Carina Schlüter kommt vom SC Sand

Ersten Schritte nach Umbruch: FC Bayern Frauen testen gegen FC Ingolstadt

Carina Schlüter wechselt zum FC Bayern. 

Der Beginn der neuen Ära bei den Fußballerinnen des FC Bayern verlief recht geräuschlos. Seit dem 1. Juli ist Jens Scheuer im Amt, der neue Trainer folgt auf Thomas Wörle, der zuvor neun Jahre an der Seitenlinie stand.

VON CHRISTIAN STÜWE

München– In den ersten Trainingseinheiten konnten Scheuer und seine vier Assistenten allerdings nur mit einem Rumpfteam arbeiten, die WM-Teilnehmerinnen werden erst in knapp einer Woche zur Mannschaft stoßen. Sieben Bayern-Spielerinnen standen im Kader des DFB-Teams, darunter die beiden Neuzugänge Linda Dallmann und Giulia Gwinn, Lineth Beerensteyn wurde mit den Niederlanden Vize-Weltmeister, Neuzugang Amanda Ilestedt mit Schweden Dritter. Sie werden alle noch fehlen, wenn die Bayern-Frauen an diesem Samstag zum ersten Testspiel gegen den Zweitligisten FC Ingolstadt (14 Uhr, Bayern-Campus, Platz 7) antreten.

Mit dabei sein könnten dafür die neue Torhüterin Carina Schlüter sowie die 16-jährige Gia Corley und die ein Jahr ältere Laura Donhauser, die aus der zweiten Mannschaft ins Profi-Team aufgerückt sind. Bislang sechs Neuzugängen stehen neun Abgänge gegenüber, nicht nur auf der Trainerposition haben sich die Bayern-Frauen neu aufgestellt, auch die Mannschaft wurde ordentlich durcheinandergewirbelt. „Wir haben sehr, sehr viele Spielerinnen verloren, auch wichtige Spielerinnen“, sagte Abwehrspielerin Kathrin Hendrich. „Wir haben aber auch schon den einen oder anderen Neuzugang und einen Kern, der bleibt. Wir müssen die neuen Spielerinnen schnell integrieren, dann bin ich guter Dinge.“ Auch wenn der Umbruch gewollt war, tun die Abgänge teilweise weh. Sara Däbritz etwa, die zu Paris Saint-Germain wechselt, dürfte im Mittelfeld vermisst werden. Und dass die torgefährliche Fridolina Rolfö ausgerechnet zum direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg abwanderte, ist bitter. „Es ist sehr, sehr schade, dass uns viele starke Persönlichkeiten verlassen“, sagte Lina Magull: „Aber ich sehe darin die Chance, dass man mit einem kleineren, qualitativ vielleicht schlechteren Kader trotzdem als Team mehr herausholt.“

Zum ersten echten Härtetest werden die Nationalspielerinnen Hendrich und Magull dann auch wieder dabei sein, mit dem kompletten Kader spielen die Bayern-Frauen am 28. Juli beim Emirates Cup in London gegen Arsenal (Arsenals Männer tragen direkt im Anschluss ihr Spiel gegen Olympique Lyon aus).

Die Partie vor großer Kulisse wird nicht nur ein erster Fingerzeig werden, wie die Bayern-Mannschaft in der kommenden Saison aussehen könnte, das Spiel wird auch ein Wiedersehen mit Manuela Zinsberger, Jill Roord und Leonie Maier, die allesamt in diesem Sommer zu Arsenal gewechselt sind. Was durchaus für ein bisschen Wehmut auf beiden Seiten sorgen könnte.

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