. Germain): 24 Jahre, 30 Millionen Euro Marktwert*

Leon Goretzka, Serge Gnabry, Sandro Wagner - die letzten Transfers des FC Bayern deuten daraufhin, dass man wieder verstärkt auf (junge) deutsche Spieler setzt. Insofern wäre ein Transfer von Julian Draxler eine logische Fortführung dieser Politik. Der 24-Jährige wäre im Vergleich zu den Topstars Dybala, Griezmann und Bale sicher ein Regal tiefer angesiedelt - dafür aber eben auch deutlich billiger. Sollte Draxler auch unter dem deutschen Trainer Thomas Tuchel im Pariser Starensemble nicht über die Rolle des Rotationsspielers hinauskommen, scheint ein Wechsel wahrscheinlich. Paris hatte in der letzten und in dieser Transferperiode massiv investiert und wird auch künftig wieder für einzelne Superstars viel Geld auf den Tisch legen wollen. Dementsprechend wird man Platz im Kader und Spielraum in Sachen Financial Fairplay benötigen - ein Draxler-Verkauf könnte beides bringen.

Bald auch im Verein Teamkollegen? Thomas Müller jubelt mit Julian Draxler (r.). 

Fazit: Julian Draxler und der FC Bayern? Das könnte im nächsten Sommer passen und so richtig heiß werden. Die Bayern bekämen für vergleichsweise schmales Geld einen taktisch hervorragend ausgebildeten, kombinationsstarken und vor allen Dingen sehr flexiblen Spieler, der in der Offensive fast alle Positionen bekleiden könnte. Der angedeutete Mega-Transfer wäre der Nationalspieler zwar nicht, dafür aber die pragmatischere und bodenständigere Lösung. Etwas, das Hoeneß gut gefallen dürfte. 

Wahrscheinlichkeit eines Transfers: 65%

Timo Werner (RB Leipzig): 22 Jahre, 60 Millionen Euro Marktwert*

In eine ähnliche Richtung ginge der möglich Wechsel von RB Leipzigs Stürmer Timo Werner, der allerdings die ein oder andere Million teurer werden dürfte als Draxler. Schließlich betont Leipzig immer wieder, den 22-Jährigen so lange wie möglich halten zu wollen. Auf der anderen Seite ist da allerdings das Selbstverständnis des Rekordmeisters, das größte Sturmtalent Deutschlands in seinen Reihen zu haben. Und auch Werner scheint dieser Vorstellung zumindest nicht völlig abgeneigt zu sein.

„Der Fußball ist ja auch so schnelllebig. Wenn man ein Thomas Müller oder Mesut Özil oder Robert Lewandowski werden will, muss man vielleicht irgendwann zwangsläufig zu einem Verein, der in der Champions League ins Halbfinale kommt. So ehrlich muss man einfach sein. So ehrlich bin nicht nur ich, so ehrlich ist auch RB Leipzig, so ehrlich sind auch die Fans. Ich glaube, niemand ist in Leipzig böse, wenn ein Spieler irgendwann dann auch den nächsten Schritt machen möchte“, sagte er in diesem Sommer dem kicker. Die Frage ist nur, wann er diesen machen wird, vielleicht ja schon im nächsten Sommer.

Timo Werner könnte ab der nächsten Saison ebenfalls Rot-Weiß tragen, aber in einem anderen Stadion seine Heimspiele austragen.  

Fazit: Dass sich der FC Bayern grundsätzlich mit Timo Werner beschäftigt, darf als gesichert gelten. Entscheidend für die Frage, ob ein Wechsel tatsächlich zustande kommt, dürfte die Entwicklung der aktuellen Saison sein. Gelingt RB Leipzig die Qualifikation für die Champions League? Mit welchem System plant Niko Kovac? Lässt sich das Verhältnis zwischen dem FC Bayern und Lewandowski wieder vollständig wiederherstellen? Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, wäre ein Wechsel im nächsten Sommer-Transferfenster gut vorstellbar. 

Wahrscheinlichkeit eines Transfers: 50%

* Marktwert-Angaben laut transfermarkt.de.

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