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Showdown im Audi Dome: Wer hat die besseren Chancen auf den Titel?

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Von: Lena Meyer

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ALBA Berlin - FC Bayern München
Samstag steigt das finale Duell zwischen Bayern und Berlin © dpa

Seit Mittwoch ist klar: Der Kampf um die deutsche Meisterschaft geht in die alles entscheidende fünfte Runde. Am Samstag wird der Deutsche Meister im Audi Dome ermittelt.

München - Seit Mittwoch ist klar: Der Kampf um die deutsche Meisterschaft geht in die alles entscheidende fünfte Runde. Weil die FCB-Baskets ihren ersten Matchball bei ALBA Berlin knapp verspielten (68:72), steht es in der Best-of-five-Serie nach vier Partien 2:2. Heißt: Das Team, das am Samstag (ab 20.30 Uhr) im Audi Dome gewinnt, holt sich den Titel. Die Chancen stehen theoretisch also bei 50:50. Es werden Nuancen den Unterschied machen. Die tz erklärt, was für welche Mannschaft spricht.

Bayern: Einer der zentralen Punkte, der den Bayern zugute kommt, ist natürlich das Heimrecht. Die Münchner können im ausverkauften Audi Dome auf die Unterstützung ihrer Fans zählen. Ein Faktor, der gerade in Stresssituationen den Ausschlag geben kann. „Wir haben die gesamte Saison über für den Heimvorteil gekämpft“, meinte Danilo Barthel nach seiner Ankunft aus Berlin. „Nun wollen wir diesen auch nutzen.“

Des Weiteren wird auch die Kraft beider Teams entscheidend sein. Ein unberechenbares, fünftes Final-Duell fordert den Spielern auch körperlich noch einmal alles ab. Hier haben die Münchner ebenfalls einen kleinen Vorteil. Die Kadertiefe zahlte sich bereits in den vergangenen Wochen aus, als es den Münchnern gelang, Ausfälle von Leistungsträgern wie Vladimir Lucic oder auch Milan Macvan zu kompensieren.

Und dann ist da ja auch noch die gute alte Basketball-Weisheit: Mit der Offensive gewinnst du Spiele, mit der Defensive Meisterschaften. Die Münchner Verteidigung hat jedenfalls bewiesen, dass sie – wenn sie über 40 Minuten hochkonzentriert arbeitet – die offensiv starken Berliner stoppen kann.

Berlin: Mehr Mannschaftsgefühl geht eigentlich nicht. Die Berliner bewiesen zuletzt besonders in brenzligen Situationen, dass in diesem Team einer hinter dem anderen steht. Obwohl Leistungsträger wie Luke Sikma mit einer Reihe von Blessuren zu kämpfen hatten, versuchten die Mannschaftskollegen diese Probleme aufzufangen. ALBA überzeugt mit Entschlossenheit und unbedingtem Siegeswillen. Ein Vorteil gegenüber den Münchnern: Sie können mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck ins Entscheidungsduell starten. Niels Giffey: „Wir standen mit dem Rücken zur Wand und haben zurückgeschlagen. Vielleicht haben wir genau das gebraucht.“

Zudem haben die Albatrosse eine Lösung gegen die starke Münchner Defensive gefunden. Im vierten Spiel wuselten die Berliner durch die Münchner Reihen, versuchten sie mit hohem Tempo und Aggressivität aus dem Konzept zu bringen. Giffey: „Wenn wir aggressiv spielen, funktioniert es besser. Vielleicht ist das auch der Schlüssel im fünften Spiel.“

Und dann ist da ja auch noch Trainerfuchs Aito Reneses. Den 71-jährigen ALBA-Headcoach scheint so recht gar nichts aus der Ruhe zu bringen. Er wird seine Mannschaft in jedem Fall bestmöglich auch das letzte Duell der Saison einstellen.

Lena Meyer

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