Nach Rummenigge-Rüge für Boateng

Ribéry: „Ein bisschen Kritik ist nicht schlimm“

München - Am vergangenen Sonntag gab der FC Bayern die Vertragsverlängerung mit Franck Ribéry bekannt. Jetzt äußerte sich der 33-Jährige zum aktuellen Geschehen im Verein.

Fast zehn Jahre ist es her, dass Franck Ribéry von Olympique Marseille an die Säbener Straße zum FC Bayern wechselte. 25 Millionen Euro überwies der Rekordmeister für den inzwischen 33-Jährigen. Am vergangenen Sonntag verlängerte der Franzose seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2018. 

Warum er ein weiteres Jahr beim Rekordmeister dranhängt, verrät Ribéry im Gespräch mit Sky Sport News HD: „Schauen wir mal, wie es mit meinem Körper läuft, wie er reagiert. Ich bin wieder bei 100 Prozent, wieder fit. Wenn mein Vertrag dann ausläuft, dann müssen wir zusammen reden und entscheiden, was wir zusammen noch machen wollen. Jetzt bin ich aber erst einmal sehr, sehr glücklich. Ich freue mich auf weitere eineinhalb Jahre mit Bayern. Ich bin jetzt fast zehn Jahre hier, dieser Klub und seine Fans sind etwas Besonderes für mich. Ich habe hier so ein spezielles Verhältnis, so ein gutes Gefühl, das ist wie eine Familie. Ich kenne viele Leute und die Mentalität in München, und das ist super für mich.“ 

Auch ein Karriereende beim FC Bayern hält Ribéry durchaus für möglich. „Ja warum nicht“, sagt der 33-Jährige. „Als ich 2007 hierher gekommen bin, habe ich nicht gewusst, dass ich so lange bei Bayern bleiben werde. Wir haben viel zusammen gewonnen, viel gekämpft, viel gelacht, viel geweint, viel Spaß gehabt. Ich hoffe, dass wir mit Bayern noch viele Titel gewinnen und viel Spaß haben. Und für mich ist auch wichtig, dass ich gesund bleibe, das ist mein Ziel.“ 

Entscheidend für eine weitere Zusammenarbeit waren aber nicht nur die Erfolge der vergangenen Jahre. Auch Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß haben den Franzosen zu dieser Entscheidung bewegt. „Diese zwei Personen sind sehr wichtig für mich. Sie wollen nur mein Bestes und sind froh, dass ich wieder zurück bin.“ Einen Favoriten unter den beiden Gesichtern des Vereins hat Ribéry nicht. „Ich kann nicht sagen, dass ich Karl lieber mag, oder Uli lieber mag. Beide sind sehr wichtig für mich und für den FC Bayern.“ 

Auch zu den kritischen Worten Jerôme Boatengs PR- und Lifestyle-Auftritte betreffend, die Rummenigge kürzlich geäußert hatte, hat der Flügel-Flitzer eine Meinung: „Für einen Spieler ist es immer schwierig, wenn ihn der Präsident kritisiert. Manchmal ist das aber so, das kann passieren. Jerôme hat schon vergessen, was Karl gesagt hat, er ist Profi. Natürlich ist das schwierig, er hat Charakter, ist ein Mensch. Gestern war er wieder auf dem Platz und hat alleine trainiert. Für mich ist es wichtig, dass er wieder auf 100 Prozent kommt, denn wir brauchen ihn. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns.“ 

Verstehen kann Ribéry beide Seiten. „Das ist eine schwierige Situation, ich verstehe seine Gefühle. Wir haben aber nicht gut gespielt. So ein bisschen Kritik ist da nicht schlimm.“ 

Dass sein langjähriger Weggefährte Philipp Lahm als neuer Sportdirektor gehandelt wird, kann der Franzose durchaus nachvollziehen. Die nötigen Qualifikationen bringe er mit: „Er kann noch mit uns spielen, er ist fit. Philipp hat ein Profil, er kann auch einen neuen Job machen. Er ist intelligent, hat viel Erfahrung, er kennt den FC Bayern und die Abläufe. Er ist der richtige Typ für diese Situation.“

Und auch seinen kongenialen Partner auf der anderen Seite des Spielfeldes, Arjen Robben, sähe Ribéry gerne weiterhin im Verein. „Wenn er will kann ich ihm helfen, mit ihm üben und ihm sagen wie er es machen muss“, scherzte der 33-Jährige in dem Interview. „Arjen ist ein sehr wichtiger Spieler für Bayern. Wir haben zusammen viel gewonnen. Wir brauchen Spieler wie Arjen, mit viel Erfahrung und einem großen Namen. Das ist Bayern.“ 

hb

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