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"Maradiego" hofft gegen Bayern auf sein Comeback

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Juventus-Star Diego im Duell mit Roberto Guana (Bologna). © ap

Turin - "Forza Diego!" Im Champions League -Spitzenspiel bei Bayern München hoffen die Tifosi von Juventus Turin auf das große Comeback ihres neuen Lieblings.

Am Mittwochabend will der von seiner Oberschenkelverletzung genesene Brasilianer in der Allianz-Arena Italiens Rekordmeister zum Sieg schießen. Beim ersten Gastspiel in Deutschland nach seinem Wechsel von Werden Bremen nach Italien steht der 24-Jährige jedoch mächtig unter Druck.

Nach seinem grandiosen Saisonstart hat ihn die vor zwei Wochen erlittene Muskelblessur aus dem Tritt gebracht. Sein erster Test beim 1:1 gegen den FC Bologna am Sonntag in der Serie A fiel allenfalls mäßig aus. Trainer Ciro Ferrara überlegt gar, ob er Diego gegen Louis Van Gaals Truppe überhaupt in der Startelf bringen soll. "Wir müssen sehen, wie schnell er aufholt", meinte der Coach vor dem Duell mit dem deutschen Rekordmeister.

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Die "La Gazzetta dello Sport" zählte Diego am Montag zu den schwächsten Turinern auf dem Platz: "Zwei vermasselte Chancen und sonst nicht viel. Diego ist nicht wiederzuerkennen", urteilte Italiens größte Sporttageszeitung. Nach den beiden überragenden Auftaktspielen mit zwei Toren hatten sich die Zeitungen mit Lobeshymnen auf den "Fantasista" noch überschlagen: Der "Corriere dello Sport" krönte den ehemaligen Werderaner zu "König Diego" und "Tuttosport" taufte ihn gar schon in "Maradiego" um. Seit den glorreichen Zeiten von Diego Maradona beim SSC Neapel haben Italiens Gazzetten kaum einen Liga-Neuling so überschwänglich gefeiert.

Bis vor zwei Wochen war Diego regelmäßig Juves bester Mann auf dem Platz. Der Mittelfeldspieler war brandgefährlich, Dreh- und Angelpunkt im Spiel nach vorn und zudem stets torgefährlich. "Dabei bin ich längst noch nicht in Top-Form", erklärte Diego damals. Nach seiner Verletzungspause müsse er aber erst wieder Anschluss finden, gab die Gazzetta Trainer Ferrara recht. Der nahm Diegos lauwarme Vorstellung gegen Bologna auf seine Kappe und machte dem Brasilianer keinerlei Vorwürfe. "Vielleicht wollte ich einige Spieler, die noch nicht wieder in Top-Form waren, zu früh bringen", zeigte sich Ferrara selbstkritisch. Gegen Bologna musste der Coach gleich mehrere Rekonvaleszenten auswechseln, was das Gleichgewicht im Team störte.

So ließ sich Juve (14 Punkte) den sicher glaubten Sieg noch abnehmen und musste sich hinter Spitzenreiter Sampdoria Genua (15) und vor Titelverteidiger Inter Mailand (13) einreihen. Der Rückschlag vor dem Spiel in München macht Trainer Ferrara aber keine Sorgen. "Die Mannschaft wird gegen die Bayern mit großem Enthusiasmus zurückkommen", versprach er. Und Diego will unbedingt seinen Beitrag zum Comeback leisten. 

Von Bernhard Krieger, dpa  

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