Ist er die FCB-Zukunft?

Gnabry erfrischend ehrlich über Uli Hoeneß‘ Aussage und Kovac-Zukunft

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Serge Gnabry (rechts) hat eine tolle erste Saison beim FC Bayern München gespielt.

Serge Gnabry ist der Mann der Stunde beim FC Bayern. Jetzt hat er über Uli Hoeneß und Niko Kovac gesprochen.

Update vom 16. Mai 2019, 12.04 Uhr: Uli Hoeneß bezeichnete Serge Gnabry als „Überraschung der Saison“, nun hat der Fußballer auf die Aussage geantwortet.

Beim Interview mit Spox/DAZN hat Gnabry auf das Lob gesagt: „Von einer Person wie Uli Hoeneß so gelobt zu werden, ist ein schönes Gefühl. Er ist schon so lange im Fußballgeschäft dabei. Er hat schon viele Spieler beim FC Bayern kommen und gehen gesehen“, und führt aus: „Wenn er so etwas sagt, gibt mir das noch einen Extra-Schub, mehr Selbstbewusstsein und die Motivation, so weiterzumachen.“

Der Offensivmann wurde auch zur umstrittenen Personalie Kovac, der offenbar vor dem Aus beim FC Bayern steht, befragt. Der Trainer wird oft kritisiert. Doch auch hier war Gnabry ehrlich. Ob er dafür plädieren würde, dass Kovac ihn weiterhin trainiert? „Ja, das würde ich“, sagt der 23-Jährige und führt aus, welche Bedeutung Kovac für ihn hat: „Er hat mir das Vertrauen gegeben, weil er mich immer wieder aufgestellt hat. Ich versuche, dieses Vertrauen mit harter Arbeit unter der Woche und guten Leistungen in den Spielen zurückzuzahlen.“ Auch die Bewertung der Saison (Salihamidzic würde der Spielzeit eine „2+“ geben) sieht er anders: „Eine glatte 1“ hätte Gnabry sich und seinen Teamkameraden als Urteil verpasst. 

Dritter Spieler in Historie: Serge Gnabry gelingt seltenes Kunststück durch Tor gegen Nürnberg

Update vom 29. April 2019, 11.37 Uhr: Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry von Bayern München ist mit seinem Treffer zum 1:1 (0:0)-Endstand (Ticker zum Nachlesen) im Derby beim 1. FC Nürnberg ein seltenes Kunststück gelungen. Der 23-Jährige ist erst der dritte Profi der Bundesliga-Geschichte, der in drei aufeinanderfolgenden Jahren für drei verschiedene Klubs zweistellig getroffen hat.

Hoeneß schwärmt von der „größten Bayern-Überraschung in dieser Saison“

München - Er galt als Wundertüte, deren Inhalt sogar für die FCB-Bosse ungewiss war. "Wir dachten, na ja, den holen wir jetzt einmal zurück, und dann schauen wir, ob er hin und wieder spielt", erzählt Uli Hoeneß im Kicker von anfänglicher Skepsis. Doch der Griff in die Tüte sollte für einen wahren Knalleffekt sorgen. Der Donnerschlag hallt weiter nach. So sehr, dass sich mittlerweile das Wort „Wunder“ im direkten Zusammenhang mit dem Namen des Spielers eigentlich verbietet. Schließlich sind die Leistungen von Serge Gnabry längst nicht mehr verwunderlich, vielmehr ist er die Beständigkeit in Person.

Uli Hoeneß: „Er macht sehr viel Spaß“

Der Aufstieg des feinen Technikers in München hätte kometenhafter kaum sein können. Bereits in seiner ersten Saison hat sich der 23-Jährige im Starensemble an der Säbener Straße etabliert. Das rote Orchester scheint mit Serge Gnabry an Genialität gewonnen zu haben. „Jetzt ist er Stammspieler, er macht sehr viel Spaß und ist die größte Überraschung in dieser Saison, und zwar in positiver Hinsicht", schwärmt Uli Hoeneß, der vor dem großen Saisonfinale selbst großes Lob erhält - von einem alten Rivalen

Während die Wundertüte in jungen Jahren noch regelmäßig auf negative Art und Weise überraschte, entspricht ein ungeschriebenes Axiom fast der endgültigen Wahrheit: Spielt Gnabry, entpuppt sich die Sport-Bühne für kurze Zeit als große Koch-Show. Schließlich ist der Kochlöffel-Jubel des 23-Jährigen längst Kult und Tore schießt er im Moment ja zur Genüge. Derzeit jagt Gnabry sogar einen Rekord. Nur eine Bude fehlt ihm noch, um in den elitären Kreis der treffsicheren Wandervögel einzuziehen. Dann hätte Gnabry in drei aufeinander folgenden Spielzeiten für drei verschiedene Vereine mindestens zehn Saisontore erzielt. Dies ist zuvor nur Erwin Kostedde und Jürgen Wegmann gelungen.

Uli Hoeneß: „Hatte die Umsätze nach hinten geschmissen“

Abseits des Fußballplatzes rührt der Hoffnungsträger neuerdings fleischlos um. Denn der Mittelfeldspieler ernährt sich seit kurzem vegan. "Das hat die Umsätze unserer Wurstfabrik stark nach hinten geschmissen", sagt Hoeneß mit einem Augenzwinkern. Solange der bayerische Chefkoch jedoch weiter liefert, wird der 67-Jährige ihm das wohl verzeihen.  

Tritt Serge Gnabry in die Fußstapfen der FCB-Oldies?

Insgesamt bringt der Flügelflitzer alle Zutaten mit, um beim FC Bayern eine neue Ära einzuleiten. Der Stunde Null nach „Robbery“ wurde einst in München ehrfürchtig entgegengeblickt, allerdings war dies vor der Leistungsexplosion des 23-Jährigen. Nun scheint das Erbe geregelt, ähnlich sieht es auch Niko Kovac. Der Kroate glaubt, "dass Serge eher früher als später in die Fußstapfen von Franck und Arjen tritt."

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Am Abend des 24. April trifft der FC Bayern München auf Werder Bremen. Wir begleiten das Spiel im Live-Ticker. 

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