Der Krieger und seine Unterstützer

Sein Personal-Trainer: „El profe“ verlängert Vidals Fußballerleben

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Schwitzen mit dem Prof: Ramírez (mit Bart) und Vidal mit Höhentraining simulierender Trainingsmaske.

München - Arturo Vidal braucht seinen Körper. „Der Krieger“ lebt von seiner Physis. Und der FC Bayern braucht diesen Siegeswillen. Damit das noch lange klappt, hat er einen eigenen Trainer.

Uli Hoeneß ist ein Mann der klaren Worte. Damals wie heute. Bereits am ersten Wochenende seiner Rückkehr bekamen sowohl Sechzig, Manchester United und auch RB Leipzig ihr Fett weg. Das war’s? Mitnichten! Für den chilenischen Verband hatte der neue alte Präsident des FC Bayern ebenfalls eine Spitze parat. Hoeneß während seines Adventsbesuchs bei mehreren Fanklubs in Wunsiedel: „Es ist eine Schande, wie in manchen Ländern mit Verletzungen umgegangen wird. Arturo kam aus Chile letztens mit einem Klumpfuß zurück und hatte nicht mal einen Verband rum.“

Arturo Vidal wird immer wieder von kleinen Verletzungen geplagt.

Die Folge: knapp zwei Wochen Ausfall, in denen der FC Bayern auf den Krieger verzichten musste – und daraufhin zwei Pleiten gegen den BVB (0:1) und in der Königsklasse gegen Rostov (2:3) kassierte. Zwei Pleiten, die sich mit einem gesunden Vidal womöglich hätten vermeiden lassen. Schließlich sind Vidals Kämpferherz und Wille mittlerweile unabdingbar für den FCB. Sieht auch Uli Hoeneß so. Der 29-Jährige sei „lebenswichtig für unser Spiel“, so Hoeneß weiter. „Wenn Vidal spielt und gesund ist, sind die Chancen viel größer, dass der FC Bayern gewinnt.“

Und damit Vidal noch lange spielt, hat er sich eigens einen Experten nach München geholt, der ihm ein langes Fußballerleben bescheren soll: Juan Ramírez. Seit Anfang der Saison hat der Copa-América-Sieger den Ex-Fitnesstrainer seines ersten Profiklubs Colo-Colo als Personal Trainer nach München geholt. Das Ziel: Die körperliche Basis schaffen, damit Vidal so lange wie möglich auf Topniveau spielen kann, am besten bis ins hohe Fußballeralter hinein. Und dafür quält „el profe“ (spanisch für der Prof.), wie die Nummer 23 des Rekordmeisters Ramírez liebevoll nennt, seinen Schützling auch gerne nach Traininseinheiten noch die oder andere Stunde in einem Grünwalder Fitnessstudio. Von nichts kommt schließlich nichts.

Ramirez so gut wie immer an der Säbener

Die Extraschichten sind natürlich mit Carlo Ancelotti und seinem Stab abgesprochen, weshalb Ramírez auch so gut wie immer an der Säbener Straße anzutreffen ist. „Es handelt sich um zusätzliche Einheiten zu denen des FC Bayern“, erklärt „el profe“ in einem Interview mit dem chilenischen Portal As. „Unsere Absicht ist es, seine Leistung zu optimieren, seinen Karriere zu verlängern und ihn auf der Spitze seiner körperlichen Belastungsfähigkeit zu halten. All das erfolgt im Hinblick auf die Zukunft, auf die Nationalmannschaft und auf das, was noch vor ihm liegt. Die Idee ist, dass er diese Leistung über einen langen Zeitraum halten und jene Qualitäten verbessern kann, die ihn auszeichnen.“

Der Krieger ist übrigens nicht der einzige Rote, der sportliche Altersvorsorge betreibt. „Es kommt immer auf die Person an“, erklärt Ramírez. „Hier in München haben Douglas Costa, Rafinha und Thiago ihre Personal Trainer. Viele Spieler ergänzen ihr Training. Messi und Neymar machen das in Spanien auch.“ Einen weiteren Vorteil sieht der Ex-Dozent der Universidad de las Americas in Santiago de Chile auch in Carlo Ancelottis Training.

Kalte Temperaturen und der Lewy-Aufreger: Bilder vom Bayern-Training

Training FC Bayern
Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
Training FC Bayern
Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa
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Kalt war‘s am Montagvormittag beim Start der Bayern-Trainingswoche. Trainer Ancelotti und seine Spieler hatten trotzdem gute Laune. © dpa

„Hier sehe ich, dass einer der besten Trainer der Welt es nicht mit der Arbeit übertreibt“, so Ramírez. „Er macht nicht mehr als nötig, die Spieler sind glücklich, und das merkt man. Der große Unterschied liegt darin, die Spieler nicht auszupressen, es mit dem Training nicht zu übertreiben.“ Musik in Hoeneß’ Ohren. Zumal Vidal beim 2:1-Sieg über Leverkusen endlich wieder zehn Minuten kicken durfte. Dass er noch lange kicken kann, dafür sorgt schon der Prof.

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