Weltmeister Benjamin Pavard vorgestellt

Ticker: Salihamidzic über die Kaderplanung: „Die Idee ist es ...“

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Benjamin Pavard beim FC Bayern.

Der FC Bayern präsentierte am Freitag mit Benjamin Pavard seinen dritten Neuzugang. Auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic war dabei. Die PK zum Nachlesen im Ticker.

  • Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Neuzugang Benjamin Pavard stellten sich auf der Pressekonferenz einigen Fragen. 
  • Pavard gab zu, dass er besser schon nach der Weltmeisterschaft gewechselt wäre. Es sei aber seine Entscheidung gewesen, noch ein Jahr bei Stuttgart zu bleiben. 
  • Salihamidzic und Kovac wollen Boateng so behandeln, wie jeden anderen Spieler. 
  • Der Sportdirektor äußerte sich außerdem zu dem kleinen Kader der Bayern und erklärte die Idee der Kaderplanung. 

Update vom 15. Juli, 13.12 Uhr: Sportdirektor Hasan Salihamidzic ist nicht mit dem FC Bayern in die USA geflogen. Bahnt sich in den nächsten Tagen etwa ein Transfer-Hammer an?

Update vom 14. Juli, 13.24 Uhr: Am Christopher Street Day hat der FC Bayern ein klares Statement gegen Diskriminierung abgegeben. Einige User erheben dennoch Vorwürfe gegen den Klub.

Update vom 14. Juli, 12.25 Uhr: Der FC Bayern stellt sein neues Auswärtstrikot vor. Die Farben kommen bei den Fan sehr gut an.

Salihamidzic über die Kaderplanung und Boateng/Hummels

+++ Das war es von der Pressekonferenz mit Benjamin Pavard und Hasan Salihamidzic. Pavard wird nun auf den Rasen gehen und einige Fotos machen lassen. 

+++ Salihamidzic über den vermeintlich kleinen Kader: „Selbstverständlich macht sich der Trainer Gedanken zu der Kader-Größe. Wir werden versuchen, ein paar Sachen umzusetzen und schauen, was unsere Transfer-Ziele sind und wie das weiter geht. Die Idee der Kaderplanung ist, flexible Spieler zu haben. Spieler, die vielseitig sind und auf mehreren Positionen spielen können. Das bedeutet für uns eine hohe Verantwortung für jeden Spieler. Man darf sich nicht als Nummer 25 im Kader fühlen. Jeder hat einen großen Anspruch zu spielen.“ Der schmale Kader sei dafür da, genau zu gucken, welcher Spieler noch reinpasst. Ein zu großer Kader könnte für Unruhe sorgen, weil nicht jeder Spieler zu Einsatzzeiten kommen würde. 

+++ Inwiefern ist es in den letzten Jahren schwerer geworden, Spieler vom FC Bayern zu überzeugen? „Der Transfermarkt ist durch verschiedene Gelder im internationalen Markt nicht einfacher geworden. Man muss andere Argumente haben und das haben wir bei den beiden Weltmeistern geschafft.“

+++ Brazzo über die Planung mit Boateng: „Für den Trainer ist Jerome genauso, wie jeder andere Spieler. Er hat einen Zweijahresvertrag, man muss einfach abwarten. Er macht das sehr gut im Training und ist in guter Form aus dem Urlaub gekommen.“ 

„Mit Mats ist ein Spieler gegangen, der in den letzten drei Jahren gute Leistungen für den FC Bayern gebracht hat und seinen Anteil an einigen Titeln hatte.“ Der Wechsel sei keine einfache Entscheidung gewesen, Salihamidzic hätte guten Kontakt mit Mats gehabt und einige Gespräche geführt. Am Ende wurde eine Lösung gefunden, mit der alle Parteien gut leben können.

+++ Brazzo berichtet über Lucas Hernandez: Sie hätten gute Gespräche geführt, es sei aber keine einfache Geschichte gewesen, weil Hernandez schon seit zwölf Jahren bei Atletico gespielt hat. Er sei ein Junge mit unglaublicher Mentalität. Ein Spieler, „der alles verkörpert.“ Wille und Mentalität seien das, was man beim FC Bayern brauche. 

