Wer schafft es in die Startelf?

FC Bayern verpflichtet Coutinho und Perisic - Setzt Kovac einen anderen Star nun auf die Bank?

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Bayern-Trainer Niko Kovac hat durch die Neuzugänge mehrere Möglichkeiten. Wer schafft es in die Startelf?

Der FC Bayern verstärkt sich mit Philippe Coutinho und Ivan Perisic. Welche Auswirkungen haben die beiden Transfers auf die Startelf des Rekordmeisters? So könnte Niko Kovac aufstellen.

München - Das Transferfenster ist zwar noch bis zum 2. September geöffnet, doch der FC Bayern scheint seinen Kader für die aktuelle Bundesligasaison bereits beisammen zu haben. Sportdirektor Hasan Salihamdzic erklärte diesbezüglich: „Wir haben durch die Neuzugänge einen sehr guten Kader gewonnen, damit kann man arbeiten.“ 

Diese Aussage deckt sich mit tz-Informationen, wonach die Kaderplanungen beim FCB nach den Transfers von Philippe Coutinho und dem Gladbacher Mittelfeld-Talent Michael Cuisance weitestgehend abgeschlossen sind. Nachdem der FC Bayern sein Team in dieser Transferperiode auf einigen Positionen verändert hat, stellt sich die Frage, mit wem und in welcher Formation die Münchner in Zukunft auflaufen werden. 

FC Bayern München: Wer startet im Tor?

Im Kasten der Roten herrscht Klarheit, denn dort ist Manuel Neuer gesetzt. Sollte der mehrmalige Welttorhüter wie in der Vergangenheit verletzungsbedingt ausfallen, steht mit Sven Ulreich ein Keeper zur Verfügung, der definitiv Bundesliganiveau besitzt. 

Gleichzeitig sieht man sich an der Säbener Straße aber auch schon nach einem Keeper um, dem die Zukunft gehören könnte: Schalkes Alexander Nübel.

FC Bayern München: Wer startet in der Abwehr?

Niko Kovac wird vor Neuer wohl auf eine Viererkette setzen, in dessen Zentrum Abwehrchef Niklas Süle als absolut gesetzt gilt. Neben ihm startete im Supercup gegen Dortmund Jerome Boateng und zuletzt gegen die Hertha Neuzugang Benjamin Pavard. Hier hat sich noch kein langfristiger Süle-Partner herauskristallisiert. Auf den Außenverteidiger-Positionen beginnen wohl Joshua Kimmich und David Alaba, obwohl beide von ihren offensiven Qualitäten her auch ins zentrale Mittelfeld rücken könnten. Zudem sicherte sich der FCB die Dienste von 80-Millionen-Mann Lucas Hernandez, der im Pokal gegen Cottbus sein Debüt feierte. Der Defensivallrounder kann sowohl im Zentrum als auch auf den Außen eingesetzt werden. 

Das vorhandene Spielermaterial scheint alles in allem prädestiniert für eine Dreier- beziehungsweise Fünferkette. Abwehr-Bollwerk Süle im Zentrum, unterstützt von Rechtsfuß Pavard und Linksfuß Hernandez sowie Kimmich und Alaba als offensive Außenverteidiger. Hat sich dieses System erst einmal gefunden, könnte es durchaus von Erfolg gekrönt sein. 

Wir vermuten allerdings, dass Niko Kovac eben weiterhin auf eine Viererkette setzen und sich Lucas Hernandez neben Niklas Süle im Zentrum etablieren wird. Benjamin Pavard stünde als Bindeglied zwischen Rechts- und Innenverteidiger bereit, Jerome Boateng als reine Alternative für die Zentrale, in die bei Bedarf auch Routinier Javi Martinez rücken könnte.

FC Bayern München: Wer startet im Mittelfeld? 

Im zentralen Mittelfeld kommen mehrere Spieler für die Startelf infrage. Leon Goretzka dürfte dabei sehr gute Chancen auf die Anfangsformation haben. Der Ex-Schalker überzeugt neben seinen kämpferischen Attributen auch mit einer ordentlichen Prise an Torgefahr. Neben ihm könnte Kovac auf den technisch versierten Thiago setzen, für Corentin Tolisso bliebe zunächst nur die Bank. Der zuletzt wechselwillige Renato Sanches muss wie Neuzugang Michael Cuisance und Javi Martinez wohl erstmal zusehen.

Nach der Verpflichtung von Philippe Coutinho stellt sich die Frage, auf welcher Position der Brasilianer eingeplant ist. Coutinho selbst sagt: „Die Zehnerposition ist meine Lieblingsposition, aber am Ende spiele ich dort, wo mich der Trainer aufstellt.“ Der Brasilianer könnte auch auf den Flügel weichen, aber wir sehen Coutinhos Qualitäten aufgrund seiner Beweglichkeit, Passstärke und Kreativität klar im Zentrum. Kovac könnte also sein aktuelles 4-3-3-System ohne echten Zehner verwerfen und wieder zu einem 4-2-3-1 zurückkehren. Dann würde sich Coutinho auf der Zehn wohl gegen Thomas Müller durchsetzen, der zuletzt absolut gesetzt war und nach den Abgängen von Arjen Robben und Franck Ribéry als eines der Bayern-Aushängeschilder gilt. Die Münchner Verantwortlichen werden Coutinho aber kaum geholt haben, um ihm sein fürstliches Gehalt nur für einen Bankplatz zu bezahlen. Was denken Sie über den Barca-Neuzugang? Stimmen Sie ab!

Oder bleibt Kovac seinem System treu und lässt Coutinho in der Dreier-Mittelfeldreihe als einen offensiven Achter agieren? Der Trainer hat die Qual der Wahl.

Auf den beiden Flügelpositionen entwickelt sich ein spannender Dreikampf um zwei Positionen. Nachdem sich ein Transfer von Wunschsspieler Leroy Sané aufgrund der schweren Verletzung des Nationalspielers zerschlagen hatte, reagierte der FC Bayern mit der Leihe Ivan Perisics. Der Kroate belebt den Konkurrenzkampf auf dem Flügel und darf sich durchaus Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz machen. Um diesen streiten sich auch Serge Gnabry und Kingsley Coman. Sind beide hundertprozentig fit, bleibt Perisic vermutlich nur die Reservistenrolle. Da sie allerdings äußerst verletzungsanfällig sind und Perisic einen guten Draht zu Landsmann Niko Kovac hat, könnte er in der neuen Saison viele Minuten im Bayern-Dress bestreiten. Youngster Alphonso Davies muss sich erstmal mit der Bank begnügen. 

FC Bayern München: Wer startet im Sturm?

Im Angriff verhält es sich im Grunde wie auf der Torhüterposition. Robert Lewandowski ist absolut gesetzt. Eine echte Alternative zum Polen fehlt im Kader der Roten, die zuletzt mögliche Rückholaktion von Mario Mandzukic kommt vermutlich nicht zustande. Im Falle einer Verletzung Lewandowskis könnte Allrounder Thomas Müller oder Talent Fiete Arp in der Spitze starten. 

Alles in allem hat Niko Kovac durch die getätigten Transfers zusätzliche Alternativen zur Verfügung. Es bleibt spannend, wer es Woche für Woche in die Anfangsformation des Bayern-Trainers schafft.

as

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