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Flick äußert sich zur Bayern-Krise – und denkt wehmütig an sein FCB-Aus: „Warum ist es so weit gekommen?“

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Von: Marius Epp

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Der Abschied vom FC Bayern gibt Hansi Flick auch nach seinem ersten Jahr als Bundestrainer noch zu denken. Er ist auch kritisch mit sich selbst.

Frankfurt am Main - Hansi Flick ist seit dem Kindesalter Bayern-Fan. Trainer beim FC Bayern zu sein, war sein Traumjob. Mit dem Rekordmeister feierte er unglaubliche Erfolge - nach etwas mehr als anderthalb Jahren war dann aber auch schon wieder Schluss.

Für einen Coach, der das Triple gewonnen hatte, kam der Abschied zu früh. Doch es passte nicht zwischen Flick und Hasan Salihamidzic, die anhaltende Fehde zwischen den beiden führte zwangsläufig zur Trennung. Mit seinem Abschied hadert Flick noch immer.

Hansi Flick bereut Bayern-Abschied: Bundestrainer „würde das ein oder andere anders machen“

„Ich glaube schon, dass ich das eine oder andere jetzt anders machen würde“, denkt er in einem Interview mit der FAZ laut nach. „Ein Gespräch wäre natürlich gut gewesen, noch mal mit dem ein oder anderen am Tisch zu sitzen, um die Dinge so anzusprechen, wie sie sind, beziehungsweise wie ich sie wahrgenommen habe, und da auch alle zu Wort kommen lassen“, sagt Flick.

Hansi Flick schaut nach oben.
Hansi Flick beschäftigt der Abschied vom FC Bayern noch immer. © IMAGO/Revierfoto

Damit meint er nicht etwa nur Salihamidzic, sondern auch „Uli oder Kalle“. Es sei immer gut, wenn man nochmal darüber spricht, um die Dinge auszuräumen. Beim Rückblick auf seine Zeit als Bayern-Trainer kommt er ins Schwärmen: „Es war eine ganz besondere Zeit. Ich hatte ein tolles Trainerteam, überragende Spieler, eine großartige Mannschaft, ich war auch nicht ausgelaugt, es war genau das, was mir Spaß macht“, so Flick.

Hansi Flick musste sich nach Triple verabschieden: „Warum ist es so weit gekommen?“

Ein bisschen Wehmut ist definitiv herauszuhören - der 57-Jährige wäre wohl gerne noch länger in München geblieben. „Ich frage mich schon manchmal: Warum ist es so weit gekommen?“, grübelt er. Eine Job-Alternative, die nicht so schlecht ist, hat er aber schnell gefunden: Etwas mehr als ein Jahr ist Flick jetzt Bundestrainer und bereitet sich im Moment auf die WM in Katar vor.

Zur aktuellen Krise bei seinem Ex-Klub nahm er ebenfalls Stellung. „Bayern hat zu Beginn der Saison überragend gespielt. Nach dem dritten Spieltag dachte jeder, andere Teams hätten nicht den Hauch einer Chance“, erinnerte er. „Jetzt haben sie eine kleine Schwächephase. Aber sie kreieren immer Chancen, und das stimmt mich sehr positiv.“

Flick stellt sich hinter Nagelsmann: „Hervorragender Trainer, bin ein Fan“

Außerdem hält er Julian Nagelsmann für einen „hervorragenden Trainer“, so der ehemalige Bayern-Coach: „Ich bin ein Fan von der Art und Weise, wie er die Mannschaft Fußball spielen lässt - unabhängig von den jüngsten Ergebnissen.“ Natürlich hat auch Flick Interesse an einem Ende der Bayern-Krise, schließlich kann er bei der WM keinen formschwachen Bayern-Block gebrauchen.

Vor Kurzem brachte Hansi Flick ein Buch heraus. Darin erzählt er unter anderem erstmals von einem Schicksalsschlag in seiner Familie. (epp)

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