Rückt der Abschied näher?

Zoff um Coman! Erst wurde es bei den Verhandlungen laut - jetzt bricht der FC Bayern die Gespräche ab

Kingsley Coman regt sich im Tor auf.
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Kingsley Coman will mehr Geld - und damit mehr Wertschätzung.

Der FC Bayern will mit Kingsley Coman verlängern. Allerdings nicht um jeden Preis. Die hohen Gehaltsforderungen des Stars sorgen für Ärger beim Rekordmeister.

München - „Ich glaube, sehr wenige Menschen haben in dieser existenziellen Krise Verständnis, wenn ein Fußballprofi schon 15 Millionen im Jahr verdient und dann mit 19,5 Millionen nicht zufrieden ist“, stellte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge vor einigen Tagen klar. Diesen Satz kann man mit wenig Fantasie als Seitenhieb für den abgewanderten David Alaba verstehen. Oder eben als einen für Kingsley Coman.

Denn die Parallelen bei den Vertragsverhandlungen sind unschwer zu erkennen. Wie Alaba fordert auch Coman deutlich mehr Geld, als der FC Bayern bereit ist, zu bezahlen. Vor Kurzem installierte der Franzose auch noch „Piranha-Berater“ Pini Zahavi, der seine Forderungen vertritt.

FC Bayern stoppt Vertragsverhandlungen mit Kingsley Coman

Die Fronten scheinen nun verhärtet zu sein. Wie die Sport Bild schreibt, haben die Münchner den Poker vorerst abgebrochen, da keine Einigung in Sicht ist. Offenbar endete schon vor einigen Wochen eine Verhandlungsrunde ergebnislos. Die Forderungen der Spielerseite hätten vor allem Bayerns Kaderplaner Marco Neppe mächtig auf die Palme gebracht - er soll laut geworden sein und sich über den arroganten Umgang der Coman-Vertreter (darunter auch Vater Christian) beschwert haben.

Video: Coman lobt Flick

Wie viel fordert Coman eigentlich? Darüber gibt es verschiedene Spekulationen. Der Flügelstürmer verdient aktuell 12 Millionen Euro brutto und verlangt angeblich um die 20 Millionen. Das Angebot der Münchner soll aber lediglich „leicht erhöht“ gewesen sein. Mindestens für die Zeit der EM, wo der 24-Jährige für Frankreich im Kader steht, ist jetzt Funkstille. Danach folgen wohl weitere Gespräche.

FC Bayern: Berater Zahavi streckt für Coman die Fühler nach England aus

Comans Vertrag läuft noch bis 2023, unmittelbarer Handlungsbedarf besteht also nicht. Doch ähnlich wie bei Robert Lewandowski (Vertrag bis 2023), Leon Goretzka und Niklas Süle (beide bis 2022) will der Rekordmeister so früh wie möglich Klarheit schaffen. Während Goretzka und Lewandowski unverkäuflich sind, denkt man bei einem guten Angebot für Süle durchaus über einen Verkauf nach.

Sowohl bei Coman als auch bei Süle wird vor allem englischen Klubs Interesse nachgesagt. Coman-Berater Zahavi wurde offenbar auch wegen seinen guten Beziehungen zu Insel engagiert. Ob sich der FC Bayern auf einen Abgang seines Tempodribblers einstellen muss, wird sich im Sommer zeigen. Großartig entgegenkommen werden ihm die Bosse aber nicht - mit David Alaba haben sie schließlich ein Zeichen gesetzt. (epp)

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