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FCB-Neuzugang Maodo Lo: Darum ging es zu den Bayern

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Von: Lena Meyer

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Maodo Lo am Münchner Siegestor © Sampics

Er ist einer der neuen Spieler, die den FCB-Kader noch besser machen sollen: Aufbauspieler Maodo Lo unterschrieb kürzlich einen bei den Bayern-Basketballern. Die tz traf ihn zum Interview.

München - Er ist einer der neuen Spieler, die den FCB-Kader noch besser machen sollen: Aufbauspieler Maodo Lo unterschrieb kürzlich einen Zweijahres-Vertrag bei den Bayern-Basketballern. Die tz traf den 25-Jährigen zum ersten Interview in der neuen Heimat.

Herr Lo, Sie haben gesagt, Ihre Entscheidung für einen Wechsel von Bamberg zu den Bayern habe rationale und emotionale Einflüsse gehabt. Warum?

Lo:

Ich hatte zwei großartige Jahre in Bamberg – meine ersten Profijahre. Ich wurde dort toll aufgenommen und habe mich immer sehr wohl gefühlt. Insofern war der Abschied emotional für mich. Ich bin bereit für eine neue Herausforderung und muss mich weiterentwickeln. Die Euroleague-Teilnahme und das Niveau, auf dem die Bayern spielen, haben da den Ausschlag gegeben. Der FC Bayern Basketball hat große Ambitionen für die Zukunft und ich freue mich, ein Teil davon zu sein.

Sie hatten in Bamberg eine Ausstiegsklausel für Euroleague-Teams. War der Wechsel für Sie schon an dem Abend klar, als die Bayern Meister wurden?

Lo:

Mir war klar, dass die Option besteht. Die Entscheidung wurde allerdings erst viel später getroffen. Wir haben einige Gespräche geführt, unter anderem mit Coach Dejan Radonjic.

Hat er mit Ihnen über Ihre zukünftige Rolle gesprochen?

Lo:

Noch nicht konkret. Es ging um allgemeinere Themen. Seine Philosophie, Arbeitsweisen und die Zukunft des Vereins.

Sie sind in Berlin aufgewachsen, haben an der Columbia University in New York City gespielt. Haben Sie das Leben in einer größeren Stadt vermisst?

Lo:

Wie gesagt, ich habe mich in Bamberg sehr wohl gefühlt. Aber klar, ich freue mich nun auf die neue Stadt und das Leben hier.

Wie würden Sie sich als Spieler beschreiben?

Lo:

Ich bin ein Spieler, der viel für sich selbst und seine Mannschaft kreieren kann. Der am Ball sehr kreativ ist – sowohl offensiv als auch defensiv. Ich bin in der Lage, Dreier zu werfen, ich bin in der Lage, in die Zone zu ziehen. Alles in allem würde ich sagen: Ein vielseitiger Point Guard.

Und persönlich?

Lo:

Ich würde mich als sehr fairen Kerl einschätzen. Eher ruhiger als laut. Ich bin sehr teamorientiert. Ab und zu vielleicht etwas zu viel.

Was machen Sie, wenn Sie keinen Basketball spielen?

Lo:

Ich höre sehr gern Musik – viel Old-School-Hip-Hop. Momentan versuche ich, mich an klassische Musik heranzutasten.

Was war das letzte Konzert auf dem Sie waren?

Lo:

Ich war in Berlin auf einem Konzert von Nas (US-amerikanischer Rapper, die Red.). Das war echt cool.

Inwiefern hat Sie die Zeit an einem US-College geprägt?

Lo:

Sehr. Ich habe vier Jahr mitten in Manhattan gelebt. Das war sehr beeindruckend. Die Columbia University ist eine sehr akademische Uni, die mich viel Struktur und Disziplin gelehrt hat.

Was sind Ihre Ziele für die kommende Saison?

Lo:

Ich will der Mannschaft bestmöglich helfen, erfolgreich zu sein. Ich weiß, dass es immer noch einmal härter ist, eine Meisterschaft zu verteidigen. Insofern müssen wir uns von Anfang an beweisen. Und dann hoffe ich natürlich, dass wir auch international Akzente setzen können.

Wie verbringen Sie die restliche Sommerpause?

Lo: 

Es geht noch einmal in die Sonne. Gebucht habe ich noch nichts. Das mache ich Ende der Woche ganz spontan (lacht).

Interview: Lena Meyer

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