Hasan Salihamidzic über mögliche Transfer-Bewegungen

+++ Jetzt kommt eine Frage zu Neymar. Ob es auch an dieser Personalie läge, dass man beim FC Bayern noch abwarte. „Einige Sachen werden sich im Transfermarkt bewegen.“ Es gäbe aber auch andere Spieler und Transferziele, die möglich wären, ohne dass sich bei Neymar was verändert. 

+++ Brazzo wird gefragt, warum es den Anschein hat, dass es in diesem Transferfenster besonders schwierig ist, neue Spieler zu verpflichten. „Weil noch nicht so viel passiert ist. Klar, wir arbeiten an einigen Sachen und da muss man natürlich Geduld haben. Ich glaube auch, dass unsere Fans und ihr ebenfalls Geduld habt. Der Transfermarkt ist nicht einfach, jeder will seine guten Spieler halten. Um unsere Mannschaft zu verstärken, muss man etwas Besonderes holen.“ Die zwei verpflichteten Weltmeister seien schon etwas Besonderes. Der Sportdirektor hält das aktuelle Team schon für eine „richtig, richtig gute Mannschaft“. Man müsse weiter Geduld haben. 

+++ Beim VfB Stuttgart herrschte Abstiegskampf, bei Bayern geht es um Titel. Inwiefern muss sich Pavard nun umstellen? „Nein, auch mit der französischen Nationalmannschaft bin ich es gewöhnt, Spiele zu gewinnen. Ich bin hier hergekommen, um Titel zu gewinnen und ich denke, das werden wir auch schaffen. Bei Stuttgart war es schwierig, aber das macht mir keine Angst.“ Pavard könne mit dem Druck umgehen. 

+++ Der Neuzugang wird zu seiner Aussage befragt, dass es besser gewesen wäre, schon nach der WM zu wechseln und nicht erst in diesem Sommer. „Ich habe das so gewollt. Wir wurden Weltmeister und man ist danach wirklich fertig - mental und körperlich. Dank Stuttgart konnte ich Weltmeister werden und deshalb war es für mich logisch, dass ich noch ein Jahr länger bleibe. Außerdem lernt man dazu, wenn man Schwierigkeiten durchlebt. Man lernt bei den Niederlagen, aber auch bei den Siegen.“

+++ Pavard kennt Kingsley Coman bereits aus der Nationalmannschaft. Dort hätte man ihm viel Gutes von dem Verein erzählt. „Der FC Bayern ist der beste Klub für mich.“ 

+++ Salihamidzic wird gefragt, was er an französischen Spielern schätze: „Sie sind technisch, taktisch hervorragend geschult. Das sieht man an den beiden Weltmeistern, die der FC Bayern verpflichtet hat.“ Pavard zeichnet außerdem sein großer Titel-Hunger und der „unbedingte Wille“ aus. Das werde beim FC Bayern groß geschrieben. 

+++ Mit welchen Zielen geht Pavard in die Saison: „Ich werde heute Nachmittag zum ersten Mal mit den Bayern trainieren. Ich habe Hunger, ich möchte Titel gewinnen. Die Champions League, die Meisterschaft. Ich habe, wie der Verein, sehr große Ziele. Da sind wir uns ähnlich und deswegen habe ich hier unterschrieben.“ Pavard ist sich sicher, dass sie zusammen viel erreichen können. 

+++ Benjamin Pavard beschreibt sich selbst als „diskreten Typen“. Auf dem Spielfeld könne er aber auch Verantwortung übernehmen. Er spiele jetzt bei dem besten Klub Deutschlands und dank Stuttgart ist er jetzt dort. „Leider sind wir im letzten Jahr abgestiegen, das setzt mir immer noch zu. Ich hätte schon nach der Weltmeisterschaft gehen soll, anstatt mit abzusteigen. Es tut mir Leid, abgestiegen zu sein. Ich bin froh, jetzt hier zu sein.“

Pavard über seinen Wechsel 

+++ Salihamidzic wird zu Leroy Sané gefragt: „Ich werde heute keine Wasserstandsmeldungen zum Transfermarkt abgeben. Ich bitte um Verständnis. Wir arbeiten an einigen Sachen, wenn wir was zu vermelden haben, werden wir euch das mitteilen. Mehr dazu in einigen Tagen oder Wochen.“ Zu Kontakt mit Leroy Sané gibt es keine Auskunft. 

