"Unser härtester Gang!"

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Dirk Bauermanns Team erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe

Würzburg - Ihr bislang "schwerster Gang" steht den FC-Bayern-Basketballern am Samstag bevor. Dirk Bauermann nennt Würzburg einen "absoluten Aufstiegsanwärter".

Durchmarsch in die BBL? Von wegen! Dass der Aufstieg in die erste Liga kein Zuckerschlecken wird, wissen die Bayern-Baskets spätestens seit ihrem letzten Heimspiel gegen Chemnitz. 63:60 hieß es zum Schluss. Ganz schön knapp! Ihr „schwerster Gang“ steht ihnen laut Trainer Dirk Bauermann allerdings noch bevor. Und zwar am Samstag – gegen den Aufstiegskonkurrenten aus Würzburg.

Bauermann weiß: „Würzburg gehört zu den Topmannschaften der Liga und das wird auch bis Saisonende so bleiben. Die sind sehr tief und stark besetzt. Ein absoluter Aufstiegsanwärter.“ Allerdings: Das Team von Headcoach Marcel Schröder hat bis auf eine knappe Niederlage in Karlsruhe alle Spiele gewonnen und will – wie die Bayern auch – in die BBL aufsteigen. Wie sind die Würzburger denn zu packen? „Wir müssen einfach die Ruhe bewahren“, sagt Bauermann. Und weiter, typisch Bauermann, eine gute Defense ist das oberste Gebot: „Wenn wir geduldig und konzentriert spielen und natürlich auf hohem Niveau verteidigen, gehen wir in Würzburg als Sieger vom Platz!“

Was er beim Freiwurf singt: So tickt Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki ist weltweit einer der bekanntesten deutschen Sportler. Wir präsentieren Wissenswertes über den NBA-Superstar, das Sie überraschen könnten... © picture alliance / dpa
Sein ganzer Name lautet Dirk Werner Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist eine absolute Identifikationsfigur in Dallas, seiner zweiten Heimat nach Würzburg. Er hatte im Laufe der Jahre verschiedene Spitznamen, unter anderem German Wunderkind, Dirkules, Dirk Diggler oder Dunking Deutschman. © picture alliance / dpa
Nowitzkis Schwester Silke arbeitete fürs Liga-Fernsehen NBA TV. © picture alliance / dpa
Als Dirk Nowitzki zu den Dallas Mavericks kam, war seine Abwehrarbeit alles andere als meisterlich. Deswegen strichen spitzfindige Fans kurzerhand das D für Defense aus seinem Vornamen und nannten ihn frech "Irk". © picture-alliance / dpa/dpaweb
Im Urlaub legt sich Nowitzki nicht auf die faule Haut, sondern rackert mit seinem Mentor Holger Geschwindner in einer Turnhalle in Rattelsdorf nahe Bamberg. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde in den USA 1997 ein Begriff. Beim Nike Hoop Summit, bei dem eine NBA-Auswahl gegen eine Horde europäischer Talente antrat, dunkte der junge Deutsche über NBA-Legende Charles Barkley. Dieser fragte in der anschließenden Pressekonferenz nach Nowitzkis Namen und empfahl ihm, in die USA zu kommen. © picture alliance / dpa
Individuell am Höhepunkt: 2007 bekam Nowitzki den MVP-Award und wurde praktisch zum besten Spieler der Welt ernannt. © picture-alliance/ dpa
In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere war der kanadische Aufbauspieler Steve Nash Nowitzkis bester Kumpel. Beide wurden später unabhängig voneinander zum MVP ernannt, dem wertvollsten Spieler. © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki hätte möglicherweise auch als Tennisspieler Karriere machen können. In seiner Jugend zählte er zu den größten deutschen Talenten. Dann legte er den Schläger zur Seite und konzentrierte sich voll auf Basketball. © picture alliance / dpa
Beim US-Volkssport Baseball macht Nowitzki eher eine mittelprächtige Figur, aber Basketball liegt ihm in den Genen: Nowitzkis Mutter Helga spielte einst für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft, sein Vater Jörg war Handballer. © picture alliance / dpa
Der einzige gebürtige Deutsche, der außer Nowitzki jemals den großen Durchbruch in der NBA schaffte, war Detlef Schrempf (l.). Im Vergleich zu Schrempf war es Nowitzki stets ein Anliegen, die deutsche Nationalmannschaft selbst nach der antrengenden NBA-Saison bei wichtigen Turnieren zu vertreten. © AFP
Logische Konsequenz: Nowitzki durfte bei Olympia 2008 in Peking die deutsche Flagge tragen. © picture-alliance/ dpa
Nowitzki und die Haarpracht: Im Laufe der Jahre trug er so ziemlich alles vom Stoppellook über die Boygroup-Gelfrisur bis hin... © picture-alliance/ dpa
... zur Langhaar-Matte. Als er mal besonders lange nicht beim Friseur war, verkleideten sich einige Fans mit Wischmob auf dem Kopf als Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde beim NBA-Draft von den Milwaukee Bucks ausgewählt, für die er aber nie spielen sollte, weil er sofort zu den Dallas Mavericks weitertransferiert wurde. Dort trägt er bis heute die Nummer 41. © picture alliance / dpa
Nowitzki spielt in seiner Freizeit Saxophon und Gitarre. Entsprechende Videos kursieren im Internet. © picture alliance / dpa
2009 erlitt Nowitzki emotional Schiffbruch, als die Beziehung zu seiner Verlobten Crystal Taylor platzte. Sie führte ein kriminelles Doppelleben und musste ins Gefängnis. © picture-alliance/ dpa
Mittlerweile hat Nowitzki eine neue Liebe gefunden. Im Sommer 2012 gaben sich der Basketballer und die Schwedin Jessica Olsson in der Karibik das Ja-Wort. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist bekannt für seine Bescheidenheit. In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere leistete er sich als Multimillionär nicht mehr als eine Wohnung und einen geräumigen Gebrauchtwagen, in dem seine Körpergröße keine Probleme darstellte.  © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki singt beim Freiwurf "Looking for Freedom" von David Hasselhoff. Natürlich nicht voller Inbrunst, sonder nur ganz leise, um sich besser konzentrieren zu können. © picture alliance / dpa

Das ist es eben, das Bayern-Gen, das ganz offenbar auch schon die Basketballer implantiert bekommen haben. Bauermann erklärt es so: „Wir müssen und werden mit der Mia-san-mia-Mentalität auftreten. Das gilt nämlich nicht nur für die Fußballer, sondern für den gesamten Verein: Wir müssen mit breiter Brust auftreten.“

Das entscheidende Duell wird allerdings auf der Spielmacherposition stattfinden. Sowohl Bayerns Jonathan Wallace als auch der Würzburger Lee Jeka verbuchen jeweils die meisten Punkte und Assists in ihrem Team. Die beiden werden die Würzburger s.Oliver Arena zum Kochen bringen…

Obwohl: Die Stimmung wird von Haus aus brennen. Dieser Hexenkessel ist bekannt. Am Samstag werden ihn 3020 Fans füllen. Die meisten von ihnen, um den großen FCB verlieren zu sehen… Bauermann: „Da wird viel los sein. Die sind sehr ambitioniert, die Würzburger. Die Begeisterung dort ist ja bekannt, die hatten ja schon zu Regionalligazeiten fast immer 3000 Zuschauer.“

Das wiederum ist für Robert Garrett kein Grund, in Ehrfurcht zu erstarren – ganz im Gegenteil: „Je lauter, umso besser!“

J. Carlos Menzel Lopez

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