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Lewandowski rechnet weiter mit dem FC Bayern ab: „Etwas ist in mir gestorben“

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Von: Patrick Mayer

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Während Uli Hoeneß dem FC Bayern von einem Verkauf von Robert Lewandowski abrät, teilt der Superstürmer weiter munter gegen seinen Münchner Arbeitgeber aus. Er fordert Loyalität und Respekt.

München - Uli Hoeneß hat sich in die Personalie Robert Lewandowski beim FC Bayern eingeschaltet. Der Ehrenpräsident versuchte, zu beschwichtigen und erteilte dem deutschen Bundesliga-Rekordmeister den Rat, den polnischen Superstürmer in diesem Sommer nicht zu verkaufen - und notfalls auf die Ablöse zu verzichten. Gleichzeitig äußerte sich der 33-jährige Angreifer aber in seiner Heimat - und legte in drastischer Wortwahl gegen seinen Arbeitgeber aus der Säbener Straße in München nach.

Robert Lewandowski: Superstar drängt FC Bayern zu einem Transfer

„Ich hab ja schon immer gesagt: Wenn man keine Alternative hat, von der man glaubt, dass sie ihn einigermaßen ersetzen kann - das sieht im Moment so aus, dass das schwierig ist -, dann würde ich auf jeden Fall dafür plädieren, wie alle anderen im Verein, dass er noch ein Jahr bleibt“, sagte Hoeneß an diesem Pfingstmontag (6. Juni) im Gespräch mit Sport1: „Und dann muss man sehen, ob er nächstes Jahr ablösefrei geht oder vielleicht sogar nochmal verlängert. Das weiß ja kein Mensch.“

Sie wollten mir nicht bis zum Ende zuhören. Etwas ist in mir gestorben. Und das lässt sich nicht überwinden.

Robert Lewandowski über den FC Bayern

Pikant: Zeitgleich wurde ein Interview Lewandowskis mit dem Podcast „WojewódzkiKędzierski“ veröffentlicht, aus dem das Fußball-Portal onet Sport zitiert. Der Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga drängte auch in diesem Gespräch öffentlich auf einen Transfer. Zur Einordnung: Laut verschiedener Medienberichte bemüht sich der Spanien-Riese FC Barcelona um eine Verpflichtung. „Sie wollten mir nicht bis zum Ende zuhören. Etwas ist in mir gestorben. Und das lässt sich nicht überwinden. Ich will mehr Emotionen in meinem Leben“, wird Lewandowski von onet Sport aus dem Podcast zitiert: „Selbst wenn sie professionell sein wollen, können sie es nicht wiedergutmachen.“

Robert Lewandowski: Knallhart-Ansage an den FC Bayern München

Er verlasse seine Freunde, „mit einigen von ihnen habe ich viele Jahre verbracht, wir haben uns jeden Tag gesehen. Wir haben Zeit verbracht“, soll Lewandowski demnach weiter gesagt haben: „Das sind echte Freundschaften. Daran besteht kein Zweifel.“ Dennoch wolle er nochmal etwas Neues machen, ihm gehe es auch nicht ums Geld, heißt es in dem Bericht.

Goalgetter des FC Bayern: Robert Lewandowski.
Goalgetter des FC Bayern: Robert Lewandowski. © Leszek Szymanski/PAP/dpa

Lewandowski wird ferner zitiert: „Wenn man schon so viele Jahre im Verein ist, immer bereit war und zur Verfügung stand, trotz der Verletzungen und Schmerzen sein Bestes gegeben hat, denke ich, ist es das Beste, eine gute Lösung für beide Seiten zu finden. Und nicht nach einer einseitigen Entscheidung zu suchen. Es ergibt keinen Sinn. Nicht nach dieser Zeit.“ Der polnische Nationalspieler spielt damit wohl auf die Haltung der FCB-Bosse an, die zuletzt unisono erklärten, dass sie ihn nicht ziehen lassen wollen. Obwohl er nur noch Vertrag bis Sommer 2023 hat, und der FC Bayern wohl nur noch in diesem Sommer eine Ablöse einstreichen könnte.

Robert Lewandowski fordert vom FC Bayern „Loyalität und Respekt“

„Ich verstehe, dass ich hier seit zwei oder vier Jahren spiele. Aber nach einem so erfolgreichen Weg und meiner Bereitschaft und Unterstützung sind diese Loyalität und dieser Respekt wahrscheinlich wichtiger als dieses Geschäft“, meinte Lewandowski im Podcast „WojewódzkiKędzierski“ laut onet Sport weiter. Der Superstar fordert das Okay für einen Wechsel - geben die Münchner ihm wirklich nach? (pm)

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