Türkgücü wird Favoritenrolle nicht gerecht

Torlos: Türkgücü setzt auf Konter, Bayern ohne Durchschlagskraft

Bayern und Türkgücü liefern sich einen heißen Kampf.
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Bayern und Türkgücü liefern sich einen heißen Kampf.

Bayern dominierte über weite Strecken das Stadtderby. Türkgücü wurde nur durch Nadelstiche gefährlich. Der Liveticker zum Nachlesen.

  • Die Bayern Amateure konnten die ansteigende Formkurve bestätigen.
  • Türkgücü München blieb trotz der besten Chance des Tages unter den Erwartungen.
  • Der Liveticker zum Nachlesen.

München - Zur Meisterschaft wird es wohl nicht wieder reichen, doch der FC Bayern II deutete zuletzt an, dass er sein Herbsttief überwunden hat. In der zurückliegenden Saison, die unter Sebastian Hoeneß den Drittliga-Titel brachte, waren die kleinen Bayern auf Platz 15 zur Halbzeit. Mit einem Punkt weniger als jetzt, obwohl nun sogar noch ein Nachholspiel aussteht.

Türkgücü München gegen FC Bayern 2 im Liveticker: Coach Holger Seitz warnt

„Von alleine wird das aber nicht gehen“, warnt Trainer Holger Seitz davor, eine Leistungssteigerung in der Rückserie als gegeben hinzunehmen. Seit der Derbyniederlage gegen 1860 (0:2) zum Start ins neue Jahr ist der Trend aber positiv, zuletzt gelangen zwei Siege ohne Gegentreffer. Bei der 4:0-Gala in Halle glänzten vor allem die beiden Doppeltorschützen Lenn Jastremski und Maximilian Zaiser

Zum Rückrundenstart wartet mit Türkgücü erneut ein Stadtrivale (Freitag, 19 Uhr). Das Hinspiel endete 2:2. 

Bei Türkgücü verliefen die letzten Tage hingegen alles andere als ruhig. Die zwei Neuen, Sebastian Maier und Lucas Röser, sind gerade erst in München angekommen, da wurde beim Aufsteiger schon über den Abgang der zwei Top-Angreifer spekuliert. Vor dem Drittliga-Stadtderby waren die angeblichen Wechselgedanken von Petar Sliskovic und Sercan Sararer das bestimmende Thema.

Türkgücü München gegen FC Bayern 2 im Liveticker: „Wir planen mit Sliskovic und Sararer“

Wir planen mit Sliskovic und Sararer. Dass Vereine Interesse zeigen, ist klar“, sagte der sportliche Leiter Roman Plesche unserer Zeitung: „Wir stehen aber auch gut da, beide fühlen sich wohl und möchten bleiben.“ Auch Trainer Alexander Schmidt dementierte einen Bericht des „Kicker“. Demnach sollen die beiden Topscorer von Türkgücü, deren Verträge bis 2022 laufen, auf einen Wechsel im Januar drängen. „Ich beschäftige mich gar nicht damit, die beiden in der Rückrunde nicht zur Verfügung zu haben“, sagte Schmidt vor dem Stadtderby. „Sie sind für uns auch nicht zu ersetzen.“

Ersatz für einen Leistungsträger muss der 52-Jährige für die erste Partie der Rückrunde allerdings finden, auch wenn das nicht leicht sei. Aaron Berzel fehlt nach seiner zehnten gelben Karte gesperrt. „Wir haben eine gute Breite im Kader und einen starken Willen“, kommentierte der Coach.

Türkgücü München gegen FC Bayern 2 im Liveticker: Alexander Schmidt erwartet „schweres Spiel“ gegen Bayern

Nach dem biederen 0:0 vergangenen Dienstag gegen Unterhaching mahnte Schmidt: „Wir müssen uns reflektieren und wieder Strategien entwickeln, den Gegner zu bespielen.“ Unterhaching sei näher am Sieg gewesen, gab er zu. „Mit dem Punkt müssen wir zufrieden sein.“ Nun wartet innerhalb von einer Woche das nächste Derby auf Türkgücü. Schmidt erwartet „ein schweres Spiel gegen eine junge, spielstarke Mannschaft“. „Die Bayern sind offensiv ausgerichtet und spielen nicht auf Ergebnis“, sagte er. Das Hinspiel habe aber gezeigt, „dass wir Paroli bieten können“. Das bisher einzige Pflichtspiel zwischen beiden Teams im September vergangenen Jahres endete 2:2.

Türkgücü München gegen FC Bayern 2 im Liveticker: Schmidt sieht großen Derbycharakter

Trotz der kurzen gemeinsamen Historie beider Vereine ist der Derbycharakter für Schmidt groß. Nicht zuletzt wegen seiner „blau-angehauchten Vergangenheit“. „Wir freuen uns alle und sind heiß“, versicherte er. Ohnehin sei der Januar „ein geiler Monat mit einem tollen Spiel nach dem anderen“.

Ob die beiden Zugänge gegen den FC Bayern II schon mit dabei sind, ließ Schmidt offen. „Das wird eine Bauchentscheidung.“ Der Trainer kann sich aber ja weiterhin auf sein Top-Duo verlassen. 

(Matthias Horner, Phillip Plesch)

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