Anhaltende Trainer-Diskussionen

Wegen Kovac: Reif kritisiert Rummenigge und Hoeneß scharf - Auch Seitenhieb gegen James

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Marcel Reif hat zur Situation beim FC Bayern eine klare Meinung.

TV-Experte Marcel Reif hat sich in einem Interview über die Verantwortlichen des FC Bayern geäußert und große Kritik geübt - auch an Mittelfeldspieler James.

München - Der FC Bayern geht in diesen Tagen die letzten Schritte der Saison. Dass man zum großen Finale alle Trümpfe in Sachen Meisterschaft in der Hand hält, war zur Winterpause nicht unbedingt klar. Schließlich war der Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund sechs Punkte groß. 

Im Endspurt der Liga haben sich die Bayern auf die Pole Position geschossen und können deshalb wohl schon mit einem Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt Meister werden. Dortmund muss währenddessen in Gladbach siegen, um sich überhaupt noch Hoffnungen machen zu dürfen. Pay-TV-Sender Sky zeigt das Fernduell um die Schale in einer Meisterkonferenz.

Kritik an Kovac: Das sagt Reif

Die Bayern könnten am Samstag also Teil eins des Doubles perfekt machen - und trotzdem wird Trainer Niko Kovac immer wieder kritisiert. Jetzt reagierte TV-Experte Marcel Reif auf die anhaltenden Spekulationen. Im Interview mit der Bild schießt er gegen die Bayern-Bosse (für Bild-Plus-Abonnenten). Er könne das Verhalten der Verantwortlichen nicht nachvollziehen. 

„Die Methodik ist an der Grenze der Unanständigkeit“, wettert Reif. „Du holst einen jungen Trainer, stellst ihm einen unerfahrenen Sportdirektor an die Seite, machst dann noch merkwürdige Dinge wie diese Pressekonferenz - dann wunderst du dich, dass der junge Trainer auf dem Niveau noch lernen muss.“ 

Auch ein Spieler steht im Fokus

So werde Kovac, den Reif für eine Bereicherung in der Liga hält, die Arbeit schwer gemacht. Der ehemalige Sky-Kommentator sieht in ihm einen künftigen Top-Trainer, allerdings befürchtet er auch, dass die Diskussionen in der kommenden Saison weitergehen könnten - sollte Kovac bleiben dürfen. Dass die Frage gestellt wird, ob der Kroate der richtige Coach für den Umbruch ist, ist Reif klar: „Das ist legitim. Der leitende Angestellte muss passen. Das gilt überall.“

Reif schimpft im Interview allerdings nicht nur gegen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Auch ein Spieler wird kritisiert: James Rodriguez. Der Kolumbianer wird aktuell immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Im Oktober wütete der Mittelfeldspieler wohl in der Kabine: „Wir sind hier nicht in Frankfurt.“ 

Wie löst der FC Bayern die Zukunft?

Reif hält das für sachlich richtig. Aber für ihn ist diese Äußerung „eine nicht akzeptable Unverschämtheit, weil einem Spieler das nicht zusteht“. Wäre er selbst bei seinem Sender-Boss so behandelt worden - er hätte sofort gekündigt. „Ich rate Kovac natürlich nicht, so zu handeln. Aber wenn er es täte, würde ich es verstehen“, so Reif weiter.

In Sachen Hoeneß und Rummenigge hat der TV-Experte weitere Fragen - zum Beispiel, wie der FC Bayern und der Fußball allgemein in der Zukunft aussehen sollen. Schließlich ist immer wieder eine Super-Liga im Gespräch

akl

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