Mit Hummels und Boateng

Die Aufstellung: So spielt der FC Bayern München heute gegen Real Madrid

+
Doch fit für Real: Mats Hummels (2.v.l.)

Madrid - Das ist die Aufstellung des FC Bayern München gegen Real Madrid für das Rückspiel. Boateng und Hummels können heute in der Champions League spielen.

Update vom 24. April 2017: Nach dem Champions-League-Aus ist vor dem Halbfinale des DFB-Pokals! Am Mittwoch empfangen die Münchner dabei die Gäste aus Dortmund zum Gipfel. Wie die Aufstellung des FC Bayern gegen Borussia Dortmund aussehen könnte, erfahren Sie hier.

Update vom 18. April 2017: Gute Nachrichten für den FC Bayern München: Jerome Boateng und Mats Hummels können heute in der Abwehr gegen Real Madrid spielen. Und Robert Lewandowski soll vorne die Tore machen. Thomas Müller sitzt zunächst auf der Bank. 

Mit dieser Startelf tritt der FC Bayern München heute bei Real Madrid an:

  • Tor: Manuel Neuer
  • Abwehr: Philipp Lahm, Mats Hummels, Jerome Boateng, David Alaba
  • Mittelfeld: Arturo Vidal, Thiago Arjen Robben, Franck Ribéry
  • Offensive: Robert Lewandowski

So sieht die Aufstellung von Real Madrid heute aus:

  • Tor: Keylor Navas.
  • Abwehr: Marcelo, Sergio Ramos, Nacho Fernández, Dani Carvajal.
  • Mittelfeld: Toni Kroos, Casemiro, Luka Modrić.
  • Offensive: Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Isco.

Real Madrid gegen FC Bayern München: Bis zuletzt bangen um Boateng und Hummels

„Es wird heute Abend einen Test geben. Gestern beim Training ist alles ganz ordentlich verlaufen, auch bei Boateng“, sagte Rummenigge am Dienstag. „Robert hat ja schon wieder mit der Mannschaft trainiert.“ Man müsse jetzt mal abwarten, am Ende des Tages sei man nicht so pessimistisch. Hoffnung also für den FC Bayern München? Klar ist, dass sowohl Hummels als auch Boateng am Dienstag eine individuelle Laufeinheit absolvierten. Gut möglich also, dass der Rekordmeister am Mittwoch im Estadio Santiago Bernabéu in Bestbesetzung auftreten kann -mit Lewandowski, Hummels oder Boateng - oder zumindest einem der beiden, an der Seite von David Alaba. Und das wäre auch bitter nötig. Denn: Nach der 1:2-Heimpleite vergangene Woche steht der FC Bayern bei den Königlichen gehörig unter Druck.

Personelle Probleme - nicht nur beim FC Bayern München

Gut für die Bayern: Auch der Gegner kämpft mit personellen Problemen. Am Dienstag bestätigte der Trainer von Real Madrid, Zinedine Zidane, dass Gareth Bale für das Rückspiel in der Champions League sicher ausfällt. Damit gesellt sich der Waliser zu Pepe, der an zwei gebrochenen Rippen laboriert und Raphael Varane (Bizeps), die beide auch für das Rückspiel in Madrid fehlen werden. Während die beiden Letztgenannten ohnehin als Ausfälle klar waren und auch schon beim Hinspiel in der Allianz Arena fehlten, wiegt der Bale-Ausfall bei Real Madrid schwer. Denn: Der 27-Jährige ist Teil der berüchtigten BBC-Offensive der Königlichen. Jetzt, wo ein Drittel davon fehlt - und Christiano Ronaldo und der Franzose Karim Benzema auf sich gestellt sind, könnten die Chancen des FC Bayern München aufs Erreichen des Halbfinales in der Champions League steigen. Aber: Real Madrid ist so gut besetzt, dass auch Spieler der zweiten Reihe in die Bresche sprengen können, wenn es nötig ist. Wahrscheinlicher Ersatz für Bale: Isco - und der spanische Nationalspieler traf im vergangenen Ligaspiel am Samstag gegen Sporting Gijon doppelt

Bittere Pleite in der Allianz Arena

Es waren seltene Bilder, die man vergangenen Mittwoch in der Münchner Allianz Arena zu sehen bekam. Mit hängenden Köpfen schlichen die Stars des FC Bayern nach der 1:2-Niederlage gegen Real Madrid über den Rasen in Richtung der Fans. Wer in die müden Gesichter der Bayern-Spieler blickte, der erkannte eine Mischung aus Ratlosigkeit und tiefer Enttäuschung. Man hatte sich diesen Champions-League-Abend gegen die Königlichen aus Madrid ganz anders vorgestellt. 