+++ Pavard wird zu dem französischen Fan-Song von der WM gefragt: „Vielleicht bekomme ich auch ein Lied auf Deutsch. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben.“ Es sei ein schönes Gefühl, von den Fans gefeiert zu werden. In der französischen Nationalmannschaft käme das eigentlich eher selten vor.

+++ Offenbar gibt es kleinere Probleme mit dem Dolmetscher in Pavards Ohr. „Es ist eine große Ehre, bei Bayern zu spielen. Der Coach stellt die Mannschaft auf, ich spiele überall. Ob auf den Außen, in der Innenverteidigung oder auf der Sechs. Der Trainer entscheidet.“

+++ Sportdirektor Hasan Salihamidzic äußert sich zu dem Transfer. Pavard sei ein flexibel einsetzbarer Spieler, kann innen und außen spielen. „Er bringt Spielintelligenz, Vor-Orientierung, Bereitschaft und eine gute Technik mit. Ich bin zu hundert Prozent überzeugt, dass er bei uns den nächsten Schritt seiner Karriere machen kann.“ Brazzo wünscht dem Neuzugang viel Erfolg und Gesundheit.

+++ Pavard eröffnet mit „Servus, ich bin Benjamin Pavard.“ Er freut sich, ein Spieler des FC Bayern München zu sein. 

+++ Benjamin Pavard lernt seine Team-Kollegen heute kennen und absolviert das erste Training mit der Mannschaft. Auf der Pressekonferenz werden einige Bilder von der WM und dem Fitness-Test eingespielt. 

+++ Die Akteure sind auf ihren Plätzen. Der Pressetalk kann also losgehen. 

+++ Hallo und herzlich willkommen zum Live-Ticker der Pressekonferenz des FC Bayern. Neuzugang Benjamin Pavard und Sportdirektor Hasan Salihamidzic beantworten ab 13.30 Uhr die Fragen der Journalisten. In unserem Live-Ticker verpassen Sie nichts! +++

FC Bayern München: Neuzugang Benjamin Pavard wird vorgestellt - was sagt Hasan Salihamidzic über weitere Transfers?

München - Der FC Bayern ist auf dem Transfermarkt untätig? Von wegen. Am Freitag steht schon die dritte Pressekonferenz zur Präsentation eines Neuzugangs an. Der französische Weltmeister Benjamin Pavard wird vorgestellt, Sportdirektor Hasan Salihamidzic und der Ex-Stuttgarter beantworten die Fragen aus der Medienrunde ab 13.30 Uhr.

Zuletzt hatten schon Lucas Hernandez (mit Karl-Heinz Rummenigge) und Fiete Arp (mit Niko Kovac) die Ehre. Sowohl der Vorstandsboss als auch der Trainer äußerten sich dabei auch über mögliche Transfers im Sommer. Sicher wird auch Salihamidzic die ein oder andere Frage zum aktuellen Stand bei Leroy Sané oder Ousmane Dembélé hören.

Benjamin Pavard: So tickt der Neuzugang des FC Bayern

Für Pavard wird es dagegen der erste öffentliche Auftritt bei seinem neuen Arbeitgeber. An seine Vergangenheit wird er sicher mit gemischten Gefühlen zurückdenken: In der abgelaufenen Saison stieg er mit dem VfB Stuttgart aus der Bundesliga ab, im Sommer 2018 holte er mit Frankreich aber die Weltmeisterschaft. Dabei gelang ihm schon jetzt ein legendäres Traumtor.

Sein Treffer gegen Argentinien wurde sogar zum Tor des Turniers gewählt. Und sonst? Pavard gilt in der Defensive als vielseitig einsetzbar, der 23-jährige Rechtsfuß kann sowohl im Zentrum als auch auf den Außen spielen.

Außerdem weiß er, wo er herkommt: Pavard trägt Schienbeinschoner mit Fotos seiner Eltern. Aufgewachsen ist er in Nordfrankreich an der belgischen Grenze, ausgebildet wurde er beim OSC Lille. Von dort ging Pavard 2016 nach Stuttgart, seit 1. Juli 2019 ist er offiziell an der Säbener Straße. 35 Millionen Euro überwiesen die Münchner an den VfB.

akl/ta

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