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„Wunderbare Worte“ von Ribéry

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Um Franck Ribéry soll nun Ruhe einkehren. © Getty

Tel Aviv - Ganz egal, was Franck Ribéry macht, er hält den FC Bayern in Atem. Auf dem Platz mit seinen Geniestreichen, abseits des Rasens mit seinen Zukunftsplänen.

Erst wollte der Fußball-Star zu Real Madrid, jetzt bekundete der 26-Jährige plötzlich Interesse, womöglich doch in München zu verlängern. “Wir sind gut beraten, wenn wir nach dem monatelangen Tauziehen erstmal Ruhe reinbringen“, mahnte Manager Uli Hoeneß am Rande des Champions-League-Auftakts des deutschen Rekordmeisters am Dienstag in Israel gegen Maccabi Haifa. “Bei diesen Künstlern geht es um riesige Millionenbeträge“, gab Hoeneß zu Bedenken, da könne man keine spontanen Entschlüsse fällen.

Ribéry ging gewohnt in die Offensive, sprach von “einer kleinen Sitzung, und dann können sich Sachen entscheiden“. Die Bayern-Bosse reagierten defensiv. Erst einmal soll Ruhe einkehren, dann werde über eine mögliche Verlängerung des ohnehin noch bis zum 30. Juni 2011 laufenden Vertrages gesprochen. Der Vorteil für beide Seiten bei einer Ausdehnung der Beziehung läge auf der Hand. Der Flügelflitzer würde ab sofort ein üppigeres Gehalt erhalten. München hätte - zumindest auf dem Papier - länger etwas von seinem Kreativ-Kicker. Und sollte der dann doch wieder wechseln wollen, würde die längere Laufzeit des Kontraktes eine höhere Ablöseforderung rechtfertigen.

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Die derzeitige Laufzeit des Vertrages lasse den Club aber auch “ruhig schlafen“, versicherte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der sich über die “wunderbaren Worte“ gefreut hat. „ Es wäre schön, einen Spieler dieser Qualität auch über 2012 hinaus an den FC Bayern binden zu können.“ Letztlich aber, das zeigte auch der 94-Millionen-Euro-Wechsel von Cristiano Ronaldo von Manchester United zu Real Madrid, sitzen die Top-Stars im heutigen Fußball-Geschäft meist am längeren Hebel. Auch wenn die Münchner Macher viele Respektsbekundungen bekamen, dass sie beim Werben von Real nicht weich geworden waren.

Ein Problem mit Ribéry habe man ohnehin nie gehabt, betonte Rummenigge, denn dieser habe sich ja nicht negativ über Club oder Trainer geäußert. “Es gab nie ein persönliches Problem zwischen den beiden, sondern ein sachliches“, erklärte Hoeneß am Montagabend im Bayerischen Fernsehen zu den in französischen Medien übermittelten Meinungsverschiedenheiten zwischen Louis van Gaal und Ribéry. Der Profi hatte sich für fit gehalten, sein Chef sah das anders. Unterschiedlicher Auffassung waren die beiden auch schon vor der Saison, als der Coach den Künstler als seinen Zehner aufbauen wollte. Nach der Verpflichtung von Arjen Robben und der Etablierung des 4-3- 3-Systems spielt Ribéry nur doch da, wo er es will, nämlich links.

Rechtzeitig zum Start der Königsklasse sprach Ribéry davon, dass er inzwischen auch mit der Trainer-Philosophie mehr anfangen könne. “Ich habe nur ein bisschen Zeit gebraucht, mich daran zu gewöhnen, wie die anderen Spieler auch. Man sieht, dass die Belohnung der Arbeit jetzt kommt, dass wir uns immer wohler fühlen“, befand der Profi und wünschte sich zum Auftakt der Champions League mehr Einsatzzeit. “Um Fitness zu bekommen, brauche ich jetzt auch Spielpraxis.“

dpa

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