Dabei muss man am Ende sagen: Mit dem 1:2 sind die Bayern noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen. Dass die Niederlage schlussendlich nicht höher ausfiel, war den unfassbaren Paraden von Manuel Neuer zu verdanken. Allein in der letzten halben Stunde feuerten die Madrilenen satte 13 Torschüsse ab - sieben davon gingen aufs Tor. Doch woran lag es?

Nach dem Platzverweis von Javi Martinez (zweimal Gelb innerhalb von nur drei Minuten) war den Bayern ihre defensive Struktur komplett abhanden gekommen. Lange hatte man keine Bayern-Mannschaft mehr gesehen, die ihrem Gegner derart hilflos ausgeliefert war. Die Maßnahme von Carlo Ancelotti, Juan Bernat für Xabi Alonso (64. Minute) zu bringen, fruchtete nicht. Und auch bei den weiteren Auswechslungen schien der Italiener kein glückliches Händchen zu beweisen. In einer Phase, in der die Münchner dringend defensive Stabilität benötigt hätten, wurden mit Douglas Costa (67. Minute) und Kinglsley Coman (81. Minute) jedoch offensive Kräfte eingewechselt. 

Den Bayern bleibt keine Zeit, die Pleite gegen die Königlichen zu verdauen

Freude darüber, dass man sich mit dem 1:2 gerade nochmal über die Ziellinie gequält und somit die Chance auf ein Weiterkommen im Rückspiel doch noch gewahrt hatte, wollte natürlich dennoch nicht aufkommen. Zu tief saß der Stachel dieser schmerzhaften Niederlage gegen europäischen Erzrivalen aus Madrid. Zu groß war die Enttäuschung darüber, die Partie aus der eigenen Hand gegeben zu haben. 

Denn der Spielverlauf hätte durchaus ein anderer sein können. Die Münchner fanden in der ersten Halbzeit gut ins Spiel und waren die bessere Mannschaft. Nach dem Kopfballtor durch Arturo Vidal (25. Minte) war man auf gutem Weg, sich für das Rückspiel in eine gute Ausgangsposition zu bringen. 

Kurz vor der Pause hatte Arturo Vidal dann sogar die große Möglichkeit, die Führung vom Punkt aus weiter auszubauen. Sein Schuss vom Elfmeterpunkt ging jedoch deutlich über den Kasten von Real-Keeper Keylor Navas. Im Rückblick darf diese vergebene Chance zusammen mit der Gelb-Roten Karte von Martinez wohl als der Knackpunkt im Spiel der Bayern gesehen werden. 

Bei all der Enttäuschung bleibt den Münchnern jedoch nicht viel Zeit, um die Pleite gegen die Königlichen zu verdauen. Bereits kommenden Dienstag steigt im Santiago Bernabéu das Rückspiel und durch die Rot-Sperre von Martinez hat sich die personelle Situation beim deutschen Rekordmeister nicht gerade entspannt. 

Wir klären auf, welche Optionen Carlo Ancelotti zur Verfügung stehen und wie die Aufstellung der Bayern im Rückspiel gegen Madrid aussehen könnte. 

Champions League: Die Aufstellung des FC Bayern München gegen Real Madrid - Tor

Wieder einmal hat Manuel Neuer bewiesen, dass er zu den besten Torhütern der Welt gehört. Fast im Alleingang hielt er die Bayern nach dem Platzverweis von Javi Martinez im Spiel und wahrte somit auch die Möglichkeit, sich im Rückspiel doch noch für das Halbfinale qualifizieren zu können. Noch vor dem Spiel war über die Fitness des deutschen Nationalkeepers spekuliert worden. Am Ende war Neuer Bayerns bester Mann. Falls seine Fußverletzung nicht wieder ausbricht, ist er im Tor natürlich gesetzt. Wobei er den Bayern wohl auch mit nur einem Bein helfen könnte. 

