Er verspricht „große Wohlfahrts-Kampagne“

Tolle Aktion in der Corona-Krise! Coutinho hilft den Ärmsten mit 1000 Care-Paketen

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Helfer in der Not: Philippe Coutinho überrascht die Ärmsten von Rio de Janeiro während der Corona-Krise.

In  der Corona-Krise helfen die Profis, wo sie können - nicht nur mit dem Verzicht auf Teile des Gehalts. Philippe Coutinho denkt besonders an die Ärmsten in seiner Heimat.

  • Im Spiel des FC Bayern scheint Philippe Coutinho zu fremdeln.
  • In der Corona-Krise beweist die Leihgabe vom FC Barcelona ein großes Herz.
  • Die Hilfsaktion des Brasilianers ist mit einer Botschaft verbunden.

München - Philippe Coutinho (27) hat während seiner bisherigen Zeit beimFC Bayern* nicht wirklich Zeichen auf dem Platz setzen können - das tut er während der Corona-Krise* dafür abseits des grünen Rasens. Der Brasilianer hat aus dem fernen München eine gewaltige Hilfsaktion in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro angeleiert. Der Edeltechniker spendete laut dem Internetportal Globoesporte rund 20 Tonnen Lebensmittel und Hygieneartikel, die in Armenvierteln rund um das Stadion von Vasco da Gama, wo er seine Karriere begann, verteilt werden.

FC Bayern: Coutinho schickt 1000 Hilfspakete in seine Heimat

Auf den mehr als 1000 Plastiktaschen, gefüllt mit Reis und Bohnen, Zucker, Öl und Kaffee, aber auch Wasch- und Spülmittel, klebt eine Botschaft des vom FC Barcelona ausgeliehenen Selecao-Spielers. „Die Welt durchlebt einen schwierigen Moment, und jeder von uns muss seinen Beitrag leisten“, schreibt der Brasilianer und bittet eindringlich: „Lasst uns zu Hause bleiben.“

Und der unweit von der Arena San Januario geborene Coutinho verspricht weiter: „Das ist nur der Anfang einer großen Wohlfahrts-Kampagne.“

Eine ganze Halle voller Hilfsgüter: Die Coutinho-Pakete werden dicht an dicht gelagert und dann verteilt.

FC Bayern: Corona-Krise macht Coutinho auch in sportlicher Hinsicht zu schaffen

Während er den Bürgern Rios also hilft, ihre Ängste während der Virus-Pandemie einzudämmen, plagen Coutinho selbst sportliche Sorgen. Denn: Die Corona-Krise trifft auch seinen aktuellen Arbeitgeber FC Bayern hart, sie hat Einflüsse auf nahezu alles und jeden beim Rekordmeister.

Und trotzdem ist Coutinho unter den Betroffenen noch mal ein besonders schwerer Fall. Denn jeder Tag, an dem nicht gespielt werden kann, ist für den 27-Jährigen ein verlorener. Der Vertrag, den er in München unterschrieben hat, ist als Leihe bis zum 30. Juni datiert, danach könnten die Bayern eine Kaufoption von rund 120 Millionen Euro ziehen. Bisher hat Coutinho die Bosse nicht überzeugt, und aktuell kann er sie nicht überzeugen. Dass die Summe im Sommer gezahlt wird, gilt Stand heute als ausgeschlossen.

FC Bayern: Nur vereinzelte Glanztaten von Coutinho

Schon in der Winterpause hatte Trainer Hansi Flick* davon gesprochen, dass Coutinho noch nicht gut genug integriert sei. Dieses Gefühl wurde man bis zum Corona-Stopp der Wettbewerbe nicht gänzlich los. Klar gab es sie, die Partien, in denen der Offensivspieler brillierte. Unter anderem beim 6:0 in Hoffenheim steuerte er zwei Tore bei - die aufgrund des späteren Nichtangriffs-Paktes aber nur den wenigsten im Gedächtnis blieben.

Überhaupt wirkt es immer wieder so, als sei Coutinho in München vom Pech verfolgt. Vorläufiger Negativ-Höhepunkt: Die Corona-Krise bremst ihn aus, wo er gerade so etwas wie einen Stammplatz erobert hatte. Weil Robert Lewandowski* verletzt fehlte, witterte Coutinho seine Chance, endlich zu zeigen, was er kann. Nun ist er im Homeoffice.

Luftdicht verpackt: So sehen die Hilfspakete aus dem Hause Coutinho aus.

FC Bayern: Coutinho-Ablöse wohl bei Sane oder Havertz besser angelegt

Man darf davon ausgehen, dass selbst überragende Spiele die Clubchefs in München nicht mehr umgestimmt hätten. Denn das Gesamtpaket - vor der Krise ging es um 120 Mio. Ablöse und ein Gehalt von rund 13 Millionen Euro netto - ist viel zu teuer. Sollte man so tief in die Tasche greifen, danneher für Leroy Sane oder Kai Havertz, da war man sich in der Vorstandsebene einig.

Coutinho wollte die heiße Saisonphase daher auch dafür nutzen, sich für andere Vereine interessant zu machen. Denn selbst beim FC Barcelona, wo er ja eigentlich bis 2023 gebunden ist, plant man nicht mehr mit ihm. Einen überteuerten Superstar kann sich im Moment kein europäischer Fußballklub leisten.

Auch die sonst so finanzstarken Klubs aus England sind gebeutelt.

Interesse sollen angeblich Chelsea, Arsenal, Manchester United, Tottenham Hotspur und Leicester City haben. Konkrete Verhandlungen gab es mit diesen Vereinen bisher aber trotzdem nicht.

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Hanna Raif

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