HSV-Boss: „Wir können Tabellenführer werden“ / Klinsi selbstsicher

Stoppt Hamburg die Zauber-Bayern?

In Topform - und unter Klinsi gesetzt: Bastian Schweinsteiger beim Jubel mit den Kollegen.
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In Topform - und unter Klinsi gesetzt: Bastian Schweinsteiger beim Jubel mit den Kollegen.

München/Hamburg - Im Süden haben die Bayern bereits geglänzt, jetzt geht’s in Norden. Nach der 5:1-Klatsche für Stuttgart wollen die Bayern nun auch den HSV in die Schranken weisen.

„Man braucht nur auf die Tabelle schauen. Wir sind höchstmotiviert in Hamburg drei Punkte anzustreben, aber es wird schwer“, sagt Bayern-Coach Jürgen Klinsmann vor dem Nord-Süd-Schlager. So leicht wie in Stuttgart dürfte es allerdings nicht werden. Allein die Tabellensituation verspricht ein engeres Spiel als gegen die Schwaben-Schlaffis. „Wir können mit einem Sieg Tabellenführer werden“, frohlockt Bernd Hoffmann, der HSV-Vorstandschef, der mit 33 Punkten nur zwei Zähler hinter den Münchnern lauert.

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Folgen auf die großen Sprüche auch starke Leistungen? Selbstvertrauen haben die Hanseaten. „Ich habe keine Angst vor den Bayern, wir spielen daheim“, führt HSV-Coach Martin Jol an, „es könnte ein richtiger Thriller werden, der uns viel Freude machen wird“. Die Statistik erlaubt es den Hamburgern, voller Vorfreude auf das Spitzenspiel zu schielen. Die aktuelle Bilanz gegen den HSV ist seit der Saison 2005/06 schlechter als gegen jeden anderen Erstligisten: In den letzten sieben Partien gelang den Bayern nur ein Sieg, daneben gab es je drei Unentschieden und Niederlagen. Die Hamburger riechen die Lunte. Da geht doch was. „Wir sind hungrig nach Titeln und wollen die Bayern jagen“, sagte Hoffmann, auch wenn er zugibt, dass der Konkurrent wirtschaftlich weit voraus ist: „Auf Augenhöhe zu kommen, das kann für den HSV zehn bis 15 Jahre dauern.“

Erst Recht, wenn sich die Hamburger, wie die meisten Liga-Konkurrenten die besten Spieler wegkaufen lassen müssen. Neuester Bayern-Coup ist schließlich Ivica Olic, der den Löwen im Pokal gerade drei eingeschenkt hat. Gegen Bayern muss er gesperrt zuschauen. „Wir sind stolz, dass Olic zu uns kommt. Ob sein Fehlen ein Vorteil für uns ist weiß ich nicht. Aber die haben Qualität und spielen auch in drei Wettbewerbe. Das wird ein harter Brocken“, glaubt Klinsmann. Der HSV läuft zwar ohne Olic auf, dafür aber mit der glänzenden Heimspielbilanz von 22 der möglichen 24 Punkte.

„Ich glaube, dass der HSV eine schwere Konkurrenz für uns um den Titel sein wird“, zollte Bayern-Manager Uli Hoeneß dem Konkurrenten Respekt. Apropos Konkurrenz. Für Schweinsteiger ist das im Moment ein Fremdwort. „Bastian ist der Platzhirsch auf der Position. Nach der tollen Vorrunde hat er seine Leistung in Stuttgart bestätigt. Das muss Hamit jetzt schlucken“, stellt Klinsmann klar. Aber bei Bayern zählt eben nicht der Einzelne, sondern das Gesamtwerk…

„Es ist sehr viel Selbstvertrauen da. Wir haben in den nächsten vier Monaten viel vor. Aber wir denken nur an die nächsten Aufgaben. Wir wissen was das für eine heiße Kiste in Hamburg wird.“

Mario Volpe

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Quelle: tz

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