“Es lag nicht an mir“

Machtkampf zwischen Klose und Salihamidzic? „Völliger Quatsch“ 

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Weiter U 17-Trainer: Miroslav Klose

Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic wollte Miroslav Klose zum Trainer der U 19 befördern - bekam aber eine Absage. Jetzt spricht Klose über den „Machtkampf“. 

Update vom 29. Juli: Miroslav Klose ist nicht Trainer der U19 geworden. Nach einem Hin und Her mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic wurde sogar eine Machtkampf tituliert. Brazzo wollte Klose als U19-Trainer, Klose aber U17 bleiben. 

Auf Nachfrage des Kickers (Montagsausagabe) hat sich nun Klose zu der Situation geäußert. Zu dem Wort „Machtkampf“ sagt er: „Völliger Quatsch. Auch wenn es so in der Öffentlichkeit hingestellt wurde“. Klose ging es alleine um die Sache. Warum er U17-Trainer geblieben ist, unterstreicht er nochmal: „Es lag nicht an mir. Für mich wäre der Schritt zur U 19 zu früh gekommen. Ich will noch lernen. Manchmal erkenne ich Änderungen im Spiel zu spät, um noch schneller eingreifen zu können - etwa wenn es um die Abstände zwischen den Reihen geht“. 

Klose soll als „Sieger“ aus dem Matchkampf hervorgegangen sein. Doch auch das beantwortet der jetzige Trainer. „Ich fühle mich nicht als Sieger, sondern bin nur froh, dass ich dieses Team weiter trainieren kann. Diese Lösung ist die beste für alle Seiten“, sagt Klose

Klose von Machtkampf am FCB-Campus genervt - vielsagende Spitze gegen Brazzo

Erstmeldung vom 5. Juli: - Es war die Frage des Sommers am Bayern-Campus: Welche Mannschaft wird Miroslav Klose in der neuen Saison trainieren? Wochenlang hatten Sportdirektor Hasan Salihamidzic und der WM-Rekordtorschütze Gespräche geführt, teils sehr emotionale. Brazzo wollte Klose unbedingt zum U 19-Trainer befördern. Der ehemalige Stürmer aber wollte genau das nicht.

Letztendlich gewann Klose den Machtkampf in der Talentschmiede des FCB – und blieb Coach der U 17, die er erst im Sommer 2018 übernommen hatte. Die älteste Nachwuchsmannschaft bekam stattdessen mit Ex-Bayer Martin Demichelis einen neuen Trainer.

Am Rande der Kino-Premiere des Toni-Kroos-Films in München erklärte Klose erstmals seine Entscheidung. Der 41-Jährige: „Es ging nur um meine Person und darum, dass ich lernen möchte. Ich bin noch nicht so weit. Und wenn ich das sage, ist das einfach nur ehrlich.“ Diese Gedankengänge habe er versucht, „jedem zu kommunizieren“. Eine Spitze in Richtung Salihamidzic konnte er sich nicht verkneifen. Klose: „Meiner Meinung nach hat es zu lange gedauert.“

Hintergrund: Für Klose stand lange fest, dass er bei der U 17 bleiben möchte. Brazzo bearbeitete ihn trotzdem weiter und hoffte darauf, Klose doch noch umstimmen zu können – letztlich vergebens. Deshalb stand die Besetzung der beiden Trainerposten erst drei Tage vor dem Vorbereitungsbeginn der U 19 endgültig fest. Vor allem für die Nachwuchskicker keine angenehme Situation!

Am Dienstag startet der Audi-Cup. Für die Bayern geht es im ersten Test gegen Fehnerbace Istanbul. Zuvor trifft bereits Tottenham auf Real Madrid.

Klose über Brazzo: „Ich habe keine Ahnung, ob der enttäuscht war“

Und für Salihamidzic? Klose wirkte einigermaßen gleichgültig, als er am Donnerstagabend erklärte: „Ich habe keine Ahnung, ob der enttäuscht war. Ich denke aber nicht. Er hat es letztendlich auch verstanden. Wir haben viele Gespräche geführt – nicht nur mit Hasan, sondern auch mit Jochen Sauer.“

Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Mehr pflichtbewusst als authentisch sprach Klose davon, dass es „die Leute“ in seinem Trainerstab natürlich ehre, wenn ihnen der Sprung zur U 19 zugetraut werde. Weiter meinte er: „Aber wenn es um mich persönlich geht, möchte ich meine Trainerkarriere planen wie meine Spielerkarriere. Ich möchte alles selbst in der Hand haben.“

In seiner U 17 kann Klose zukünftig auf Jamal Musiala (16) setzen. Der Offensivspieler kommt vom FC Chelsea. Musiala wurde in Stuttgart geboren, spielte zunächst für englische U-Nationalmannschaften, bevor er im Oktober 2018 für die deutsche U 16 debütierte. Pikant: Berater des Nachwuchstalents ist Bradley Hudson-Odoi, Bruder und Berater von Chelsea-Profi Callum. Den 18-Jährigen will der FCB nach wie vor nach München lotsen, bisher lehnten die Londoner aber alle Angebote ab. Besser lief’s bei Bright Akwo Arrey-Mbi (16)! Der Innenverteidiger, geboren in Kaarst bei Düsseldorf, kommt ebenfalls vom FC Chelsea an den Campus. Auch er ist in der U 16 des DFB am Ball, beim FCB aber vorerst für die U 19 eingeplant.

Miroslav Klose hat keine normale Karriere hingelegt. Von der Provinz schaffte es der heutige Bayern-Jugendtrainer an die Spitze und hat dabei einige Anekdoten zu erzählen.

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