Veränderungen beim Rekordmeister

Neuordnung beim FC Bayern? Plötzliche Bewegung hinter den Kulissen

Thomas Müller und Pirmin Schwegler beim Spiel.
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Thomas Müller und Pirmin Schwegler (r.) waren einst Konkurrenten auf dem Platz.

Nicht nur am Kader des FC Bayern München wird fleißig gebastelt - auch auf Funktionärs-Ebene stehen Änderungen an.

Update vom 08. März, 15.53 Uhr: Der FC Bayern denkt im sportlichen Bereich über eine Umstrukturierung nach. Laut dem kicker soll Chefscout Marco Neppe zum Technischen Direktor aufsteigen. Neppe war einst Assistent des damaligen Technischen Direktors Michael Reschke, der von 2014 bis 2017 in diesem Amt tätig war.

Als Neppes Nachfolger für die Position des Chefscouts soll der frühere Bundesliga-Profi und Schweizer Nationalspieler Pirmin Schwegler im Gespräch sein. Schwegler arbeitet bisher als Scout für den Rekordmeister. Einen ersten Transfer-Erfolg hat er schon gelandet - siehe Erstmeldung.

Pirmin Schwegler: Früher Bundesliga-Star, jetzt Bayern-Scout! Erster Transfer schon fix

Erstmeldung vom 04. März: München - Wenn die Talentspäher des FC Bayern ausfliegen, um potenzielle Neuzugänge für den deutschen Rekordmeister zu finden, unterscheiden sie dreierlei Arten des Scoutings: Bei der Zielspieler-Beobachtung wird ein Kicker, den der Verein bereits auf dem Zettel hat, noch einmal nachgesichtet, um eine endgültige Kauf-Entscheidung zu treffen - oder auch nicht. Bei der Bedarfssichtung ist klar, dass auf einer gewissen Position Verstärkung benötigt wird und dementsprechend sondiert die Scouting-Abteilung den Markt. Und bei der Informationssichtung wird ergebnisoffen die Entwicklung einzelner Spieler innerhalb einer Mannschaft beobachtet.

Omar Richards (23), der im Sommer ablösefrei vom englischen Zweitligisten FC Reading nach München wechseln wird, und in England bereits seinen Medizincheck absolviert hat, fällt unter die Kategorie Bedarfssichtung. Durch den fixen Abgang von Innenverteidiger David Alaba im Sommer soll kommende Saison Lucas Her­nandez vermehrt in der Innenverteidigung spielen. Bisher gilt der Franzose als Backup für Linksverteidiger Alphonso Davies. Richards soll diese Lücke künftig füllen.

Video: FC Bayern beschäftigt sich offenbar mit Neapels Koulibaly

FC Bayern holt Richards: Ex-Profi Schwegler sprach sich für Verpflichtung des Reading-Spielers aus

In die Entscheidung für den Linksfuß war nach tz-Informationen auch Pirmin Schwegler eingebunden. Der Ex-Bundesligaspieler arbeitet seit Jahresbeginn in der Scouting-Abteilung des deutschen Rekordmeisters - und seine Expertise wird vereinsintern bereits enorm geschätzt. Schwegler sprach sich klar für eine Verpflichtung von Richards aus.

Neben dem Scouting-Aspekt kam beim bevorstehenden Wechsel des Engländers noch eine weitere Transfer-Komponente hinzu: Richards wird von der Berateragentur Stellar betreut. Die Drähte zwischen den Bayern-Verantwortlichen um Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Chefscout Marco Neppe zu der englischen Agentur sind kurz. Unter anderem steht Sarpreet Singh bei ihnen unter Vertrag, wie auch Sergino Dest, dessen Transfer im vergangenen Sommer von Ajax Amsterdam nach München im letzten Moment scheiterte. Dest schloss sich dem FC Barcelona an, aber Stellar wusste durch die Gespräche während dieser Zeit, welches Profil die Bayern von einem Außenverteidiger erwarten.

Weiterer Pluspunkt für Richards: Er kann auch auf dem offensiven Flügel eingesetzt werden. „Omar ist ein Linksverteidiger mit jeder Menge Qualität am Ball, Speed und gutem Auge für die Offensive“, schwärmte Ex-Trainer und Manchester-Legende Jaap Stam kürzlich. (bok)

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