Als Ersatz steht wie schon gegen Hoffenheim und Dortmund Sven Ulreich zur Verfügung. Allerdings hat er nicht immer sein Können gezeigt, weshalb die Münchner umso mehr auf einen fitten Neuer hoffen.

Champions League: Die Aufstellung des FC Bayern München gegen Real Madrid - Abwehr

Wenige Tage vor dem Hinspiel in München stellte sich noch die Frage: Wer wird überhaupt in der Bayern-Innenverteidigung von Anfang an ran dürfen? Nach der Verletzung von Mats Hummels und der Sperre von Martinez stellt nun vielmehr die Frage: Kann Carlo Ancelotti im Rückspiel überhaupt auf ein gelerntes Innenverteidiger-Duo zurückgreifen? 

Fest steht: Jerome Boateng und Mats Hummels können heute spielen! 

Auch wenn es bereits positive Signale gibt - es wird wohl bis zum Schluss ein Wettlauf gegen die Zeit werden. Hummels ist neben Jerome Boateng in der Abwehrzentrale gesetzt. Da es für alle Innenverteidiger in Sachen Fitness reicht, laufen heute Philipp Lahm und David Alaba dann wie gewohnt als Außenverteidiger auf.

Champions League: Die Aufstellung des FC Bayern München gegen Real Madrid - Mittelfeld

In der ersten Halbzeit des Hinspiels bildete das Münchner Dreiergespann, bestehend aus Xabi Alonso, Arturo Vidal und Thiago, noch den Motor des Bayern-Spiels. Alonso und Thiago verteilten die Bälle im Mittelfeld und leiteten die Angriffe ein, der kämpferisch überzeugende Vidal warf sich in jeden Zweikampf und konnte auch in der Offensive überzeugen. Doch im zweiten Durchgang ging die Struktur verloren, vor allem nach dem Platzverweis und der Auswechslung Alonsos konnte das Münchner Mittelfeld zu leicht überbrückt werden. Immer wieder taten sich im defensiven Mittelfeld große Lücken auf, der Zugriff und die Zuteilung ging komplett flöten. Madrid nutze die Nachlässigkeit der Roten und spielte sich eine Vielzahl von hochkarätigen Chancen heraus. Die einzige Antwort der Bayern: Mauel Neuer. 

Will man im Rückspiel das Blatt noch wenden, bedarf es eine konzentrierte Leistung bis zum Schluss von Thiago und Co. Der Spanier darf nicht wie im zweiten Durchgang auf Tauchstation gehen. Vidal war noch der Einzige, der sich gegen die Niederlage stemmte, doch auch der Chilene kann noch eine Schippe drauflegen. Im Rückspiel wird Ancelotti wieder auf das Trio setzen. Renato Sanches und Joshua Kimmich sind für den Italiener wohl keine Option. 

Champions League: Die Aufstellung des FC Bayern München gegen Real Madrid - Offensive

Trotz der Ausfälle von Pepe und Raphael Varane schafften es die Königlichen, die Kreise von Thomas Müller, Franck Ribéry und Arjen Robben stark einzuengen. Die gefürchtete Münchner Flügelzange „Robbery“ kam kaum zur Entfaltung. Müller fand zu keiner Zeit eine Bindung zum Spiel und wirkte im Sturmzentrum völlig überfordert. Vor allem defensiv quälten sich die Robben und Co. zu wenig und halfen in Unterzahl nur bedingt mit - gegen die Offensivqualität von Real eigentlich ein Muss. 

Den Bayern macht es Mut, dass heute Robert Lewandowski spielen kann. Auch auf den Außen setzt „Carletto“ wieder auf Robben und Ribéry und sorgt damit für keine Überraschung. 

Die Live-Übertragung des Spiels beginnt am Dienstag um 20.45 Uhr auf Sky. Das Viertelfinal-Rückspiel des FC Bayern in Madrid können Sie wie gewohnt in unserem Live-Ticker verfolgen.

WhatsApp-News zum FC Bayern gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für FCB-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Roten direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

kus/mae

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Kommentare